Review, Test, Kritik @ Generation One
| Movies - Filmkritiken |
Wie würden moderne Gladiatorenkämpfe wohl heute aussehen? Die Filmkritik zu The Tournament verrät dazu mehr.
The Tournament (2009)Bewertung: 4,5 von 6
Studio: Ascot Elite
www.ascot-elite.de
„Dieser Film ist das, was Smoking Aces vor drei Jahren sein wollte. Ein lupenreiner Reißer mit Adrenalin treibender Action und skurrilen Auftragsmördern.“ Klingt im ersten Moment viel ver- sprechend und wenn man etwas genauer darüber nachdenkt, dann könnte eine moderne Form des tödlichen Wettstreits zwischen Gladiatoren in etwa so aussehen. Brot und Spiele – dank des voranschreitenden Ausbaus zu einem Überwachungsstaat dürfen Auserwählte bequem die Show genießen, während eine ganze Stadt wie Middlesbrough zur Kampfarena gemacht wird.
Drahtzieher hinter diesem „Battle Royale unter Killern“ ist ein gewisser Powers (Liam Cunningham), der alle wichtigen Voraussetzungen schafft, um seinem exklusiv- en Club von Millionären und Unterweltbossen die ge- bührende Unterhaltung abzuliefern. Die 30 besten Profikiller der Welt messen sich nicht nur um den ehrenhaften Titel der Nummer Eins der Elite, sondern dürfen bei Erfolg ein Preisgeld von 10 Millionen Dollar einstreichen. Der Einsatz dafür ist der höchste, den es gibt, denn sie zahlen mit ihrem Leben! Innerhalb eines 24 Stunden Zeitlimits finden sich die Kontrahenten mittels eingepflanztem Peilsender und Konfrontationen sind jederzeit möglich bzw. unausweichlich. Töten oder getötet werden, lautet die Devise.
Die Idee für einen solchen Film ist zwar nicht ganz neu – der ein oder andere könnte ähnliches Material in einem schlechteren C-Movie mit Ice T gesehen haben – aber die Umsetzung von Regisseur Scott Mann erscheint durchaus sehenswert. The Tournament glänzt in der Tat durch rasante Verfolgungsjagden, spektakuläre Schießereien und extravagante Kampfszenen. Zu den Favoriten unter den Scharfschützen, Straßenkämpfern und Ex-Söldnern zählen das bis an die Zähne bewaffnete Allroundtalent Yuri Petrov, der verrückte Texaner Miles Slade (Ian Somerhalder, bekannt aus Smallville) oder auch Anton Bogart (in Person von Parkour-Superstar Sébastien Foucan), ein überragender Athlet mit viel Geschick und Hinterlist.
Heißeste Anwärter auf den Titel sind allerdings zwei andere Persönlichkeiten: Einerseits Lai Lai Zhen (Kelly Hu), die sich in den vergangenen drei Jahren durch Auftragsmorde für die Triaden zur Nummer Eins im asiatischen Raum entwickelte, und zu guter Letzt Joshua Harlow (Ving Rhames, bekannt aus Pulp Fiction). Er eroberte das letzte Turnier vor 7 Jahren im Sturm und zog sich als Champion aus dem Geschäft zurück – nachdem seine geliebte Frau brutal ermordet wurde, tritt er auch diesmal an, denn der Mörder befindet sich definitiv unter den Teilnehmern. Die große Überraschung des Films liefert der resignierte Prediger Father Macavoy, der wie die Jungfrau zum Kind kommt und als harmloser Zivilist ungewollt in den erlesenen Kreis der Teilnehmer aufgenommen wird. Platzieren sie ihre Wetten bitte jetzt...Welchen Verlauf der spannende Wettkampf nimmt, soll an dieser Stelle nicht verraten werden, das muss man schon selbst gesehen haben. „Wer Adrenalin in hoher Dosierung schätzt, darf sich The Tournament nicht entgehen lassen“ und ich gebe wahrlich selten allen Cover-Zitaten einer DVD-Box so sehr recht, wie in diesem Fall. [AR]
Illegale Filmkopien wirken sich negativ auf die gesamte Filmindustrie aus. Ohne Raubkopien könnten Kinos ihren Besucheranteil steigern, die Umsätze im Bereich DVD-Verleih/-Verkauf würden ebenfalls wesentlich höher ausfallen - insgesamt sprechen wir hier von einer Summe von ca. 200 Millionen Euro jährlich alleine in Deutschland - Prognose steigend. Anstatt sich nun über so manche vermeintlich schlechte TV-Produktion zu beschweren, solltet ihr die Kreativität und den Ideenreichtum der Regisseure auch entsprechend fördern und fordern. Vielen Dank.
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