Pakt der Rache PDF Drucken E-Mail
Movies - DVD
Freitag, den 01. Juni 2012 um 17:21 Uhr

Der frühe Vogel greift an.

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Review | Kritik | Bewertung
Pakt der Rache (2012)

logo-lovefilmBewertung: 3 von 6
Studio: Universum Film
www.universumfilm.de

Als bewusste „Widersetzung gegen ein Gewaltmonopol des Staates“ ist die Ausübung von Selbstjustiz per Definition als strafbare Handlung zu werten. Von Opfern eines (Gewalt-)Verbrechens oder deren Angehörigen oftmals als „Unfähigkeit des Rechtsapparates gegen jene verbrecherischen Handlungen möglichst effektiv, der Gerechtigkeit genügend oder gar überhaupt vorzugehen“ empfunden, sind so manche eigeninitiative Reaktionen gleichermaßen aber auch nachvollziehbar, was immer zu einem Dilemma empfundener Gerechtigkeit mitunter des Selbstschutzes wegen führt.


Man merkt schon anhand der Einleitung, die Thematik ist nicht immer ganz einfach und vielleicht gerade deshalb stets eine interessante Grundlage für Filmemacher wie den neuseeländischen Regisseur Roger Donaldson. In seinem neuesten eher actionlastigen Streifen Pakt der Rache hält er sich jedoch weniger mit inneren Konflikten seines Hauptdarstellers Nicolas Cage auf, sondern installiert vielmehr eine in austauschbaren Zellen agierende Untergrundorganisation von „Hütern“ der Rechtschaffenheit in unserer Gesellschaft. Cage spielt wie schon in Knowing wieder einmal den unscheinbaren Jedermann namens Will Gerard, Lehrer an einer beliebigen amerikanischen Highschool, glücklich verheiratet mit der Musikerin Laura (January Jones). Als seine Frau eines Abends auf dem Weg zu ihrem Auto auf brutalste Art und Weise ausgeraubt und vergewaltigt wird, muss Will zunächst hilflos auf einen Fahndungserfolg der Polizei hoffen, deren einziges Indiz ein vages Phantombild des Täters ist.

movie-paktderracheIn seiner bestürzten Verzweiflung irrt er im Wartebereich des Krankenhauses umher, in dem seine Frau medizinisch versorgt wird, während ihm vermutlich die ersten Gedankenspiele der Vergeltung durch den Kopf gehen. Plötzlich scheint seine Chance in greifbarer Nähe zu sein, als ihn der geheimnisvolle Fremde in Person von Simon (Guy Pearce) anspricht und ihm in Aussicht stellt, "man könne sich um den Verbrecher kümmern und verlange hierfür lediglich kleine Gefälligkeitsjobs als Gegenleistung". Nach anfänglichem Zögern stimmt Will dem Pakt zu und bekommt die folgenden Tage ein Foto des toten Verbrechers sowie die entwendete Halskette seiner Frau übermittelt. Der Gerechtigkeit scheint Genüge getan zu sein. Es dauert nicht lange, bis Simon sich mit der ersten harmlosen Observationsaufgabe meldet. Will erledigt den Job, ohne Fragen zu stellen und denkt, er wäre damit seine Schuldigkeit los. Dass dies ein fataler Irrtum ist, merkt er an einem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Er soll einen vermeintlichen Kinderschänder auf dessen täglichen Weg in die Arbeit von einer Brücke stoßen und es wie einen Unfall aussehen lassen.

Will zögert erneut, doch die Untergrundorganisation droht damit, seiner Frau etwas anzutun, wenn er sich weigern sollte. Nicolas Cage kommt nicht aus, er handelt, ein Unglück, der angebliche Sexualverbrecher kann seinen Opfern keinen Schaden mehr zufügen. Will ist ein Mörder und gerät ins Kreuzverhör der Polizei, die ihn ohne endgültige Beweise als Tatverdächtigen im Visier haben. Zu seinem Entsetzen muss der Lehrer dann feststellen, dass es sich beim Zielobjekt des Rachepaktes nicht um ein kriminelles Subjekt, sondern einen renommierten Journalisten handelte, der kurz davor war, die geheimen Machenschaften von Simon und der Organisation, der dieser angehört an die Öffentlichkeit zu bringen. Die einzige Chance unseres Hauptdarstellers, aus dieser Angelegenheit halbwegs heil herauszukommen, ist die Fortsetzung eben dieser Recherchen, denn trauen kann er mittlerweile niemandem, auch nicht seinem besten Freund. Der frühe Vogel bleibt weiter angriffslustig und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...



redakteur-alex

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
Wer einen Pakt der Rache eingeht, muss eigentlich auch mit Konsequenzen rechnen und gerät schneller in das Visier der Justiz, als man gedacht hätte. Verschwörungstheoretikern liefert der Film von Roger Donaldson gleichermaßen Gesprächsstoff wie Verfechtern einer besseren Gesellschaftsordnung und bleibt in meinen Augen trotz Starbesetzung mit Nicolas Cage dennoch „nur“ ein gefälliger Actionstreifen mit halbwegs interessanter Hintergrundgeschichte. Trotz aller Regiebemühungen, den Zuschauer zu verwirren, wirkt ein offenes Ende doch relativ vorhersehbar.

 
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