Review, Test, Kritik @ Generation One
| Movies - Filmkritiken |
Wenn Menschen mit Superkräften von der Regierung gejagt werden und sich selbst nach dem Stein-Papier-Schere Prinzip bekämpfen... eine Filmkritik.
Push (2009)Bewertung: 3,5 von 6
Studio: Infinity Features
www.push-themovie.com
Beim ersten Hineinschnuppern in den Trailer zum neuen Science Fiction Thriller Push musste ich ehrlich gesagt an den relativ verwandten Kinostreifen Jumper denken. Auch gewisse Parallelen zur X-Men Reihe oder der TV-Serie Heroes sind aufgrund der Rahmenthematik unvermeidbar. Die übernatür-lichen Fähigkeiten der einzelnen Darsteller in Paul McGuigan's Blockbuster sind allerdings nicht genetisch individualisierter Natur, sondern es gibt feste Klassifizierungen der besonderen Kräfte.
Während Mover verschiedene Objekte mit ihren Gedanken bewegen können, manipulieren Pusher geschickt die Erinnerungen, den Willen und das Vertrauen anderer Personen. Watcher können die Zukunft voraussehen, was sie unter Umständen befähigt, jene zu ihren Gunsten zu verändern – eine Frage, deren Antwort uns auch Push bis zum Ende schuldig bleibt. Es gibt Bleeder, deren ultrahoch frequentierte Schreie die inneren Organe der Widersacher tödlich verletzen und quasi als Gegenpart Stitcher mit heilenden Kräften mittels direkter Berührung. Einen ähnlichen Gegenpart geben Sniffer und Shadows ab, wobei die einen über persönliche Gegenstände einer Person deren Aufenthaltsort aufspüren können, während die anderen im Stande sind, nicht nur sich selbst, sondern auch die Personen in ihrer Nähe vor solchen Spionageblicken zu schützen. Zu guter Letzt gäbe es dann noch die illusionären Shifter, die geschickt ihr Umfeld täuschen, sowie die Gattung der Wiper, die das Erinnerungsvermögen eines Menschen partiell oder völlig auslöschen können.
Klingt im Grunde genommen nach einem spannenden wie viel versprechenden Mix aus Charakteren – besonders, wenn die einzelnen Fertigkeiten unmittelbar aufeinander treffen. Das Militär jedenfalls wäre an solchen übernatürlichen Gegebenheiten mit Sicherheit brennend interessiert. Ist es auch in Push, nur dass sich die zuständige Regierungsorganisation unter dem Nahmen Division die Ehre gibt. Jene Division ist in Person des Agenten Henry Carver (gespielt von Djimon Hounsou) hinter den Mächtigsten unter den Besonderen her und glaubt, sie in der Telepathin Kira (Camilla Belle) gefunden zu haben. Diese kann glücklicherweise den Labor-Experimenten der Division entfliehen und begibt sich mit einem wertvollen Kofferinhalt nach Hong Kong.
Dort lebt ihr Ex-Freund Nick (Chris Evans), der sich noch nicht so ganz mit seinen Mover-Skills arrangieren konnte und sich als kleiner Trickbetrüger erfolglos durchs Leben schlägt. Spätestens als er auf die minderjährige Prophetin Cassie Holmes (Dakota Fanning) trifft, ändern sich die Dinge dramatisch. Die beiden verfolgen eine wichtige Aufgabe, die den endgültigen Fall der Division besiegeln soll und versuchen dabei mit aktiver Flucht nach vorne ihrem vorhergesehenen Tod davon zu rennen. Gejagt werden sie und das ominöse Koffer-Mitbringsel von Kira nicht nur von Agent Carver, sondern obendrein noch von einer ungemütlichen Triadenbande. Getreu dem Regelwerk von Stein-Papier-Schere versucht jede Seite die eigenen Stärken und fremden Schwächen vorteilhaft auszunutzen, wer schlussendlich gewinnt, soll aber an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Ohne Zweifel ein Film mit Potenzial, allerdings weiß Regisseur Paul McGuigan dieses nicht konsequenter zu nutzen, auch wenn ein geschicktes Verwirrspiel (wie schon in Lucky Number Slevin) den Beobachter an den Bildschirm fesselt. [AR]
Illegale Filmkopien wirken sich negativ auf die gesamte Filmindustrie aus. Ohne Raubkopien könnten Kinos ihren Besucheranteil steigern, die Umsätze im Bereich DVD-Verleih/-Verkauf würden ebenfalls wesentlich höher ausfallen - insgesamt sprechen wir hier von einer Summe von ca. 200 Millionen Euro jährlich alleine in Deutschland - Prognose steigend. Anstatt sich nun über so manche vermeintlich schlechte TV-Produktion zu beschweren, solltet ihr die Kreativität und den Ideenreichtum der Regisseure auch entsprechend fördern und fordern. Vielen Dank.
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