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| Games - Wii | |||
| Donnerstag, 30. Oktober 2008 um 13:40 Uhr | |||
James Bond - Ein Quantum Trost (2008) Bewertung: 3,5 von 6 Hersteller: Activision www.007thevideogame.com Bond ist zurück. Es hat schon eine ganze Weile gedauert, bis ich den britischen Schauspieler Daniel Craig als mittlerweile sechsten Darsteller der Kultfigur akzeptieren lernen konnte. Mit dieser anfänglichen Skepsis war ich allerdings nicht alleine, denn noch vor dem Kinostart von “Casino Royale” vermehrten sich diverse Protestaktionen der eingefleischten Bond-Fans. Der Blockbuster versöhnte dann aber alle und erhielt vorwiegend gute bis sehr gute Kritiken. Jetzt schlägt die Stunde der inzwischen 22. Geheimagentengeschichte rund um den MI6 und James Bond ist nun in “Ein Quantum Trost” auf der Suche nach dem Mann, der für den Tod seiner geliebten Vesper verantwortlich ist. So eng die jeweiligen Geschichten und Schauplätze miteinander verknüpft sind, so sehr machte es für das Entwicklerteam von Activision wohl auch Sinn, dieses in einer Videospielumsetzung konsequent ineinander fließen zu lassen. Testweise liegt uns daher die Nintendo Wii Version des Egoshooters vor, der sich selbst so schön als “Verschmelzung aus First-Person-Schusswechseln und Third-Person-Action” anpreist. Nach einem Besuch auf Mr. White's Anwesen (einer der vermeintlichen Drahtzieher hinter Vesper's Ermordung) und den ersten Orientierungsschwierigkeiten während einem die Kugeln der Gegner um die Ohren pfeifen, bekommt man eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit dem Aston Martin im Intro zu sehen. Hier kommt zum ersten Mal echtes Bondfeeling auf und man freut sich über viele weitere tolle Zwischensequenzen. Umsonst... denn viel wird da nicht mehr kommen, um es schon einmal enttäuscht vorwegzunehmen. Statt cineastischer Filmschnipsel bekommt man in der Regel nur ein langweiliges und wenig schmuckes Computerbriefing von M serviert, das noch nicht einmal ansatzweise im Stande wäre, eine komplette Storyline von Anfang bis Ende zu erzählen. Wirklich schwach. So begibt man sich in der Rolle von James Bond folgend nach Siena, um dort den verräterischen Mitchell durch die Kanalisation sowie die Dächer der Stadt zu verfolgen und kann nur erahnen, wie tiefe Kreise eine geheime Organisation an Terroristen namens Quantum bereits zieht, wenn sogar M's Bodyguard darin verstrickt ist. Ein skrupelloser Geschäftsmann namens Dominic Greene ist unser eigentliches Ziel, dem wir in eine Oper im österreichischen Bregenz folgen, um ihn das erste aber leider nicht letzte Mal ins Visier unseres Scharfschützengewehres zu nehmen. Bond's Weg führt uns weiter in eine Höhle Nähe der Provinz Oruro in Bolivien, wo wir uns nach einem Flugzeugabsturz dem Militär von General Medrano erwehren müssen und anschließend nach Madagaskar zur Verfolgung des Bombenlegers Mollaka durch die Elendsviertel von Hugoville. Dessen Auftraggeber Alex Dimitrios findet nach Mollaka's Liquidierung durch 007 jedoch schnell Ersatz und so muss verhindert werden, dass im Miami Airport eine Passagiermaschine in die Luft gesprengt wird. Da wäre dann noch ein gewisser Le Chiffre, dessen Leben wir nach einer nervenaufreibenden Zugfahrt nach Montenegro vor Obanno's Männern retten müssen, um ihm dann kurze Zeit später am Pokertisch des Casino Royale das Geld aus der Tasche zu ziehen. Nach einem Abstecher nach Venedig geht es zur finalen Auseinandersetzung mit Greene erneut nach Bolivien, La Paz genauer gesagt. Wer die beiden Filme nicht gesehen hat, wird jetzt reichlich verwirrt sein und muss “James Bond - Ein Quantum Trost” als Egoshooter mit gewissen Mängeln anerkennen. Die grandiose Kinovorlage, abwechslungsreiche Settings und eine akzeptable Wii-Steuerung alleine können zu meinem großen Bedauern nicht über eine leicht veraltet wirkende Grafik hinweg täuschen, die die Möglichkeiten der Nintendo-Konsole nicht ansatzweise auszuschöpfen vermag. Es gäbe noch mehr negative Punkte, die ich ansprechen könnte... wie etwa eine Karte, die nur sehr grobe Umrisse der einzelnen Szenarios darstellt. Was einen speziell in der letzten Mission schier zur Weißglut treibt, weil man auf der Suche nach dem richtigen Ausgang aus einem lodernden Flammeninferno gleich mehrmals das Zeitliche segnet. Bleiben wir aber bei jenem Fazit, dass Activision es schlichtweg verpasst, aus einem eigentlich recht passablen Game mit reichlich Potenzial, den ganz großen Wurf zu landen. So gesehen ist “Ein Quantum Trost” eher etwas für Bond-Fans oder Daniel Craig selbst, um sein riesiges Ego zu bestärken. [AR]
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James Bond -
Jetzt schlägt die Stunde der inzwischen 22. Geheimagentengeschichte rund um den MI6 und James Bond ist nun in “Ein Quantum Trost” auf der Suche nach dem Mann, der für den Tod seiner geliebten Vesper verantwortlich ist. So eng die jeweiligen Geschichten und Schauplätze miteinander verknüpft sind, so sehr machte es für das Entwicklerteam von Activision wohl auch Sinn, dieses in einer Videospielumsetzung konsequent ineinander fließen zu lassen. Testweise liegt uns daher die Nintendo Wii Version des Egoshooters vor, der sich selbst so schön als “Verschmelzung aus First-Person-Schusswechseln und Third-Person-Action” anpreist.
Nach einem Besuch auf Mr. White's Anwesen (einer der vermeintlichen Drahtzieher hinter Vesper's Ermordung) und den ersten Orientierungsschwierigkeiten während einem die Kugeln der Gegner um die Ohren pfeifen, bekommt man eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit dem Aston Martin im Intro zu sehen. Hier kommt zum ersten Mal echtes Bondfeeling auf und man freut sich über viele weitere tolle Zwischensequenzen. Umsonst... denn viel wird da nicht mehr kommen, um es schon einmal enttäuscht vorwegzunehmen. Statt cineastischer Filmschnipsel bekommt man in der Regel nur ein langweiliges und wenig schmuckes Computerbriefing von M serviert, das noch nicht einmal ansatzweise im Stande wäre, eine komplette Storyline von Anfang bis Ende zu erzählen. Wirklich schwach.
So begibt man sich in der Rolle von James Bond folgend nach Siena, um dort den verräterischen Mitchell durch die Kanalisation sowie die Dächer der Stadt zu verfolgen und kann nur erahnen, wie tiefe Kreise eine geheime Organisation an Terroristen namens Quantum bereits zieht, wenn sogar M's Bodyguard darin verstrickt ist. Ein skrupelloser Geschäftsmann namens Dominic Greene ist unser eigentliches Ziel, dem wir in eine Oper im österreichischen Bregenz folgen, um ihn das erste aber leider nicht letzte Mal ins Visier unseres Scharfschützengewehres zu nehmen. Bond's Weg führt uns weiter in eine Höhle Nähe der Provinz Oruro in Bolivien, wo wir uns nach einem Flugzeugabsturz dem Militär von General Medrano erwehren müssen und anschließend nach Madagaskar zur Verfolgung des Bombenlegers Mollaka durch die Elendsviertel von Hugoville. Dessen Auftraggeber Alex Dimitrios findet nach Mollaka's Liquidierung durch 007 jedoch schnell Ersatz und so muss verhindert werden, dass im Miami Airport eine Passagiermaschine in die Luft gesprengt wird.