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Games - PC
Mittwoch, 14. November 2007 um 08:59 Uhr
Crysis (2007)
Bewertung: 5,5 von 6
Hersteller: Electronic Arts
www.ea.com/crysis

Gerade in den letzten Tagen, Wochen und Monaten scheinen sich die verschiedenen Entwickler- und Publisherfirmen mit erstklassigen Meisterwerken, die zweifelsohne den Anspruch hegen die Spielewelt zu revolutionieren, gegenseitig überflügeln zu wollen. Auch Electronic Arts mischt mit seinem neuesten Ego-Shooter „Crysis“ aus dem Hause Crytek kräftig vorne mit und vermutlich auch die Karten eines der beliebtesten Genres in der hiesigen Gaming-Welt neu.

Die eingebettete Hintergrundstory mag vielleicht nichts weltbewegend Neues erahnen lassen, allerdings ist die grafische wie spielerische Umsetzung á la bonheur. Eine paradiesische Inselgruppe im Philippinischen Meer wird von Truppen der Nordkoreanischen Volksarmee besetzt und zu allem Überfluss gilt ein dort stationiertes Team amerikanischer Archäologen als vermisst. Zur Aufklärung der Ereignisse werden von der US-Regierung einige Special Forces Agenten entsandt, um die vermuteten Geiseln zu orten, zu evakuieren und einen Situationsbericht zur KVA-Intervention abzuliefern. Nachdem der Absprung der Gruppe aus dem Flugzeug etwas unplanmäßig verläuft, muss sich Euer Spielcharakter Nomad zunächst alleine durch das tropische Gestrüpp schlagen und trifft dabei schon auf die ersten Feinde, die möglichst schnell und effektiv ausgeschaltet werden müssen.

Dank eines reichhaltigen Waffenarsenals (Pistole, MP, Schrotflinte, Sturmgewehr, Präzisionsgewehr, Minigun, Gaußgewehr, Raketenwerfer) und einer Handvoll Granaten sowie einem C4-Sprengsatz seid Ihr nicht nur für den taktischen Nahkampf, sondern auch das ein oder andere todbringende Attentat aus sicherer Entfernung gerüstet. Als ob das nicht schon genügend Variation bringen würde, gibt es noch verschiedene Aufsätze zur Modifikation der Gewehre, mit deren Hilfe z.B. bewegliche Ziele in geringerer, mittlerer aber genauso großer Entfernung leichter ausgeschaltet werden können. Dies ist jedoch gleichermaßen mit Vorsicht zu genießen, denn durch reflektiertes Licht oder Lasererkennung kann auch der Schütze selbst leichter geortet werden. Der absolute Clou allerdings ist der hochtechnisierte Nanosuit, den Nomad am Körper trägt. Durch die Umleitung der Energie des Nanosuits auf den Tempo-, Stärke-, Panzerungs- und Tarnmodus könnt Ihr wesentlich gezielter vorgehen und auf jede sich ergebende Kampfhandlung richtig reagieren. Ihr könnt schneller laufen, höher springen, den Feind mit schweren Gegenständen bewerfen, Euch geschickt tarnen und mehr gegnerische Treffer einstecken als sonst.

Eure ganz persönliche Taktik entscheidet sehr schnell über Sieg oder Niederlage, also nutzt Eure Fähigkeiten auch entsprechend. Selbstverständlich wird es auch dem fitesten Soldaten auf Dauer müßig, sich nur zu Fuß fortzubewegen, weshalb Ihr auf einige fahrbare Untersätze zu Wasser und zu Land zurückgreifen könnt. Besonders praktisch ist es, wenn Fahrzeuge, Boote, Panzer und Helikopter mit Bordwaffen bestückt sind. Beschießen lässt sich so ziemlich alles, was beeindruckend wirkt, wenn sich damit der halbe Urwald abholzen lässt und etwas skurril daherkommt, wenn man damit Karusselle in Bewegung bringt. Die Detailverliebtheit und teilweise phänomenale Grafikumsetzung ist den Entwicklern hoch anzurechnen. Im Häuserkampf müsst Ihr Euer ganzes Geschick beweisen, denn die Koreaner rücken Euch sehr gezielt zu Leibe und sprechen sich untereinander ab. Knifflige Missionsziele sind damit ebenfalls garantiert. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber die KVA ist nicht die einzige Bedrohung, die Euch in „Crysis“ erwartet.

Fazit: Ein must have für jeden Egoshooter-Fan und macht Euch keine Sorgen wegen der Systemanforderungen, mit gewissen Grafikeinbußen läuft es auf jedem neueren PC recht flüssig. [AR] 

 
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