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Donnerstag, den 23. Mai 2013 um 18:09 Uhr |
Wer die Sonne verdunkeln möchte…

Review | Kritik | Bewertung Sevendust - Black Out The Sun (2013)
Bewertung: 3,5 von 6 Label: Warner Music www.sevendust.com
Befragt man eine Band wie Sevendust nach einer Eingruppierung ihrer Musik in bestimmte Stilrichtungen, würden sie sich selbst wohl als „irgendetwas zwischen Heavy, Rock und Metal“ bezeichnen, weil eine exakte Definition von Post-Grunge bis Nu-Metal einfach sehr schwerfällt. Befragt man die fünf Herren um Leadsänger Lajon Witherspoon, den Bassisten Vince Hornsby, die beiden Gitarristen Clint Lowery und John Connolly sowie Drummer Morgan Rose zu ihrer Karriere, die 1994 noch als Crawlspace und einem Beitrag für den Mortal Kombat Soundtrack (My Ruin) begann, würden sie in Erinnerungen an so manche Höhen und Tiefen schwelgen.
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Mittwoch, den 22. Mai 2013 um 19:21 Uhr |
Deutlich mehr als typischer Disturbed Vibe.

Review | Kritik | Bewertung Device - Device (2013)
Bewertung: 5,5 von 6 Label: Warner Music www.deviceband.com
Wer sich im vergangenen Jahr als Kinobesucher am vierten Teil der Underworld Fantasy-/ Horrorfilmreihe erfreute, dürfte sich ein gewisses Klangbild des Soundtracks gemerkt und vielleicht sogar liebgewonnen haben. Ein futuristisch anmutender Industrial Rocksound, den man von Genretypischen Bands wie Nine Inch Nails kennt, beeinflusste mitunter auch das Klangbild der Gruppe Filter und somit jene musikalische Prägung ihres Gitarristen Geno Lenardo. Dieser beteiligte sich mit einigen Stücken für den Score von Underworld: Awakening und konnte den Disturbed Sänger David Draiman für seine Arbeit begeistern, schließlich hatte dieser nach der Verkündung einer Pause mit unbestimmter Länge seiner Alternative Metalband gegen Ende 2011 Zeit und Lust auf Neues.
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Sonntag, den 12. Mai 2013 um 16:34 Uhr |
Das Warten hat sich gelohnt!

Review | Kritik | Bewertung HIM - Tears on Tape (2013)
Bewertung: 5 von 6 Label: We Love Music (Universal) www.heartagram.com
Was lange währt, wird endlich gut. Die finnische Dark-Metal Band HIM, die bereits im Jahr 1995 gegründet wurde, hatten ihre größten Erfolge um die Jahrtausendwende, als sie mit ihrem zweiten Album Razorblade Romance international so richtig durchstarteten. Wem ist aus der damaligen Zeit wohl nicht immer noch Join Me ein Begriff – um nicht zu sagen ein Song, bei dem man wahrscheinlich nach wie vor noch ohne Probleme zumindest den Refrain mitsingen kann. Nach diesem grandiosen Auftakt folgten noch einige weitere Alben, bei denen uns die Finnen zeigten, dass sie sich nicht ganz auf eine Stilrichtung festlegen wollen und immer wieder für eine Überraschung gut sind.
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Donnerstag, den 09. Mai 2013 um 09:03 Uhr |
Wann ist der Mensch ein Mensch?

Review | Kritik | Bewertung Hassliebe - Sklave der Neuzeit (2013)
Bewertung: 4,5 von 6 Label: Mucky Pup Music www.hassliebe.de
Betrachtet man nun rein das brachiale Cover des Albums, vermutet man im ersten Moment ein aufwühlend aggressives Stück Musik, das vor allem Eines möchte: um jeden Preis die nötige Aufmerksamkeit erregen. Vielleicht bestärkt ein Bandname wie Hassliebe diesen Eindruck auch noch und drängt womöglich falsche Assoziation einer gewissen Zielgruppe auf, was nach 53 Minuten Gesamtspieldauer von Sklave der Neuzeit vollkommen absurd erscheint. Die Herren aus dem bayerischen Harburg haben tatsächlich etwas zu sagen und transportieren ihre Messages in einem wirkungsvollen Soundgewand aus wuchtigem Heavy Metal gepaart mit trotziger Punk-Attitüde.
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Sonntag, den 13. Januar 2013 um 17:43 Uhr |
Das waren noch Zeiten…

Review | Kritik | Bewertung Rage Against The Machine - RATM XX (2012)
Bewertung: 3 von 6 Label: Sony Music www.ratm.com
Sammlerstücke sind etwas Feines, auch wenn ich dem kreativen Gestalter der Pappschuber-Box zum 20. Jubiläum eines echten Meilensteins des Crossover Musikgenres wie dem gemäß Bandnamen betitelten Debütalbum Rage Against The Machine am liebsten eine ordentliche Kopfnuss verpassen würde. Wenn ich mir schon aus irgendwelchen nostalgischen Gründen die XX-Ausgabe zulege, dann möchte ich eigentlich nicht die einzelnen Silberlinge mühsam rausfriemeln müssen, so dass sich schön viele Fingerabdrücke auf der Unterseite sammeln.
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Dienstag, den 11. Dezember 2012 um 18:44 Uhr |
Alt, bunt und immer noch geil.

Review | Kritik | Bewertung Kiss - Monster (2012)
Bewertung: 4 von 6 Label: Universal www.kissonline.com
37 Jahre ist es her, dass die musikalischen Dinosaurier von Kiss ihren selbstbetitelten Erstling aus dem Presswerk hoben. Seit fast vier Jahrzehnten werfen sich die vier Männer aus New York in ihre mittlerweile ikonischen Outfits und bringen schmissigen, rotzigen und zuweilen etwas arg radiotauglichen Hardrock auf die Bühnen und in die CD-Player der Welt. Auch ihr nunmehr zwanzigstes Studioalbum Monster stellt für die dauerbemalten Rocklegenden kein Haltesignal dar. Im Gegenteil versprechen Kiss für ihr Jubiläumsalbum eine Rückbesinnung auf alte Tage und das Ende von Trennungs-Hickhack und Schnulzen-Singles: „No fillers, no ballads“ kündigt das Booklet an und dieses Versprechen hält die Scheibe. Hell, yeah.
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Sonntag, den 09. Dezember 2012 um 16:22 Uhr |
Skandalös hoch 3?

Review | Kritik | Bewertung Der W - III (2012)
Bewertung: 4 von 6 Label: 3R Entertainment (Tonpool) www.der-w.de
Wie startet man eigentlich geschickterweise eine Plattenkritik zum neuen Album eines Solokünstlers, dessen Bandvorgeschichte einen langen Rattenschwanz an politisch-motivierten Orientierungsdebatten nach sich zieht? Indem man sie bestenfalls einfach ignoriert und das Böhse Onkelz Phänomen, zerrissen von Empörung und Begeisterung gleichermaßen ruhen lässt. Schließlich handelt es sich bei dem schlicht betitelten III bereits um das dritte Release des ehemaligen Onkelz Bassisten Stephan Weidner, der damals schon für die Texte der wohl umstrittendsten deutschen Rockband überhaupt verantwortlich war und seit deren Auflösung im Jahr 2005 als Der W auch gesanglich in Erscheinung tritt.
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Sonntag, den 02. Dezember 2012 um 07:42 Uhr |
Pragmatischer Metal, mal hart, mal sanft.

Review | Kritik | Bewertung Fire on Dawson - Seven Billion And A Nameless Somebody (2012)
Bewertung: 4 von 6 Label: Degressive Records www.fireondawson.com
Wenn ich mich auf das Schreiben eines Musik-Reviews über eine Band, die ich nicht kenne vorbereite, versuche ich meist zu verstehen, wo der besondere Charakter des Künstlers oder der Gruppe zu verorten ist. Ich bemühe mich, erwähnenswerte Details zu finden, die es mir leichter machen, ein gefälliges Intro zu verfassen, um dann irgendwann auf die eigentliche Substanz sprechen zu kommen: die Musik. Im Falle der in Karlsruhe beheimateten Band Fire on Dawson fiel mir das etwas schwer. Ich fand nicht viel mehr als trockenes Faktenwissen: 2006 gegründet, durchlebte die Band sowohl einige personelle Wechsel als auch eine stilistische Veränderung von funkigem Rock hin zu mäßig hartem Metalsound.
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