Xbox 360
Drucken E-Mail
Games - Xbox 360
Samstag, 13. November 2010 um 18:46 Uhr

Die Saga geht weiter... mit dem nötigen Fable für spannende Abenteuer.

Fable III (2010)
Bewertung: 3 von 6
Hersteller: Lionhead Studios
www.lionhead.com/fable

Mit Fable III bringen die Lionhead Studios unter der Leitung von Spielelegende Peter Molynaux den neuesten Teil der Fable Saga auf den Markt. Was hat sich im Vergleich zum Vorgänger verbessert? Wo liegen die Stärken und Schwächen des Spiels? Lohnt sich der Kauf? Generation One hat es getestet. 50 lange Jahre sind vergangen seit wir mit unserem Helden (oder Heldin) durch das Königreich Albion streiften und den Meister des Zackenturms bekämpften, der das Volk tyrannisierte. Nun wird das Volk wieder unterdrückt, ausgenutzt und tyrannisiert.

Diesmal allerdings vom eigenen König, dem Sohn unseres geliebten Helden aus Fable II: Logan. Man erwacht also im Schloss. Im Schloss unseres Bruders Logan. Neben uns, wie könnte es auch anders sein, unser Hund. Nach dem Ankleiden geht es hinaus in den Schlossgarten, wo einem das erste Mal die kleinen aber wirksamen Verschönerungen an der Grafik auffallen. Die Sonne scheint, die Blumen blühen und die Gärtner begrüßen den Prinz mit einem Vornehmen: „Guten Morgen. Sie sehen heute mal wieder toll aus!“. Doch die freundliche Idylle trügt. Das Volk ist unglücklich, unzufrieden, arm und hungerleidend. Als die Situation im Schloss nach einer Demonstration eskaliert, verlässt der Prinz mit seinem Butler Jasper und dem Soldatenhauptmann Walter fluchtartig das Schloss. Eines steht fest, der grausame Herrscher muss gestürzt werden und das so schnell wie möglich. Doch alleine - trotz Heldenkräft - natürlich unmöglich und so begeben wir uns auf die Suche nach Anhängern für unsere Revolution.

Das Spiel sieht tortz angestaubter Engine doch recht gut aus. Und Albion hat immer noch einiges zu bieten. Neben kleinen verschneiten Bergdörfern führt die Reise über versiffte Industriegebiete bis hin zu heißen Wüstenregionen. Auch das überladene Inventar aus Fable II wurde ordentlich aufpoliert. So findet man sich nach einem Druck auf die Start-Taste im sogenanten Unterschlupf wieder, der ein begehbares Inventar darstellt. Auch in Sachen Waffen hat sich einiges getan. So verändern sich Waffen nun je nachdem, wie der Spieler sie benutzt. So fing mein Schwert beispielsweise während des Spiels mit der Zeit an sich zu verschnörkeln und nach erledigen von geschätzten 500 Gegnern an zu bluten. Genial! An dem Kampfsystem hat sich an sich nicht viel verändert. Immernoch drei Knöpfe: X für Nahkampfangriffe mit dem Schwert, mit B wirkt man Zauber und mit Y greift unser Held zur Waffe. Auch beim Belohnungssystem hat sich etwas getan. Bei Fable II bekam man noch durch kills mit Zauberei gelbe Belohnungskugeln, die dann auch nur zum aufrüsten der Zauber benutzt werden konnten.

Bei Fable III bekommt der Spieler, egal wie er seinen Gegner zur Strecke bringt, immer die gleichen Erfahrungspunkte und kann dann selbst entscheiden, welche Fähigkeiten er ausbauen möchte. Nach 4-7 Spielstunden (dies variiert je nachdem, wie intensiv man sich mit den Nebenquests beschäftigt) gelingt es dem Helden also, seinen Bruder zu stürzen und selbst den Thron zu besteigen. Über sein eigenes Königreich zu herrschen, Entscheidungen zu treffen und einfach mal König sein. Eine tolle Idee. Leider ist die Umsetzung miserabel. Oft bleibt dem Spieler eigentlich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. So etwas deprimiert letzten Endes. Hier ein Tipp für jeden, der Fable III neu anfangen möchte: Von Anfang an viel Geld sparen, viele Immobilien kaufen, um sich somit ein großes Vermögen zu verdienen. So findet das Spiel doch ein gutes Ende. Das Spiel strotzt nur so vor neuen Ideen und tollen Verbesserungen. Leider wurden diese schwach umgesetzt. Es wirkt fast so, als hätte Peter Molynaux bereits ein perfektes Fable im Kopf, aber leider noch nicht richtig umgesetzt. [FC]



Zusammenfassung der Review

Florian Czada ist der Meinung...
Trotz ein paar Macken ist Peter Molynaux mit dem neuen Fable-Teil ein „fablehaftes“ Spiel gelungen. Fans der Reihe werden sich sofort zurecht finden und die Atmosphäre im Spiel lieben. Mir persönlich war Fable III fast ein wenig zu leicht. Bei einem plötzlichen Tod verliert man nur ein paar Erfahrungspunkte, die innerhalb von 30 Sekunden schnell wieder gesammelt sind. Leider verfügt das Spiel auch nicht über verschiedene Schwierigkeitsstufen. Allerdings für gemütliche und entspannte Stunden vor der Konsole genau das Richtige.

 
Joomla templates by a4joomla