Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier PDF Drucken E-Mail
Games - PS3
Freitag, den 29. Juni 2012 um 17:24 Uhr

Der Makel „Mensch“.

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Review | Kritik | Bewertung
Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier (2012)

logo-gameworldBewertung: 4,5 von 6
Hersteller: Ubisoft
www.ghost-recon.ubi.com

Gefühlt ist es schon Jahre her, dass die Spielreihe Tom Clancy`s Ghost Recon uns mit einem Ableger beglückt hat. Tatsächlich gab es in den letzten Jahren ein paar Releases auf den Handheld-Konsolen, die aber kaum wahrgenommen wurden. Mit Ghost Recon: Future Soldier gibt es jetzt wieder einen nennenswerten Titel der Taktik-Shooter-Reihe. Dank Koop- und Mehrspieler-Modi steht dabei die Zusammenarbeit mit anderen menschlichen Wesen im Vordergrund. Tom Clancy ist ein bekannter Autor von Politthrillern. Jagd auf roter Oktober oder Stunde der Patrioten sind einige seiner Werke, die auch verfilmt wurden. Auch im Videospielbetrieb findet man den Namen sehr oft.


Leider sind die Handlungsstränge dieser Spiele nicht so geistreich und spannend, wie der mit ihnen verbundene Name vermuten lässt. Das gilt auch für das vorliegende Ghost Recon: Future Soldier. Als amerikanische Spezialeinheit jagt ihr ein paar terroristische Bombenleger durch die Welt, damit sie nicht Russland übernehmen können. Das war es auch schon von der Story-Front. Abwechslungsreicher ist da schon die militärische Front. Als Kopf einer Spezialeinheit steuert Ihr Eure Truppe aus der Ego-Perspektive durch verschiedenste Szenarien, wo Ihr Eure Feinde möglichst leise und unsichtbar aus dem Weg räumt. Es gibt ein Sumpfgebiet in Nigeria, eine Schneewüste auf der Arktis und ein Gefängnis in den Tiefen Russlands. Dank des intelligenten und auch umfangreichen Designs gibt es in diesem Punkt viel Abwechslung. Dem entgegen steht ein sehr linearer Spielaufbau, der kaum für Überraschungen sorgt. Auch die Grafik lässt manchmal zu wünschen übrig.

game-ghostreconfuturesoldierUm für die weiten Reisen und den Kampf gerüstet zu sein, habt Ihr einen ganzen Haufen Spezialausrüstung. Tarnanzug, Magnetkamera, Lenkdrohnen und anderes technisches Gerät. Das alles ist nicht sonderlich innovativ und neu. Spiele wie Crysis oder Metal Gear Solid haben da schon länger ähnliche Gadgets im Repertoire. Das eigentliche Herzstück des Spiels ist der taktische Teil. Spielt man alleine, gibt man seinen KI-Kollegen Anweisungen. Das funktioniert dank der klugen KI sehr gut. Manchmal sogar viel zu gut! Die programmierten Kollegen erledigen Eure Feinde so schnell und effektiv, dass man sich als fehlerhafter Mensch schnell nutzlos fühlt. Man kann ganze Abschnitte spielen, ohne selbst einen Finger am Abzug krümmen zu müssen, wenn man die entsprechenden Befehle gibt. So ist es als Einzelspieler recht leicht, das Spiel durchzuspielen. Vollkommen anders ist es im Koop. Mit anderen Spielern ist es wirklich eine Herausforderung. Vor allem wenn man die Endstatistik eines Levels verbessern und die Bonusziele erreichen will. Da kann irgendeinem, man selbst eingeschlossen, ein Fehlerchen unterlaufen und schon ist es mit der Schleicherei vorbei. Bleilastige Gefechte sind oft die Folge. So kommt es zu der etwas skurrilen Situation, dass Perfektionisten die Partner aus Bits und Bytes denen aus Fleisch und Blut vorziehen.

Mehr Spaß macht es aber gerade wegen der höheren Fehlerquote und dem sozialen Kontakt mit menschlichen Mitspielern. Darüber hinaus gibt es noch ein umfangreiches Mehrspieler-Angebot. Hier könnt Ihr eine Soldatenklasse wählen, die Ihr dann leveln könnt. Ihr erhaltet neue Fähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände. So entstehen ganz individuelle Helden. Das kann dann noch auf die Spitze getrieben werden durch das viel beworbene Gunsmith-Feature. Hier könnt Ihr Eure Waffen nach Eurem Ermessen gestalten. Das klingt erstmal sehr gut. Leider haben die eigenen Gestaltungen kaum eine Wirkung auf die Durchschlagskraft oder die Feuerrate der Waffe. Es handelt sich nur um ein kleines, recht schwerfällig zu bedienendes Gimmick. Als Alleinstellungsmerkmal in dem mittlerweile recht üppigen Angebot des Taktik-Shooter-Segment ist es sicher ungeeignet.



redakteur-sven

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Sven Sauerhammer ist der Meinung...
Ghost Recon: Future Soldier ist ein Spiel für Gruppenspieler. Am besten spielt man mit ein paar Kumpels die Kampagne im Koop-Modus. Alleine ist sie nicht sonderlich anregend. Aber im Koop hat man richtig Spaß und kann allerlei Taktiken ausprobieren. Auch die Mehrspielermodi sind gelungen. Letztlich bieten diese zwar nichts Neues, aber die Gadgets und das Schleichen bringen Schwung in den oft drögen Multiplayer-Alltag. Spieler, die gern mit anderen Spielern zusammenarbeiten, sind hier Gold richtig. Spieler, die mehr Wert auf eine gute Einzelkampagne legen, sollten vielleicht woanders suchen.

 
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