PC
Drucken E-Mail
Games - PC
Donnerstag, 29. März 2007 um 08:40 Uhr
Command & Conquer 3:
Tiberium Wars
(2007)
Bewertung: 5 von 6
Hersteller: Electronic Arts
www.cnc3tw.de

Mitte der Neunziger Jahre brachten die Entwickler der Westwood Studios mit „C&C: Der Tiberiumkonflikt“ einen echten Meilenstein in Sachen Echtzeitstrategie auf den Markt, der mich damals (und ich erinnere mich gerne daran zurück) für einige Wochen an den heimischen PC bannte. Ganze 12 Jahre sind mittlerweile vergangen und nach dem zweiten Teil der Serie („C&C: Operation Tiberian Sun“), zahlreichen Add-Ons und diversen Spin-Offs („Alarmstufe Rot“, „Alarmstufe Rot 2“, „Renegade“ und „Generäle“) wird in diesen Tagen über Electronic Arts die offizielle dritte Version „Command & Conquer: Tiberium Wars“ veröffentlicht.

Fans der Spieleserie dürften mit der Hintergrundgeschichte bestens vertraut sein. Nachdem die böswillige Bruderschaft von Nod im zweiten Tiberiumkrieg von den Truppen der GDI (Global Defence Initiative) vernichtend geschlagen wurde, fühlte sich diese nun auf der sicheren Seite, weil Nod-Anführer und Oberschurke Kane scheinbar dabei zu Tode kam. Dass todgesagte aber bekanntlich länger leben, beweist Kane zu Beginn von „Tiberium Wars“, der seinerseits als Vergeltungsschlag die versammelte GDI-Führungsriege während einer Tagung in die Luft sprengt. Somit beginnt das Zeitalter des dritten Tiberiumkriegs, ein unerbittlicher Kampf um den sich auf der Erde immer mehr verbreitenden und für den Menschen schädlichen aber gleichzeitig finanziell ertragreichsten grünen Rohstoff aus dem All. Dieser findet erneut am Boden und in der Luft mit allerhand militärischen Mitteln und Gerätschaften statt.

Neben der Standard Infanterie, Grenadieren und mit Raketenwerfern ausgestattete Soldaten gibt es auf der Seite der GDI Spezial-Bodentruppen wie den gut gepanzerten Zone Trooper und Scharfschützen. Gegnerische Gebäude können mit eigens dafür ausgebildeten Commando-Einheiten und Ingenieuren zerstört oder eingenommen werden. Zusätzlich verfügen die GDI über schnelle, leicht gepanzerte Fahrzeuge wie das APC oder den Pitbull Buggie, aber auch schwere und äußerst zerstörerische Panzer wie den Mammut – immer noch die eindrucksvollste und effektivste Waffe des Games. Für gezielte Luftangriffe sorgen wie immer Orcas und Firehawks. Während nun also die „guten“ auf geballte Feuerkraft setzen, wendet die Bruderschaft von Nod wesentlich heimtückischere Manöver an und setzt voll und ganz auf den Überraschungsmoment. So finden sich in den Infanterietrupps neben fiesen Flammenwerfern auch Selbstmordattentäter wieder, beide Einheiten sind extrem gefährlich für gegnerische Soldaten. Leicht gepanzert aber vor allem schnell sind Nod Attack Bike und Raider Buggy. Der Flame Tank zeigt eine enorm große Wirkung vor allem gegen große gegnerische Infanterieansammlungen und besetzte Gebäude. Da heißt es schnell flüchten, wenn man nicht gegrillt werden möchte. „Tarnen, täuschen und vernichten“ steht vor allem für den Stealth Tank. Die stärkste Einheit der Bruderschaft mit bis zu 3 verschiedenen Waffensystemen ist der Avatar Warmech, quasi das Pendant zum Mammut. In der Luft hat Nod dann auch aufgerüstet, stehen nun mit dem Venom und dem Vertigo Bomber zwei ordentliche Fluggeräte zur Verfügung.

Für welche Seite man sich nun entscheidet und welche Taktik man verfolgt, bleibt dem Spieler überlassen. Wie in allen C&C Sequels wird in den meisten Fällen zunächst die Basis ausgebaut, gegen feindliche Angriffe gesichert, eine vermeintliche Übermacht an Truppen produziert und zum Gegenangriff losmarschiert. Der Sieg dürfte einem so gewiss sein, dank angepasster Einstellung des Schwierigkeitsgrades. Den wahren Meister der intelligenten Gefechtsführung erkennt man allerdings immer daran, dass er seine Soldaten niemals sinnlos in den sicheren Tod schickt, also bleibt da genügend Spielraum für taktischen Ideenreichtum. Bei 35 Missionen auf beiden Seiten des erneuten Konflikts ist ein dauerhafter Spielspass garantiert, noch dazu, wenn man zwischendurch mit 90 Minuten Hochauflösender Videosequenzen den Verlauf der Geschichte nachvollziehen kann.

Vom Spielprinzip hat sich seit dem allerersten Tiberiumkonflikt nichts Grundlegendes verändert, was auch gut so ist. Grafisch hingegen wurde das Game ordentlich aufgemotzt: abwechslungsreiche und detailgetreue Kriegsschauplätze auf der ganzen Welt wirken einfach erstklassig und machen riesig Laune. GDI versus Nod: wer wird wohl am Ende siegreich sein? Oder greift am Ende dann doch die Unheil bringende Alienrasse der Scrin zunehmend aktiv in das Kampfszenario ein? Wähle Deine Seite bei „Command & Conquer: Tiberium Wars“ und beantworte die Fragen selbst. Ich bin fasziniert, Ihr werdet es wohl auch sein! [AR]

 
Joomla templates by a4joomla