Merida - Legende der Highlands PDF Drucken E-Mail
Movies - Kino
Dienstag, den 17. Juli 2012 um 19:00 Uhr

3D-Märchen mit schottischem Akzent.

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Review | Kritik | Bewertung
Merida - Legende der Highlands (2012)

logo-lovefilmBewertung: 4 von 6
Produzent: Disney Pixar
www.disney.de/merida

Die Werke der Pixar Animation Studios in Kalifornien kennt heute wohl buchstäblich (fast) jedes Kind. Filme wie Toy Story, Die Monster AG oder Findet Nemo waren allesamt unglaubliche Kassenschlager und daher sind die Erwartungen an neue Werke aus der mit Disney kooperierenden Kreativschmiede naturgemäß hoch. Der neueste und mittlerweile schon 13. Animationsfilm von Pixar kommt Anfang August in die deutschen Kinos und trägt den Titel Merida - Legende der Highlands (englischer Originaltitel: Brave) und Generation One war bei der Vorpremiere in München mit dabei.


Die Hauptfigur des 3D-Streifens ist die unglaublich rotgelockte Merida, ihres Zeichens Prinzessin eines schottischen Königreichs im Mittelalter. Der Film beginnt mit der Szene von Merida's Geburtstag (ein Alter wird nicht angegeben, aber ich würde mal schätzen, es war der sechste oder siebte Geburtstag). Ihr Vater überreicht Merida zu diesem Anlass einen Bogen als Geschenk und die kleine Highlander-Göre freut sich enorm über dieses neue Spielzeug. Lediglich Königin Mutter ist nicht ganz so angetan von dem Geschenk des Gatten an die gemeinsame Tochter. Sie kann Waffen generell eher wenig abgewinnen und zudem vertritt sie die Ansich, eine Prinzessin solle sich eher der Handarbeit und dem Musizieren widmen, anstatt ihre Umgebung mit Pfeilen zu beharken. König Fergus aber ignoriert diese Einwände und erfreut sich einfach an dem Spaß, den die Kleine mit ihrem neuen Bogen hat.

movie-merida2Die idyllische Geburtstagsszene endet abrupt, als ein riesiger und wilder Bär aus dem Nichts auftaucht und die Familie attackiert. Wie es sich für einen waschechten Highlander gehört, greift König Fergus zum Speer und verteidigt seine Familie mit Waffengewalt. Die Szene bricht mitten im Kampf Mann gegen Bär ab und einen kurzen Augenblick lang befürchtet man als Zuschauer schon, dass der Film mit dem dramatischen Ableben von Merida's Vater beginnen könnte. Glücklicherweise erfährt man aber schon in der Folgeszene, die einige Jahre später spielt, dass sich der König bester Gesundheit erfreut. Beim Kampf mit dem Bären hat er “lediglich” ein Bein verloren, an dessen Stelle ein Holzfuß getreten ist. Ansonsten ist Fergus der gleiche Haudegen wie zuvor. Merida ist ebenfalls so wild und rotgelockt wie zu Beginn des Films, jedoch im fortgeschrittenen Teenager-Alter angelangt. Die Wildheit der Tochter erfreut jedoch Königin Elinor so gar nicht, denn eine Prinzessin sollte ihrer Auffassung nach in eleganten Gewändern durch das herrschaftliche Schloss wandeln, sich gesittet benehmen und sich in den schönen Künsten üben.

Merida hält davon allerdings nicht viel und reitet lieber mit ihrem Pferd durch die bunt und dreidimensional animierten Landschaften der schottischen Highlands und feuert Pfeile auf im Geäst von Bäumen platzierten Zielscheiben ab. Dass diese grundlegende Meinungsverschiedenheit, was das angemessene Benehmen für eine Prinzessin angeht, oftmals zu Zwistigkeiten zwischen Mutter und Tochter führt, kann man sich denken. Der Streit zwischen den beiden eskaliert aber, als Königin Elinor verkündet, dass die Zeit gekommen sei, da man Merida mit einem der Söhne der Clanchefs im Reich verheiraten sollte. Merida ist bestürzt von der Nachricht, dass bereits drei Anwärter von ihren Eltern ausgewählt wurden und diese auch in Kürze im heimischen Schloss eintreffen werden. Der royale Rotschopf hat nämlich so gar keine Lust auf Hochzeit und ein braves Eheleben, sondern möchte sein freies und wildes Leben selbstbestimmt weiterführen. Als die drei potenziellen Gatten dann tatsächlich auf dem Stammsitz von Merida's Familie eintreffen und sich allesamt als ziemliche Nieten herausstellen, beschließt die Königin, dass der geeignete Ehemann für ihre Tochter im Rahmen eines feierlichen Turniers ermittelt werden soll.

movie-meridaDie Prinzessin selbst darf die Disziplin wählen, in welcher sich die drei Kandidaten messen sollen und es überrascht wenig, dass Merida sich für das Bogenschießen entscheidet. Der Erfolg des Wettkampfes ist bescheiden und dass bei den Schießversuchen der drei Clan-Sprößlinge niemand verletzt wird ist eher dem Zufall geschuldet. Merida fasst den Entschluss, sich selbst an dem Turnier zu beteiligen und um ihre Freiheit zu kämpfen. Wie auch nicht anders zu erwarten, gewinnt die rothaarige Meisterschützin das Turnier. Königin Elinor ist - ebenfalls wenig überraschend - stinksauer über das ungebührliche Verhalten der Tochter und es kommt zu einem folgenschweren Streit zwischen beiden. Daraufhin flüchtet Merida hoch zu Ross aus dem elterlichen Schloss und mehr durch Zufall führt ihr Weg sie zu einen mystischen Steinkreis inmitten eines dichten Waldes. Merida wünscht sich, sie könne ihr Schicksal ändern und ihre Mutter davon überzeugen, dass die Ehe nicht das Richtige für sie ist. Überraschend eröffnet sich eine Chance, dies tatsächlich auch zu schaffen, allerdings entwickeln sich die Dinge anders, als Merida sich das ursprünglich gedacht hat und dramatische Entwicklungen nehmen ihren Lauf...

Merida - Legende der Highlands ist ein schön inszeniertes und buntes Mittelaltermärchen mit gelungenen und originellen Charakteren. Natürlich ist der Film in 3D produziert worden und um eine besondere Portion an Authentizität zu erreichen, wurde in der englischen Originalversion auch Wert auf schottischen Akzent gelegt. Die Figuren im Film schnattern in Englisch, wie es in den Highlands gesprochen wird und dies ist teils etwas schwer verständlich. Dennoch stimmt die Atmosphäre im Film und auch die musikalische Untermalung passt. Schade ist nur, dass die Story mit Ausnahme einer halbwegs überraschenden Wendung in der Mitte des Films relativ vorhersehbar ist und mit wenig Raffinesse aufwartet. Es handelt sich um ein nettes Märchen, das die simple Parabel vermittelt, dass Kinder auf ihre Eltern hören sollten. Natürlich erwartet man aber von Disney auch keine hochkomplexe Handlung und das obligatorische Happy End gehört historisch gesehen irgendwie auch dazu.



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Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Markus Birner ist der Meinung...
Merida - Legende der Highlands ist Popkorn-Kino für die ganze Familie. Wie man es von Pixar gewohnt ist, erwartet die Zuschauer ein buntes 3D-Abenteuer mir lustigen und sympathischen Charakteren. Auch die Gags sind witzig inszeniert und sorgen für einige Lacher beim Kinopublikum. Leider fand ich die Geschichte insgesamt etwas dünn und vorhersehbar. Dennoch ist Disneys neuester Animationsfilm sehenswert und Kinder von 6 bis 12 Jahren werden sicherlich ihren Spaß haben. Für Erwachsene ist Merida wohl etwas zu simpel gestrickte Kinokost. Fazit: Ein netter und unterhaltsamer Familienfilm, aber mehr auch nicht.

 
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