Xbox 360
|
|
| Games - Xbox 360 | |||
| Montag, 13. Juni 2011 um 09:55 Uhr | |||
Beherrsche Blitz, Donner und Sturm! Oder lass es einfach... Thor (2011)Bewertung: 1,5 von 6 Hersteller: SEGA www.sega.de/thor Das Marvel Comicverfilmungen aktuell und in der jüngsten Vergangenheit aber sowas von angesagt sind, merkt man nicht nur alleine an den Massen begeisterter Zuschauer, die weltweit die Kinosäle stürmen... Hollywood präsentiert uns deshalb nach Conan, Captain America, X-Men, Ghost Rider, Blade, Spiderman, Daredevil, Hulk, Punisher, Elektra, Fantastic Four und Iron Man nun auch die spannende Geschichte des Donnergottes Thor mit Chris Hemsworth in der Hauptrolle. Wie so oft, darf an dieser Stelle selbstverständlich das obligatorische Videogame passend zum Film nicht fehlen und Hersteller SEGA bürdet sich einmal mehr die schweren Umstände auf, in der Kürze an Entwicklungs- zeit ein halbwegs passables Lizenzspiel veröffentlichen zu können. Die Erwartungen an Thor dürften alleine deshalb so niedrig angesetzt werden, weil ich mich ehrlich gesagt an kein einziges Game dieser Art erinnern kann, das in seiner teilweisen bis kompletten Unzulänglichkeit nicht harte Kritiken der Fachpresse einstecken musste. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen... Der mythologische Storyplot hinter dem Ganzen wäre eigentlich recht interessant: unser Held wird Zeuge des hinterlistigen Angriffs der Jötunen auf seine Heimat Asgard, die Stadt der Götter. Der normalerweise unüberwindbare Wächter Heimdall wird kurzerhand Schockgefroren und die gigantischen Eiswesen überrennen beinahe das ungeschützt geglaubte Asgard. Während der erfolgreichen Abwehr des Jötunen-Sturmlaufs muss Thor's Weggefährtin Sif ihr Leben lassen, was den Gott des Donners zu einem Rache- feldzug gegen die eisigen Bösewichte hinreißt – auch gegen den Willen seines Göttervaters Odin. In dessen schwachem Moment begehrt dann auch noch ausgerechnet Thor's Bruder Loki nach dem Thron. Wer jetzt denken sollte, Thor würde mit einer spannenden, weil tiefgründigen Geschichte aufwarten, wird leider über alle Maßen enttäuscht werden. Trotz eines umfangreichen Kampfsystems fällt das Spielgeschehen geradezu deprimierend monoton und selten fordernd aus. Uninspirierte Levelkonstruktionen, die eigentlich nicht mehr als bloße Kampfarenen darstellen, fallen hier ebenso negativ in die Gewichtung wie massenhaft respawnende Gegnerscharen, denen man sich am besten mittels wildem (teilweise sogar eher unkontrolliertem) „Rumgehacke“ auf dem Controller entledigt. Abwechslung sieht anders aus. Aufbauend auf der Unreal Engine 3 machten sich die Entwickler nicht einmal die Mühe, ihrer Kreativität zumindest bei zwischenzeitlichen Bosskämpfen freien Lauf zu lassen – einige davon wurden sogar mehrfach verwendet. Wie langweilig. Thor bearbeitet seine Widersacher wahlweise mit seinem Hammer oder der zusätzlichen Macht über die Naturgewalten Sturm, Blitz und Donner und entwickelt dabei auch ansehnliche Kombos. Leider fällt die Steuerung dabei nicht immer besonders präzise aus und wenn dann doch alles zu klappen scheint und man einen Gegner nach dem nächsten ins Jenseits befördert, macht einem hin und wieder die katastrophale Kameraführung gehörig einen Strich durch die Rechnung. Thor hätte mit Sicherheit einiges an Potenzial vorzuweisen gehabt, wäre es nicht wie schon bei vielen Lizenzspielen zuvor ein Opfer des enormen Zeitdrucks. Obwohl in der Redaktion leider nicht die Möglichkeit bestand, die 3D Funktionalität des Games zu testen überwiegt der Eindruck eines für NextGen Verhältnisse grafisch nur mittelmäßigen Titels. Bei einem stolzen Preis von anfangs noch knapp 50 Euro bietet Thor also herzlich wenige Kaufgründe. [AR] Zusammenfassung der ReviewAlexander Riede ist der Meinung... Thor trifft – als hätte man es auch anders erwartet – das gleiche harte Kritikerschicksal wie so viele Lizenzspiele zuvor. In der Kürze der Entwicklungszeit konnte SEGA es logischerweise nur schwer schaffen, mehr als ein mittelmäßiges und mit gerade einmal 5 Stunden Spielzeit für eine Solokampagne eher kurzweiliges Unterhaltungsvergnügen aus dem Ärmel zu zaubern. Trotz göttlicher Mächte kann auch Thor nicht verhindern, dass der verwöhnte Gamer von heute bei derart monotoner Spielführung den Controller freiwillig beiseite legt und sich lieber wichtigeren Dingen im Leben widmet: zum Beispiel eine Mythologie Vorlesung an der Uni besuchen... tausendmal spannender.
|


Thor (2011)
Wie so oft, darf an dieser Stelle selbstverständlich das obligatorische Videogame passend zum Film nicht fehlen und Hersteller SEGA bürdet sich einmal mehr die schweren Umstände auf, in der Kürze an Entwicklungs- zeit ein halbwegs passables Lizenzspiel veröffentlichen zu können. Die Erwartungen an Thor dürften alleine deshalb so niedrig angesetzt werden, weil ich mich ehrlich gesagt an kein einziges Game dieser Art erinnern kann, das in seiner teilweisen bis kompletten Unzulänglichkeit nicht harte Kritiken der Fachpresse einstecken musste. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen... Der mythologische Storyplot hinter dem Ganzen wäre eigentlich recht interessant: unser Held wird Zeuge des hinterlistigen Angriffs der Jötunen auf seine Heimat Asgard, die Stadt der Götter. Der normalerweise unüberwindbare Wächter Heimdall wird kurzerhand Schockgefroren und die gigantischen Eiswesen überrennen beinahe das ungeschützt geglaubte Asgard.
Während der erfolgreichen Abwehr des Jötunen-Sturmlaufs muss Thor's Weggefährtin Sif ihr Leben lassen, was den Gott des Donners zu einem Rache- feldzug gegen die eisigen Bösewichte hinreißt – auch gegen den Willen seines Göttervaters Odin. In dessen schwachem Moment begehrt dann auch noch ausgerechnet Thor's Bruder Loki nach dem Thron. Wer jetzt denken sollte, Thor würde mit einer spannenden, weil tiefgründigen Geschichte aufwarten, wird leider über alle Maßen enttäuscht werden. Trotz eines umfangreichen Kampfsystems fällt das Spielgeschehen geradezu deprimierend monoton und selten fordernd aus. Uninspirierte Levelkonstruktionen, die eigentlich nicht mehr als bloße Kampfarenen darstellen, fallen hier ebenso negativ in die Gewichtung wie massenhaft respawnende Gegnerscharen, denen man sich am besten mittels wildem (teilweise sogar eher unkontrolliertem) „Rumgehacke“ auf dem Controller entledigt. Abwechslung sieht anders aus. Aufbauend auf der Unreal Engine 3 machten sich die Entwickler nicht einmal die Mühe, ihrer Kreativität zumindest bei zwischenzeitlichen Bosskämpfen freien Lauf zu lassen – einige davon wurden sogar mehrfach verwendet. Wie langweilig.
Thor bearbeitet seine Widersacher wahlweise mit seinem Hammer oder der zusätzlichen Macht über die Naturgewalten Sturm, Blitz und Donner und entwickelt dabei auch ansehnliche Kombos. Leider fällt die Steuerung dabei nicht immer besonders präzise aus und wenn dann doch alles zu klappen scheint und man einen Gegner nach dem nächsten ins Jenseits befördert, macht einem hin und wieder die katastrophale Kameraführung gehörig einen Strich durch die Rechnung. Thor hätte mit Sicherheit einiges an Potenzial vorzuweisen gehabt, wäre es nicht wie schon bei vielen Lizenzspielen zuvor ein Opfer des enormen Zeitdrucks. Obwohl in der Redaktion leider nicht die Möglichkeit bestand, die 3D Funktionalität des Games zu testen überwiegt der Eindruck eines für NextGen Verhältnisse grafisch nur mittelmäßigen Titels. Bei einem stolzen Preis von anfangs noch knapp 50 Euro bietet Thor also herzlich wenige Kaufgründe. [AR]
Zusammenfassung der Review