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Music -
Electronic - House
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Sonntag, den 10. März 2013 um 14:46 Uhr |
Die brave Revolution von Laing.

Review | Kritik | Bewertung Laing - Paradies Naiv (2013)
Bewertung: 4,5 von 6 Label: Universal Music www.universal-music.de/laing
Möglicherweise sagt der Name der Laing noch nicht Jedem etwas. Wahrscheinlich dürften aber viele schon einmal den Titel Morgens immer müde gehört haben, der von den vier Berliner Damen neu interpretiert wurde, die hinter Laing stehen. Bei dem Song handelt es sich um ein modernes Cover eines Stücks von Trude Herr aus dem Jahre 1960. Zwar sind die beiden Versionen textuell gleich, aber stilistisch und instrumentell findet man wenig Übereinstimmung. Während das Original der Belustigung der Wirtschaftswunder-Generation diente, handelt es sich bei der Version von Laing, welche die Band auch beim Bundesvision Song Contest 2012 vortrug, um eine Elektro-Pop-Version mit sehr reduzierter und rein elektronischer Instrumentalisierung, die aber dennoch ungemein ins Ohr geht und das Original in Sachen Lebendigkeit und Pep locker in die Tasche steckt. Das Musikprojekt Laing hat nun Anfang März 2013 ihr Debütalbum Paradies Naiv veröffentlicht und ich war hochgespannt, ob die anderen zehn Songs neben Morgens immer müde in ebensolchem Stil gehalten sind und ähnlichen Ohrwurmcharakter besitzen.
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Electronic - House
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Sonntag, den 17. Februar 2013 um 12:35 Uhr |
In Freiheit gefangen.

Review | Kritik | Bewertung Borko - Born To Be Free (2012)
Bewertung: 3 von 6 Label: Morr (Indigo) www.myspace.com/borkoborko
Als ich mir das Cover der neuen CD des isländischen Musikers Borko angesehen habe, erlebte ich ein Dejá vú. Buschiger Bart und mächtige Hornbrille - irgendwie erinnerte mich das etwas an den kanadischen Sänger Ben Caplan, dessen Debütalbum wir vor einigen Monaten bewertet haben. Dementsprechend war ich auch gespannt auf die Klänge, die sich auf Born To Be Free verbergen. Doch statt einer kreativen Mixtur von Independent Pop und Gipsy Soul hat Borko sich für einen Stil entschieden, der hin- und herpendelt zwischen experimentellem Elektrosound und ruhelos wirkendem Folk-Pop.
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Mittwoch, den 14. November 2012 um 19:28 Uhr |
Bratzenmusik deluxe.

Review | Kritik | Bewertung Bratze - Highlight (2012)
Bewertung: 5 von 6 Label: Audiolith (Broken Silence) www.bratze.eu
Der Bandname Bratze wirkt zunächst ein wenig merkwürdig. “Da denkt man doch immer erst mal an die berühmt berüchtigte Kackbratze”, dachte ich mir. Dementsprechend skeptisch habe ich mich auch an das neue Album des so getauften Elektropunk-Projektes aus Hamburg herangetastet. Bereits nach dem ersten Track war mir aber klar, dass ich die Skepsis getrost über Bord werfen kann, denn was Kevin Hamann und Norman Kolodziej mit der Platte Highlight geschaffen haben, macht dem Namen alle Ehre.
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Sonntag, den 11. November 2012 um 14:28 Uhr |
Der Mob bestimmt die Tanzregeln.

Review | Kritik | Bewertung Various Artists - Step Up 4: Miami Heat (2012)
Bewertung: 4 von 6 Label: Interscope Records www.stepupmovie.com
Das Grundprinzip moderner Tanzfilme dürfte mittlerweile jedem bekannt sein… Weil es sich schon in unzähligen Vorgängerfilmen bewähren konnte, wird auch am Kernkonzept von Step Up 4: Miami Heat außer einem Locationwechsel, weiteren unbekannten Jungschauspielern (sofern man die primär tänzerisch begabten Protagonisten des Films überhaupt so bezeichnen möchte) und auf ein Minimum reduzierter zusammenhangsloser Rahmenhandlung festgehalten. Ein junges Liebespaar, das sich über rhythmische Bewegungen kennenlernt, mit den Widrigkeiten differenzierter sozialer Herkunft zu kämpfen hat und irgendwo gibt es noch ein riesiges Preisgeld, das man unbedingt durch seine Tanzdarbietungen gewinnen muss, um alle Sorgen aus der Welt schaffen zu können.
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Sonntag, den 14. Oktober 2012 um 19:40 Uhr |
Seichter Elektro-Pop aus Brighton.

Review | Kritik | Bewertung Kidda - Hotel Radio (2012)
Bewertung: 3 von 6 Label: Go Jimmee (Groove Attack) www.kiddamusic.com
Für all jene, denen der Name Kidda an dieser Stelle noch nichts sagen sollte, hier erst mal eine kurze Vorstellung. Hinter dem kurzen und einprägsamen Künstlernamen verbirgt sich der britische Elektro-Musiker und Videoproduzent Ste McGregor. Dieser macht bereits seit knapp acht Jahren Musik und veröffentlichte schon diverse Singles. Im Jahr 2008 kam dann sein Debütalbum mit dem Titel Going Up und im Jahr 2012 erschien nun sein zweites Album Hotel Radio. Beide Platten wurden von dem im südenglischen Brighton befindlichen Skint Records veröffentlicht, das auch schon Norman Cook alias Fatboy Slim produzierte. Beide Künstler, Kidda und Fatboy Slim haben aber nicht nur die gleiche Plattenfirma, sie sind sich sogar stilistisch ähnlich.
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Donnerstag, den 11. Oktober 2012 um 20:10 Uhr |
Elektro-Klang zum Sprechgesang.

Review | Kritik | Bewertung AB Syndrom - Alles Deins (2012)
Bewertung: 1 von 6 Label: Herr Direktor www.absyndrom.de
Was tun, wenn man Anfang zwanzig ist, zu viel Zeit hat und irgendwie seine kreative Ader ausleben möchte? In früheren Jahrhunderten hätte man sich wohl mit einer Leinwand in ein Sonnenblumenfeld gestellt und Bilder gemalt, wäre schnell gealtert, hätte sich irgendwann im Absinth-Rausch ein Ohr abgeschnitten und wäre eines Tages als darbendes und verkanntes Genie mittellos gestorben. Heute ist es für Menschen mit kreativem Triebstau leichter und ungefährlicher sich auszuleben und selbst mit begrenzten musikalischen Mitteln kann man heutzutage versuchen, eine CD aufzunehmen. Wenn das dann auch noch tatsächlich gelingt, hat man es doch schon weit gebracht, oder?
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Donnerstag, den 23. August 2012 um 19:04 Uhr |
Durchwachsene Elektroklänge aus Belgien.

Review | Kritik | Bewertung Netsky - 2 (2012)
Bewertung: 3 von 6 Label: Hospital (Groove Attack) www.netskymusic.com
Der belgische DJ Netsky (bürgerlicher Name: Boris Daenen) hat in diesem Jahr sein zweites Album veröffentlicht und dieses ganz schlicht mit 2 betitelt. Darauf zu finden sind insgesamt 17 Tracks, die genretechnisch dem sogenannten Liquid Funk zuzuordnen sind. Dieses Untergenre des Drum’n’Bass zeichnet sich zwar ebenfalls durch die Grundlinie von schnellen, sich permanent wiederholenden Samples von Drums und Bässen aus, darüber werden aber nicht jene harten und kantigen Klänge gelegt, die für klassischen Drum’n’Bass charakteristisch sind, sondern eher leichte, funkige und manchmal sogar leicht jazzig klingende Elemente. Dadurch wirken die Songs flüssiger, eingängiger und etwas massenkompatibler. Dies muss nicht bedeuten, dass Liquid Funk deshalb “weichgespült” klingt, wird aber in einem Musiklexikon als “Drum’n’Bass-to-go” bezeichnet, da er nicht nur im Umfeld von Clubs und Discos konsumierbar ist, sondern auch durchaus im privaten Umfeld genießbar. Soviel zur Musiktheorie...
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Freitag, den 27. Juli 2012 um 17:40 Uhr |
Ein über-flüssiges Album.

Review | Kritik | Bewertung Durstlöscher - Feierbiester (2012)
Bewertung: 0 von 6 Label: Ferryhouse Productions www.wirsinddurstloescher.de
Heute ist ein denkwürdiger Tag, denn heute hat etwas ganz Besonderes seinen Weg auf meinen Schreibtisch gefunden. Ich habe das Album Feierbiester des Dancefloor-House-Projekts Durstlöscher aus einem braunen Umschlag gezogen, in die Anlage gelegt und mir die insgesamt 14 Tracks angehört. Ich lege Wert auf dieses recht sachliche Intro, denn in den nun folgenden Absätzen wird es mir schwer fallen, sachlich oder ernsthaft zu bleiben, so sehr ich mich auch bemühe. Doch zunächst, wie immer, etwas Vorab-Info über die “Künstler” hinter dem Werk.
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