Blu-ray Disc
|
|
| Movies - Blu-ray Disc | |||
| Samstag, 02. Juli 2011 um 09:48 Uhr | |||
Wenn traumatisierende Erlebnisse die Bruderliebe auf eine harte Probe stellen. Brothers (2011)Bewertung: 5 von 6 Studio: Koch Media GmbH www.brothersfilm.com Als Brüder haben sie in der Vergangenheit schon einige schwere Momente gemeinsam überstanden und doch haben sich beide zu so unterschiedlichen Charakteren entwickelt. Der US Soldat Captain Sam Cahill (Tobey Maguire) führt ein idyllisches Familienleben mit seiner Frau Grace (Natalie Portman) und seinen beiden Töchtern Maggie und Isabelle, genießt den Respekt eines ehrenvollen Patrioten und steht kurz vor seinem nächsten Einsatz in Afghanistan. Zuvor holt er aber seinen Bruder Tommy (Jake Gyllenhaal) nach dessen Haftentlassung vom Gefängnis ab und nimmt ihn wieder in den kleinen Familienkreis auf. Verurteilt wegen eines Banküberfalls genießt dieser als schwarzes Schaf nicht gerade die Sympathie seines Vaters Hank, selbst seines Zeichens stolzer Kriegsveteran. Die Konstellationen scheinen relativ klar zu sein und Sam muss seinen Bruder nur allzu oft vor Hank's zynischen Bemerkungen in Schutz nehmen. Während seines Einsatzes wird nun der Kampfhubschrauber der Einheit von Captain Cahill mitsamt Besatzung von den Taliban aus der Luft geholt und die US Army schickt im sicheren Glauben von Sam's Tod einen Militärseelsorger zur Überbringung der schlechten Nachricht zu dessen Familie. In dieser schlimmen Stunde und gerade der Zeit danach übernimmt Tommy plötzlich jene Verantwortung, die ihm anfangs keiner so recht zugetraut hätte, unterstützt die trauernde Witwe wo er nur kann und kümmert sich sehr fürsorglich um Sam's Töchter. Auch Hank registriert die Wandlung seines Sohnes und das angespannte Verhältnis der beiden bessert sich langsam aber sicher. Was keiner von ihnen weiß: Sam ist nicht tot und wurde zusammen mit dem ebenfalls überlebenden Private Willis von den Taliban zu einem unbekannten Außenposten des Feindes verschleppt. Dort versucht man mit unterschiedlichen Foltermethoden wichtige Informationen aus den US Soldaten herauszuholen. Sam bleibt trotz allem standhaft und wird mit Waffengewalt dazu gezwungen, seinen Kameraden zu erschlagen. Ein traumatisierendes Erlebnis, das ihn auch nach seiner unverhofften Rettung noch lange Zeit innerlich zermürben wird. Ab diesem Moment beginnt Brothers erst richtig spannend zu werden und das Trio Maguire – Portman – Gyllenhaal glänzt mit exzellenten schauspielerischen Leistungen. Rückkehrer Sam ist absolut überfordert mit der neuen Situation und vor allem sich selbst. Über seine Kriegserlebnisse schweigt er, die Schuldgefühle quälen ihn zutiefst und dann verstört ihn auch noch die Harmonie zwischen seinem Bruder und seiner Frau. Von Eifersucht getrieben wirft er den beiden ein sexuelles Verhältnis vor, dass es so nicht gegeben hat und entwickelt sich in seinem labilen nervlichen Zustand immer mehr zu einer tickenden Zeitbombe, die jeden Moment zu explodieren droht. Meine besondere Hochachtung an dieser Stelle für einen überragend actenden Tobey Maguire, der für seine glaubwürdige Rolle zurecht für den Golden Globe nominiert wurde. Brothers würde ohne das enorme schauspielerische Talent seiner Hauptdarsteller nicht funktionieren, zumindest nicht in dem Maße, um den Zuschauer so sehr an den Bildschirm zu fesseln, wie es hier der Fall ist. Obwohl es gar nicht so sehr um den Krieg an sich geht, schwingt das schwermütige Schicksal der vermeintlichen Kriegshelden als augenscheinlicher Kritikpunkt in beinahe sämtlichen Handlungen unweigerlich mit. Dramatisches Kino der Emotionen. [AR] Zusammenfassung der ReviewAlexander Riede ist der Meinung... Regisseur Jim Sheridan bastelt dank seiner meisterlichen Charakterzeichnung aus der Vorlage des gleichnamigen dänischen Kriegsdramas Brothers einen eigenständigen Film, der vor allem durch die herausragenden schauspielerischen Leistungen von Tobey Maguire, Natalie Portman und Jake Gyllenhaal besonders glänzt. Ein absoluter Filmtipp im Bereich anspruchsvoller Unterhaltung für Erwachsene. Sollte man auf jeden Fall gesehen haben... Bewertung der ReviewEure Meinung ist uns ebenfalls wichtig, deshalb bewertet bitte unsere Artikel oder hinterlasst einen Kommentar.
|


Brothers (2011)
Zuvor holt er aber seinen Bruder Tommy (Jake Gyllenhaal) nach dessen Haftentlassung vom Gefängnis ab und nimmt ihn wieder in den kleinen Familienkreis auf. Verurteilt wegen eines Banküberfalls genießt dieser als schwarzes Schaf nicht gerade die Sympathie seines Vaters Hank, selbst seines Zeichens stolzer Kriegsveteran. Die Konstellationen scheinen relativ klar zu sein und Sam muss seinen Bruder nur allzu oft vor Hank's zynischen Bemerkungen in Schutz nehmen. Während seines Einsatzes wird nun der Kampfhubschrauber der Einheit von Captain Cahill mitsamt Besatzung von den Taliban aus der Luft geholt und die US Army schickt im sicheren Glauben von Sam's Tod einen Militärseelsorger zur Überbringung der schlechten Nachricht zu dessen Familie. In dieser schlimmen Stunde und gerade der Zeit danach übernimmt Tommy plötzlich jene Verantwortung, die ihm anfangs keiner so recht zugetraut hätte, unterstützt die trauernde Witwe wo er nur kann und kümmert sich sehr fürsorglich um Sam's Töchter.
Auch Hank registriert die Wandlung seines Sohnes und das angespannte Verhältnis der beiden bessert sich langsam aber sicher. Was keiner von ihnen weiß: Sam ist nicht tot und wurde zusammen mit dem ebenfalls überlebenden Private Willis von den Taliban zu einem unbekannten Außenposten des Feindes verschleppt. Dort versucht man mit unterschiedlichen Foltermethoden wichtige Informationen aus den US Soldaten herauszuholen. Sam bleibt trotz allem standhaft und wird mit Waffengewalt dazu gezwungen, seinen Kameraden zu erschlagen. Ein traumatisierendes Erlebnis, das ihn auch nach seiner unverhofften Rettung noch lange Zeit innerlich zermürben wird. Ab diesem Moment beginnt Brothers erst richtig spannend zu werden und das Trio Maguire – Portman – Gyllenhaal glänzt mit exzellenten schauspielerischen Leistungen. Rückkehrer Sam ist absolut überfordert mit der neuen Situation und vor allem sich selbst. Über seine Kriegserlebnisse schweigt er, die Schuldgefühle quälen ihn zutiefst und dann verstört ihn auch noch die Harmonie zwischen seinem Bruder und seiner Frau.
Von Eifersucht getrieben wirft er den beiden ein sexuelles Verhältnis vor, dass es so nicht gegeben hat und entwickelt sich in seinem labilen nervlichen Zustand immer mehr zu einer tickenden Zeitbombe, die jeden Moment zu explodieren droht. Meine besondere Hochachtung an dieser Stelle für einen überragend actenden Tobey Maguire, der für seine glaubwürdige Rolle zurecht für den Golden Globe nominiert wurde. Brothers würde ohne das enorme schauspielerische Talent seiner Hauptdarsteller nicht funktionieren, zumindest nicht in dem Maße, um den Zuschauer so sehr an den Bildschirm zu fesseln, wie es hier der Fall ist. Obwohl es gar nicht so sehr um den Krieg an sich geht, schwingt das schwermütige Schicksal der vermeintlichen Kriegshelden als augenscheinlicher Kritikpunkt in beinahe sämtlichen Handlungen unweigerlich mit. Dramatisches Kino der Emotionen. [AR]
Zusammenfassung der Review