Review | Kritik | Bewertung @ Generation One
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| Stories - Konzertberichte | |||
| Dienstag, 03. Oktober 2006 um 15:08 Uhr | |||
Missy Elliott - Respect M.E. Tour 2006 01. Oktober 2006 Jako Arena (Bamberg) Die Ausnahmerapperin Missy „Misdemeanor“ Elliott released nach 10 Jahren im Rapgame ihr offensichtlich längst überfälliges Best Of-Album mit dem Titel „Respect M.E.“ und präsentiert darauf die größten Hits ihrer bisherigen sechs Studioalben. Aus diesem Anlass besuchte die US-Rapperin auch Europa, um dem begeisterten Publikum live zu zeigen, warum gerade sie diejenige ist, die als erste Frau in der Männerdomäne HipHop kommerziell erfolgreich war und diesen besonderen Status erreichte, der ihr heute als anerkannte Künstlerin im Business zusteht. Auch die deutschen Fans durften sich über 2 Konzerte in den Städten Berlin und Bamberg freuen. Die Chance, Missy Elliott in Aktion auf der Bühne zu erleben, ließ auch ich mir nicht entgehen und nahm dank der Bookingagentur von Streetlife Entertainment, die sich um die gesamte Tourbetreuung kümmerte, selbst den Termin in Bamberg wahr. Wer Missy Elliott schon einmal bei MTV Cribs gesehen hat, der weiß tatsächlich, wie so ein XXL-Lifestyle auszusehen hat... Also musste ich mir etwas einfallen lassen, um standesgemäß aufzutreten, wenn ich schon von einem echten US-Superstar berichte. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich dafür, die Reise nach Bamberg mit dem Auto anzutreten. Nicht irgendein Auto... nein, es musste schon ein großer Jeep sein! Für einen Hummer hat es nicht ganz gereicht, aber ein bulliger Land Rover reichte für den Anfang auch. Jetzt musste nur noch das richtige Styling her um das Gesamtbild anzugleichen bzw. abzurunden. Zum Glück hatte ich von Kickz speziell zu diesem Anlass ein Paket mit dem passenden Outfit erhalten. Als Footwear die Weiterentwicklung des legendären H1ke Winterboots als mk4-Version in der Farbe honey/weiß. Dieser Schuh besticht durch die Lederverarbeitung, die hohe Atmungsaktivität und gleichzeitig eine enorme Robustheit. Modisch top zu jeder Jeans ist er obendrein. Dazu dann die extra weit geschnittene Sin city baller Jeans mit besonders aggressivem Look und das schwarze Frequency Shirt (besitzt irgendwie diesen klassischen Reporterlook dank des Logos) – ebenfalls aus der aktuellen Step in the arena (S.I.T.A.) Herbst-/Winterkollektion von k1x. Highlight des Pakets war und ist ohne Zweifel der Goosebump defender, eine gigantische Daunenjacke mit zahlreichen Taschen und aufwendigen Applikationen – eine Wahnsinns-Winterjacke, bei der man selbst die Temperaturen der Antarktis nicht mehr fürchten müsste und sich quasi im Alleingang den Respekt in der Hood einhandelt. Ok, kalt genug für die fette Winterjacke war es noch nicht, also ab damit auf die Rückbank des Freelanders und los nach Bamberg. Die Autofahrt ereignete sich angenehmer als gedacht, denn es gab kaum Staus oder sonstige Unterbrechungen, was wahrscheinlich daran lag, dass Sonntags keine bzw. nur spezielle LKWs auf der Autobahn unterwegs sein dürfen. In der Audioanlage wurden natürlich die Tunes von Missy’s ersten vier Alben gepumpt, da sich „Supa Dupa Fly“, „Da Real World“, „Miss E... So Addictive“ und „Under Construction“ auch in meiner persönlichen CD-Sammlung befinden. Nach knapp 90 Minuten Fahrt und erfolgreicher Parkplatzsuche auf dem Gelände der Jako Arena in Bamberg begab ich mich mit meiner Begleitung in Richtung Eingang. Vor diesem stand dann tatsächlich eine extra lange Stretch-Limousine aus dessen Innenraum wild bouncende Beats ertönten. Ob sich Missy Elliott darin mental und stimmungstechnisch auf ihren Auftritt vorbereitete, bleibt fraglich – ein Eyecatcher war diese Limo auf jeden Fall! Nun ja, was kommt einem semi-professionellen Journalisten als erstes in den Sinn, wenn man den Ort der Berichterstattung erreicht hat? Essen!?! Beste Lösungsmöglichkeit für diesen inneren Drang schien auf den ersten Blick die riesige American Sports Bar direkt an der Arena zu sein. Gestärkt von einer geschmacklich recht passablen Pizza (ich hätte wohl doch lieber einen Burger nehmen sollen) konnte es in das Innere der Halle gehen. Man war doch schon sehr gespannt, was sich dort denn seit einer gewissen Zeit abspielen würde, schließlich konnte man allerhand kreischende Mädels zwischen den Soundeinlagen des DJ-Teams, das die Menge anheizen sollte, vernehmen. Erster Eindruck: die Jako Arena, vermutlich ursprünglich als Eishockeyhalle konzipiert, ist ein ganzes Stück weit kleiner als unsere Donauarena in Regensburg. Die Besorgnis um akuten Platzmangel war jedoch unbegründet, denn bis zum Auftritt von Missy füllte sich zwar die Halle, aber man hatte definitiv viel individuellen Raum. Ein geschulter Blick in die Menge verriet mir, dass Missy Elliott besonders für in Deutschland lebende Amerikaner ein heißes und interessantes Thema zu sein schien. Das Publikum war eigentlich recht bunt gemischt: es gab junges Publikum, ältere Semester, Leute in lässigen HipHop-Outfits, „Normalos“ und sogar Rock-Ambitionierte (wenn man das bei dunklen Lederoutfits so pauschalisieren kann). Ein Kollege der journalistischen Berichterstattung fiel mir auch sofort ins Auge bzw. eher schlecht ins Gemüt. Denn es gibt sie leider - und zwar unvermeidlich - die Sorte von Reportern, die von regionalen / überregionalen Zeitungen stammen und von ihren Chefredakteuren „dazu verdonnert werden“, hierher zu kommen. Die Langeweile und das Desinteresse war dem Typen mittleren Alters förmlich ins Gesicht geschrieben. Ich finde, in einem Solchen Fall könnte der entsprechende Herr ruhig zu Hause bleiben und seine Frau nerven. Es gibt mit Sicherheit genügend engagierte Nachwuchsreporter, die sich darum reißen würden, von diesem Event berichten zu dürfen... Genug abgeschweift, kommen wir zum Wesentlichen. Der kanadische Womanizer und R&B-Star Shawn Desman eröffnete als Support-Act die Show und performte zusammen mit einigen Tänzern und Tänzerinnen doch sehr anschaulich und mitreißend. Ihn als strictly for the ladies zu bezeichnen, wäre wohl einfach, aber sich nur in Unterhemd dort vorne auf die Bühne zu stellen, hätte alleine kaum ausgereicht. Gesanglich hatte Shawn Desman so einiges zu bieten und als gegen Ende seiner Show der mir bekannte Beat zu seiner Hitsingle „Let’s Go“ ertönte, hatte ich diesen Aha-Effekt: ach, das ist Shawn Desman!! Kurz nach 21 Uhr war es dann endlich soweit und Missy „erschien“ dem tobenden Publikum, das sie vorher lautstark in „We want Missy!“-Chören on Stage beorderte. An Songmaterial hatte Missy Elliott so einiges mit im Gepäck, allerdings – und das darf ich schon vorweg nehmen – wurden viele Titel nur ansatzweise skizziert und lediglich 4-5 Nummern komplett abgespielt. Zwischendurch gab es immer wieder spektakuläre sowie sexy Tanzeinlagen der mitgereisten Crew, sprich: es wurden viele Einflüsse der HipHop-Kultur (dazu gehört eben auch Breakdance) integriert. Missy und ihr Backup-MC waren auch stets bemüht, das Publikum durch lockere Sprüche zu entertainen... vielleicht hat die Rapperin für meinen Geschmack auch ein bisschen zu viel geredet oder sich zu oft in den Hintergrund begeben, um den Dancern ihren Raum für künstlerische Entfaltung zu geben. Ich hätte mir einfach mehr MISSY gewünscht! Diesen Wunsch erfüllte sie zumindest ansatzweise, indem sie sich in die Menge begab um (natürlich umringt von Bodyguards) die Halle von einem Eck zum anderen zu durchlaufen und sich feiern zu lassen. Ein paar extra Souvernirs gab es auch in Form von Missy’s Schuhen, Shirts der Tänzer... eben alles, was sich auf der Bühne in greifbarer Nähe befand und entbehrlich erschien. Zum krönenden Abschluss wurde ein beeindruckendes Lichtermeer zum Gedenken an verstorbene Künstler wie Aaliyah und Lisa „Left Eye“ Lopes gebildet. Bevor das riesen Chaos (wenn plötzlich alle Heim wollen) ausbrach, spurtete ich mit meiner Begleitung in Richtung Parkplatz und wir begaben uns auf die Heimreise. Erneut keinerlei Stau und so waren wir exakt um Mitternacht mit einer gehörigen Menge an Eindrücken wieder zurück in Regensburg. Meine dringende Empfehlung für das nächste Mal, wenn Missy Elliott wieder nach Deutschland kommen sollte: Sichert Euch ein Ticket, fahrt auf jeden Fall zu einem ihrer Konzerte und lasst Euch begeistern – es lohnt sich definitiv! Exklusive Berichterstattung, Alexander Riede (Generation One)
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Missy Elliott -
Auch die deutschen Fans durften sich über 2 Konzerte in den Städten Berlin und Bamberg freuen. Die Chance, Missy Elliott in Aktion auf der Bühne zu erleben, ließ auch ich mir nicht entgehen und nahm dank der Bookingagentur von Streetlife Entertainment, die sich um die gesamte Tourbetreuung kümmerte, selbst den Termin in Bamberg wahr. Wer Missy Elliott schon einmal bei MTV Cribs gesehen hat, der weiß tatsächlich, wie so ein XXL-Lifestyle auszusehen hat... Also musste ich mir etwas einfallen lassen, um standesgemäß aufzutreten, wenn ich schon von einem echten US-Superstar berichte. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich dafür, die Reise nach Bamberg mit dem Auto anzutreten. Nicht irgendein Auto... nein, es musste schon ein großer Jeep sein! Für einen Hummer hat es nicht ganz gereicht, aber ein bulliger Land Rover reichte für den Anfang auch. Jetzt musste nur noch das richtige Styling her um das Gesamtbild anzugleichen bzw. abzurunden.
In der Audioanlage wurden natürlich die Tunes von Missy’s ersten vier Alben gepumpt, da sich „Supa Dupa Fly“, „Da Real World“, „Miss E... So Addictive“ und „Under Construction“ auch in meiner persönlichen CD-Sammlung befinden. Nach knapp 90 Minuten Fahrt und erfolgreicher Parkplatzsuche auf dem Gelände der Jako Arena in Bamberg begab ich mich mit meiner Begleitung in Richtung Eingang. Vor diesem stand dann tatsächlich eine extra lange Stretch-Limousine aus dessen Innenraum wild bouncende Beats ertönten. Ob sich Missy Elliott darin mental und stimmungstechnisch auf ihren Auftritt vorbereitete, bleibt fraglich – ein Eyecatcher war diese Limo auf jeden Fall! Nun ja, was kommt einem semi-professionellen Journalisten als erstes in den Sinn, wenn man den Ort der Berichterstattung erreicht hat? Essen!?! Beste Lösungsmöglichkeit für diesen inneren Drang schien auf den ersten Blick die riesige American Sports Bar direkt an der Arena zu sein. Gestärkt von einer geschmacklich recht passablen Pizza (ich hätte wohl doch lieber einen Burger nehmen sollen) konnte es in das Innere der Halle gehen.
Man war doch schon sehr gespannt, was sich dort denn seit einer gewissen Zeit abspielen würde, schließlich konnte man allerhand kreischende Mädels zwischen den Soundeinlagen des DJ-Teams, das die Menge anheizen sollte, vernehmen. Erster Eindruck: die Jako Arena, vermutlich ursprünglich als Eishockeyhalle konzipiert, ist ein ganzes Stück weit kleiner als unsere Donauarena in Regensburg. Die Besorgnis um akuten Platzmangel war jedoch unbegründet, denn bis zum Auftritt von Missy füllte sich zwar die Halle, aber man hatte definitiv viel individuellen Raum. Ein geschulter Blick in die Menge verriet mir, dass Missy Elliott besonders für in Deutschland lebende Amerikaner ein heißes und interessantes Thema zu sein schien. Das Publikum war eigentlich recht bunt gemischt: es gab junges Publikum, ältere Semester, Leute in lässigen HipHop-Outfits, „Normalos“ und sogar Rock-Ambitionierte (wenn man das bei dunklen Lederoutfits so pauschalisieren kann).
Kurz nach 21 Uhr war es dann endlich soweit und Missy „erschien“ dem tobenden Publikum, das sie vorher lautstark in „We want Missy!“-Chören on Stage beorderte. An Songmaterial hatte Missy Elliott so einiges mit im Gepäck, allerdings – und das darf ich schon vorweg nehmen – wurden viele Titel nur ansatzweise skizziert und lediglich 4-5 Nummern komplett abgespielt. Zwischendurch gab es immer wieder spektakuläre sowie sexy Tanzeinlagen der mitgereisten Crew, sprich: es wurden viele Einflüsse der HipHop-Kultur (dazu gehört eben auch Breakdance) integriert. Missy und ihr Backup-MC waren auch stets bemüht, das Publikum durch lockere Sprüche zu entertainen... vielleicht hat die Rapperin für meinen Geschmack auch ein bisschen zu viel geredet oder sich zu oft in den Hintergrund begeben, um den Dancern ihren Raum für künstlerische Entfaltung zu geben. Ich hätte mir einfach mehr MISSY gewünscht! Diesen Wunsch erfüllte sie zumindest ansatzweise, indem sie sich in die Menge begab um (natürlich umringt von Bodyguards) die Halle von einem Eck zum anderen zu durchlaufen und sich feiern zu lassen. Ein paar extra Souvernirs gab es auch in Form von Missy’s Schuhen, Shirts der Tänzer... eben alles, was sich auf der Bühne in greifbarer Nähe befand und entbehrlich erschien.



