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Movies -
Blu-ray Disc
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Sonntag, den 22. Juli 2012 um 17:26 Uhr |
Teenie-Gruselhorror mit weißem Rauschen.

Review | Kritik | Bewertung Playback (2012)
Bewertung: 3 von 6 Studio: Senator www.senator.de
Wenn Hollywood-Stars sich für unabhängige, kleine Produktionen begeistern und einwilligen, bei einem solchen Film mit – für ihre Verhältnisse – winzigem Budget von ein paar Millionen Dollar mitzuwirken, dann hat das meist einen guten Grund. Da liegt ein Stoff mit enormen Erfolgspotential vor, im besten Falle in Kombination mit einem jungen, talentierten Filmemacher, der darauf brennt, seine ersten Spuren im großen amerikanischen Kino zu hinterlassen. Harvey Keitel hat das seinerzeit bei Quentin Tarantino erkannt, als er in seinem ersten Film Reservoir Dogs mitwirkte und ganz nebenbei noch die Finanzierung auf die Beine stellte und er wird es ob des Kultcharakters, den sowohl Film als auch der verantwortliche Regisseur heute haben, wohl kaum bereuen.
Unterstellen wir Christian Slater mal, dass er sich mit einer ähnlich noblen Motivation für den bizarren Horrorfilm Playback und Regisseur Michael A. Nickles (wahrlich kein Youngster mehr und vielen vielleicht als Jim Morrison Darsteller in Wayne's World 2 bekannt) hergegeben hat. In Nickles' Film wird der junge und von vornherein wenig sympathische Außenseiter Quinn (Toby Hemingway) von der bösen Seele des Mörders Harlan Diehl (Luke Bonczyk) besessen, der vor vielen Jahren im Blutrausch seine Adoptivfamilie umgebracht hat. Er macht sich auf die Suche nach dem einzigen Überlebenden des Massakers von damals, dem kleinen Baby dessen Adoptivschwester.
Der Teenager Julian (Johnny Pacar), der die Ereignisse um die Diehl-Morde in einem Film für ein Schulprojekt nachstellen will, wird unweigerlich in die Geschichte mit hineingezogen, und auch der Cop Frank Lyons (eingangs erwähnter Christian Slater) ist in den Rachefeldzug des zurückgekehrten Diehls involviert... Das Spiel mit dem Medium Video, das in Playback das Kernthema darstellt, ist wahrlich nicht neu – spätestens seit Gore Verbinskis Version von The Ring gelten flackernde Fernsehbildschirme schließlich als sichere Vorboten für wenig heilvolle Ereignisse. Leider gelingt es Regisseur und Autor Nickles nicht, den Eindruck des schon einmal Dagewesenen gänzlich abzustreifen, auch wenn sein Rekurrieren auf die Geschichte des Films und den ersten je hergestellten Film überhaupt durchaus das Potential dazu hätte. So begnügt sich Playback mit angedeuteten, aber nie befriedigend wirkenden Erklärungen für das Abschlachten des in Form von willigen Teenagern herumlaufenden Freiwilds, welches der mitunter ziemlich albern geschminkte Toby Hemingway bereitwillig aufs Korn nimmt – freilich erst, nachdem er dessen Seele mit seiner Videokamera „aufgesaugt“ hat.
Was – zur Hölle! – aber eigentlich Christian Slater in diesem Film zu suchen hat, das scheint sich der aus zu Klassikern avancierten Meisterwerken wie Der Name der Rose oder Interview mit einem Vampir bekannte Star-Schauspieler bisweilen selbst zu fragen. Weder er noch seine Rolle haben irgendeine größere Bedeutung für Playback, außer, dass sein Gesicht werbewirksam auf dem Cover der DVD bzw. Blu-ray prangt (und ganz nebenbei den völlig falschen Schluss zulässt, er sei der Protagonist von Playback, Anm. der Red.). Ja, man könnte mit einiger böswilliger Absicht sogar behaupten, Slaters Rolle des Polizisten Frank ließe sich aus dem Plot herauskürzen, ohne ein erwähnenswertes Loch zu hinterlassen – ein sicherer Indikator dafür, wie sinnlos sein Auftritt für die erzählte Geschichte eigentlich ist.
Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung
David Liese ist der Meinung… Dennoch ist Playback beiweitem kein schlechter Film. Insbesondere Toby Hemingway spielt den Besessenen glaubwürdig und unterhaltsam, und wem das noch nicht genug ist, der findet in den zum Teil doch ganz anschaulichen weiblichen Darstellern seine Portion Kurzweil. Das Potential für einen Kultfilm hat aber Playback allerdings so gar nicht. Der Eindruck, den er damit hinterlässt, ist eher der eines durchschnittlichen Teenie-Horrorfilms mit einigen gehörigen Aussetzern – oder, um im Bild zu bleiben: weißem Rauschen.
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