Shoot Many Robots PDF Drucken E-Mail
Games - Xbox 360
Samstag, den 14. April 2012 um 15:49 Uhr

Eintöniger Blechschaden.

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Review | Kritik | Bewertung
Shoot Many Robots (2012)

logo-gameworldBewertung: 3 von 6
Hersteller: Ubisoft
www.shootmanyrobots.com

Ballern! Ballern! Ballern! Das ist der einzige Inhalt von Shoot Many Robots. Der Titel sagt also schon alles. Man schießt auf viele Roboter. Das Spielkonzept dahinter steht damit in der Tradition von Contra, bei uns als Propotector erschienen. Technisch und spielerisch gibt es da nichts Neues zu holen. Ein paar lustige Einfälle lockern die monotone Roboterverschrottung zwar auf, holen die Kohlen aber auch nicht aus dem Feuer. In Shoot Many Robots steuert der Spieler einen amerikanischen Hillbilly-Stereotyp, wie ihn französische Friedensaktivisten nicht besser karikieren könnten: unrasiert mit Cowboyhut und großer Wumme im Anschlag.


Seine charmantesten Züge sind Bier trinken und rülpsen, was praktischerweise die Gesundheit des Protagonisten wiederherstellt. Die unterschiedlichen 2D-Levels werden mit einem standesgemäßen Trailer angefahren. Dabei gibt es verschiedene Welten, von denen jede drei bis vier Level enthält. Erschreckend ist dabei die Einfallslosigkeit der Entwickler. Obwohl jede Welt unter einem anderen Thema steht, ist das Leveldesign auf ein paar Schablonen beschränkt. Es gibt Robotergemetzel auf Farmen, auf kaputten Straßen oder in Fabriken. Damit sind die Levelarten auch schon abgehakt. Ab und zu muss man mal nicht durch die Gegend laufen, sondern es gibt ein Survival-Level, wo mehrere Wellen der Blechschädel in einem begrenzten Gebiet abgewehrt werden müssen. Um eine Welt abzuschließen, kommt der obligatorische Endboss. Das Ganze wird in einer veralteten Grafik und mit monotonen Sound- und Musikeffekten präsentiert.

game-shootmanyrobotsAuch die Gegner in Shoot Many Robots sind an Eintönigkeit kaum zu überbieten. Der einfache Roboter ist mit einer Kettensäge auf dem Rücken ausgestattet. Man sollte ihn also nach Möglichkeit aus der Entfernung zu Alteisen ballern. Dann gibt es ein paar Fernkampfeinheiten, die kommen mit Gatling oder Panzergranate auf einen zu. Noch ein paar Flugeinheiten und fertig ist die Blecharmee. Bekämpft wird diese mit verschiedenen Waffen. Hier ist man etwas kreativer. Es gibt Spezialwaffen mit Extra-Boni und spektakuläres wie Flammenwerfer. Leider sind nur eine Handvoll der Ballermänner wirklich zu gebrauchen. So ist der Flammenwerfer ein netter Gimmick, aber im Allgemeinen ist man mit einem einfachen Maschinengewehr besser bedient. Wo die einfache Waffe mit unendlich Munition nicht mehr reicht, kann man auf etwas Größeres wie einen Raketenwerfer wechseln und alles in die Luft jagen, bis keine Muni mehr da ist.

Und wenn es immer noch nicht reicht, dann kann man im Nahkampf Tritte verteilen oder den Robotern mit geschickten Slides entkommen. Die Steuerung ist dabei sehr intiutiv. Man kann mit etwas Übung während des Laufens fliegende Gegner runter holen oder nutzt den Slide, um sich aus der Schusslinie zu bringen. Es gibt also einen ganzen Haufen einfacher Möglichkeiten, die Roboter in den Toasterhimmel zu schicken. Gekauft wird die neue Ausrüstung im modischen Wohnwagen, nachdem man sie in den Leveln frei gespielt hat. Da gibt es neben dem mächtigen Waffenarsenal auch ein paar Hosen und Hüte, die den Hillbilly nicht nur optisch aufwerten. Wie schon das Leveldesign, so beginnen auch die Ausrüstungsgegenstände sich massiv zu ähneln. Abwechslung sucht man also auch hier vergebens.



redakteur-sven

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Sven Sauerhammer ist der Meinung...
Das Pulver ist schnell verschossen. Eigentlich hat man bereits nach 15 Minuten alles gesehen, was Shoot Many Robots so zu bieten hat. Der karikierte, namenlose Hillbilly ist die ersten Minuten mit seinen dümmlichen Sprüchen und der stereotypischen Ausstattung wie Cowboyhut und Trailer ganz witzig. Auch das Beschießen der Roboter hat seinen Reiz. Aber nach ein paar Leveln kommt man sich vor wie Bill Murray in Täglich grüßt das Murmeltier. Ständig wiederholt sich alles. Immer wieder dieselben Roboter vor derselben Kulisse. Selbst ein Spiel für den kleinen Geldbeutel muss mehr bieten.

 
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