Die Sims 3: Showtime PDF Drucken E-Mail
Games - PC
Samstag, den 28. April 2012 um 20:05 Uhr

Be a star! Die Sims machen es möglich.

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Review | Kritik | Bewertung
Die Sims 3: Showtime (2012)

logo-gameworldBewertung: 2 von 6
Hersteller: Electronic Arts
www.simtimes.de

Einfach berühmt und am besten noch ein Popstar sein. Ganz offensichtlich herrscht ein tiefes Bedürfnis der aktuellen Jugendgeneration vor, sich der Welt zu zeigen und beinahe selbstverständlich (gleichzeitig nicht zwangweise an ein allgemein anerkanntes Talent gekoppelt) schon in frühen Jahren auf der Bühne zu stehen. Seit geraumer Zeit grassiert daher der Castingwahn in den deutschen Wohnzimmern. DSDS, Das Supertalent und andere Quotengaranten laufen dabei gefühlt schon fast täglich über die Mattscheibe.


Da ist es ganz natürlich, dass ein Spiel, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, den aktuellen Zeitgeist zu reflektieren, früher oder später dieses viel diskutierte (und am Ende will es wieder keiner gesehen haben, Anm. der Red.) Thema auch aufgreifen muss. Also wirft Electronic Arts nun mit Die Sims 3: Showtime die mittlerweile sechste Erweiterung für das Hauptspiel auf den Markt. Es wird dem jugendlichen Bedürfnis nach Geltung aber nicht gerecht. Das Addon liefert außer drei zusätzlichen Karrieren nichts wirklich Neues. Von diesen drei Karrieren sind zwei obendrein seltsam ausgewählt. Da gibt es natürlich die Karriere als Sänger, dann die Karriere für einen Zauberer und schließlich die zu einem Akrobaten. Warum ausgerechnet Zauberer und Akrobat, statt Schauspieler oder Model bleibt wohl eines der vielen ungeklärten Rätsel bei Die Sims 3: Showtime.

game-sims3showtimeEin weiteres Rätsel ist der Mangel an Details. Für ein Spiel, das eine Simulation sein will, sind die Möglichkeiten seine Karriere zu gestalten sehr dürftig. Letztlich verlaufen alle drei gleich. Man beginnt mit ein paar Auftritten auf kleinen Talentshows und Festen. Mit steigender Erfahrung kann man immer größere Konzerte geben. Irgendwann wird man dann auch mal fest in einem Club engagiert. Schließlich seid ihr so bekannt, dass ihr ganze Arenen füllt und massig Autogramme verteilt. Abwechslung sucht man dabei vergebens. Man kann keine Band oder gar einen Zirkus gründen, auch Zauberassistentin können nicht angestellt werden. Das ganze Theater findet in einem eigenen Stadtabschnitt statt. Es gibt neue NPCs, die neue Aufträge verteilen, neue Bühnen und Clubs, in denen man auftreten kann. Man kann seine Auftritte mit ein paar Kostümen und Bühnen-Gegenständen aufwerten. Aber auch hier ist die Auswahl mehr als beschränkt.

Was an Die Sims 3: Showtime jedoch richtig negativ auffällt, sind die vielen Bugs. Sims die wie Eisstatuen rumstehen, Musik die einfach mal aussetzt und häufig auftretende Grafikfehler drücken den ohnehin bescheidenen Spielspaß weiter nach unten. Neu ist die Option in den Städten von Sim-Freunden aufzutreten. Mit Hilfe des sogenannten SimPort greift man auf die Online und Community Features zurück. Damit kann man seinen Star auf Tour bei seinen Sim-Freunden schicken. Das bringt Extra Ruhm, mehr Geld und neue Dekorationen für die Bühnenshows. Das unterstützt den SimPort als neues Feature enorm. Hat aber den Nachteil, dass alle, die kein Interesse daran haben, woanders aufzutreten, stark benachteiligt werden. Ohne  SimPort gibt es nur ein halbes Spiel. Aber selbst die vollen hundert Prozent sind kein ausgereiftes Spielerlebnis.



redakteur-sven

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Sven Sauerhammer ist der Meinung…
Ich habe nie wirklich verstanden, was an der Sims Reihe so faszinierend ist. Das vorliegende Addon ändert daran auch nichts. Die Anzahl und Schwere der Bugs grenzen schon fast an eine Frechheit. Ähnlich sieht es mit dem Umfang aus. Drei Karrieren, die so ähnlich verlaufen, sind dürftig. Selbst wenn man den SimPort nutzt, sind die Möglichkeiten immer noch beschränkt. Der neue Stadtabschnitt bietet nichts wirklich Neues. Was der Spieler wirklich selbst entscheiden kann, geht meistens über die Wahl eines Kostüms nicht hinaus. Damit spiegelt das Spiel unabsichtlich die Realität wieder. Bei Casting Shows darf der Kandidat ja auch selten mehr entscheiden. Auf der Mattscheibe mag das unterhaltsam sein, in einem modernen Videospiel ist es das nicht.

 
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