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| Games - PC | |||
| Donnerstag, 23. Juli 2009 um 15:33 Uhr | |||
Velvet Assassin (2009)Bewertung: 3 von 6 Hersteller: TopWare Ent. www.velvetassassin.com „Vor dem realen Setting des 2. Weltkriegs durchlebt man die tödlichen Missionen der britischen Agentin Violette Summers hinter den feindlichen deutschen Linien.“ Die Handlung bzw. versteckte Message hinter dem neuesten Stealth-Action Game „Velvet Assassin“ ist dabei weitaus weniger durchschaubar, als es im ersten Moment den Anschein macht - sie ist vielmehr von einem grauen Nebelschleier durchzogen. Seine beklemmend düstere Atmosphäre erhält es mitunter durch den gnadenlos realistischen Umgang mit den bitteren Tatsachen unserer bereits geschriebenen Geschichte. Dass der Großteil der allgemeinen Kriegshandlungen beileibe nur sehr wenig Heroisches an sich hat, wie uns so manches medienwirksames (Film-)Konzept gerne verkaufen möchte, dürfte hinlänglich bekannt sein. Es wird gehandelt auf Befehl und ohne Widerworte. Wer sich selbst und anderen keine Fragen stellt, wird automatisch zu einer sehr gefährlichen Waffe. So auch im Falle von Violette Summers, für deren Charakterdarstellung man sich von Entwicklerseite (Replay Studios) durch das historische Vorbild der britischen Agentin Violette Szabo inspirieren ließ. Von fieberhaften Träumen in einem Militärkrankenhausbett liegend gequält, erinnert sich unsere recht zweifelhafte Heldin an den genauen Wortlaut ihres letzten Auftrags: „Beschaffen Sie kriegswichtige Informationen, eliminieren Sie hochrangige Offiziere, bewahren Sie Widerstandskämpfer vor der Folter und töten Sie die eigenen Leute in gegnerischer Gefangenschaft, um sie am Reden zu hindern!“ Hautnah mit dabei aus der 3rd-Person-Perspektive schleicht man sich also mit Violette vorsichtig Schritt für Schritt an feindliche Nazi-Soldaten heran und wartet einen günstigen Moment für deren Liquidierung ab. Tarnen und täuschen ist der einzig richtige Weg, um insgesamt 12 Level mit gefährlichen Sabotagemissionen und unterschiedlichen Auftragsmorden im Namen des Königreichs zu meistern. Unsere Agentin verlässt sich dabei primär auf ihr Geschick mit dem Kampfmesser, denn obwohl es laut Featureliste „eine Vielfalt von Waffen und geheimen Gadgets“ geben soll, herrscht entweder andauernde Munitionsknappheit oder Ms. Summers kann die Waffen der getöteten Feinde gar nicht erst an sich nehmen, was leider etwas unglaubwürdig wirkt und das Spiel arg monoton erscheinen lässt. Wird man zwischendurch von den Soldaten entdeckt, ist man leider auch schon so gut wie tot und ergibt sich nach relativ erfolglosen Fluchtversuchen resignierend seinem Schicksal, um am nächsten Checkpoint von vorne anzufangen. Der Levelaufbau ist sogar so extrem linear geraten, dass man situativ kaum den dringend benötigten Freiraum für abwägende Entscheidungen erhält. Es gibt stets nur einen richtigen Weg! Man muss schon ein gnadenloser Perfektionist mit leicht masochistischen Zügen sein, um sich immer wieder und wieder der nervenaufreibenden Versuchsreihen auszusetzen, sich seinen Feinden möglichst unbemerkt zu nähern. Lautloses Anschleichen und blitzschnelles meucheln verkommt bei „Velvet Assassin“ leider viel zu sehr in akribischer Kleinstarbeit mit geringer Fehlertoleranz. Gesammelte Erfahrungspunkte für erfolgreiche Missionen und gesammelte Gegenstände kann man zwar nach und nach in die Verbesserung der individuellen Fähigkeiten von Violette investieren, aber der wirksame Einsatz des Schmerzmittels Morphium – durch den man für kurze Zeit den Status unverwundbar erlangt – ist trotzdem keine sinnvolle Angriffsalternative, noch nicht einmal die letzte Rettung in ausweglosen Situationen, sobald man es mit mehreren Gegnern zu tun hat. Da kann auch ein knappes Nachthemd in der Bullet Time Sequenz nichts beschönigen. Zumindest grafisch kann „Velvet Assassin“ mit stimmungsvollen Lichteffekten und einer atmosphärischen, oftmals in Sepia getauchten Optik punkten. Unterm Strich bleibt das Spiel aber zu viel schuldig, wirkt zwar bewusst fordernd aber irgendwo auch viel zu anspruchsvoll an das Geschick und die Beharrlichkeit jedes einzelnen Spielers, der sich gerne mit der Thematik des 2. Weltkrieges auseinander setzen möchte. „Velvet Assassin“ hätte vermutlich viel Potential, mehr Bewegungsfreiheiten vorausgesetzt, zeigt sich aktuell jedoch nur als relativ kurzatmiger Spielspaß mit zahlreichen Frustrationsmomenten. [AR]
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Velvet Assassin (2009)
Dass der Großteil der allgemeinen Kriegshandlungen beileibe nur sehr wenig Heroisches an sich hat, wie uns so manches medienwirksames (Film-)Konzept gerne verkaufen möchte, dürfte hinlänglich bekannt sein. Es wird gehandelt auf Befehl und ohne Widerworte. Wer sich selbst und anderen keine Fragen stellt, wird automatisch zu einer sehr gefährlichen Waffe. So auch im Falle von Violette Summers, für deren Charakterdarstellung man sich von Entwicklerseite (Replay Studios) durch das historische Vorbild der britischen Agentin Violette Szabo inspirieren ließ. Von fieberhaften Träumen in einem Militärkrankenhausbett liegend gequält, erinnert sich unsere recht zweifelhafte Heldin an den genauen Wortlaut ihres letzten Auftrags: „Beschaffen Sie kriegswichtige Informationen, eliminieren Sie hochrangige Offiziere, bewahren Sie Widerstandskämpfer vor der Folter und töten Sie die eigenen Leute in gegnerischer Gefangenschaft, um sie am Reden zu hindern!“
Hautnah mit dabei aus der 3rd-Person-Perspektive schleicht man sich also mit Violette vorsichtig Schritt für Schritt an feindliche Nazi-Soldaten heran und wartet einen günstigen Moment für deren Liquidierung ab. Tarnen und täuschen ist der einzig richtige Weg, um insgesamt 12 Level mit gefährlichen Sabotagemissionen und unterschiedlichen Auftragsmorden im Namen des Königreichs zu meistern. Unsere Agentin verlässt sich dabei primär auf ihr Geschick mit dem Kampfmesser, denn obwohl es laut Featureliste „eine Vielfalt von Waffen und geheimen Gadgets“ geben soll, herrscht entweder andauernde Munitionsknappheit oder Ms. Summers kann die Waffen der getöteten Feinde gar nicht erst an sich nehmen, was leider etwas unglaubwürdig wirkt und das Spiel arg monoton erscheinen lässt. Wird man zwischendurch von den Soldaten entdeckt, ist man leider auch schon so gut wie tot und ergibt sich nach relativ erfolglosen Fluchtversuchen resignierend seinem Schicksal, um am nächsten Checkpoint von vorne anzufangen.
Der Levelaufbau ist sogar so extrem linear geraten, dass man situativ kaum den dringend benötigten Freiraum für abwägende Entscheidungen erhält. Es gibt stets nur einen richtigen Weg! Man muss schon ein gnadenloser Perfektionist mit leicht masochistischen Zügen sein, um sich immer wieder und wieder der nervenaufreibenden Versuchsreihen auszusetzen, sich seinen Feinden möglichst unbemerkt zu nähern. Lautloses Anschleichen und blitzschnelles meucheln verkommt bei „Velvet Assassin“ leider viel zu sehr in akribischer Kleinstarbeit mit geringer Fehlertoleranz. Gesammelte Erfahrungspunkte für erfolgreiche Missionen und gesammelte Gegenstände kann man zwar nach und nach in die Verbesserung der individuellen Fähigkeiten von Violette investieren, aber der wirksame Einsatz des Schmerzmittels Morphium – durch den man für kurze Zeit den Status unverwundbar erlangt – ist trotzdem keine sinnvolle Angriffsalternative, noch nicht einmal die letzte Rettung in ausweglosen Situationen, sobald man es mit mehreren Gegnern zu tun hat. Da kann auch ein knappes Nachthemd in der Bullet Time Sequenz nichts beschönigen. Zumindest grafisch kann „Velvet Assassin“ mit stimmungsvollen Lichteffekten und einer atmosphärischen, oftmals in Sepia getauchten Optik punkten.



