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Movies - DVD
Sonntag, 03. Juli 2011 um 11:25 Uhr

Manchmal könnte man sich US Adaptionen auch einfach sparen.

13 (2011)
Bewertung: 3 von 6
Studio: Highlight
www.13-tzameti.de

Welche enormen Gefahren würden manche Menschen auf sich nehmen, um sich selbst aus der Schuldenfalle heraus manövrieren zu können? Diese Frage wird spätestens in Zeiten der weltweiten Finanzkrise zum ernsten Thema. Was also tun, wenn einem Peter Zwegert mal nicht ratgebend zur Seite steht? Muss sich auch unser Hauptdarsteller Vince Ferro (Sam Riley) in einer seiner schlimmsten Stunden gedacht haben...

Der junge Mann rettete seinen Vater vor dem sicheren Tod, was nun allerdings angesichts enormer Krankenhaus- kosten die komplette Familie in den finanziellen Ruin zu stürzen droht. Ohne ordentliche Krankenversicherung kann einen dies im amerikanischen Pflegesystem gerne mal das eigene Haus kosten. Die Zwangsversteigerung scheint also unausweichlich, bis Vince bei einem seiner Aushilfs-Elektrojobs ein lockendes Gespräch belauscht, in dem es um eine ganze Menge Geld geht. Der zwielichtige Kerl, dessen Bankkonto nach Abschluss einer mysteriösen Sache prall gefüllt sein könnte, setzt sich unverhofft voller Vorfreude den goldenen Schuss und verstirbt während der Anwesenheit von Vince. Dieser zögert nicht lange und sichert sich den nicht minder geheimnisvollen Brief mit der Wegbeschreibung zu einem unbekannten Zielort. Dass ihm die Polizei bereits auf den Spuren ist und ihn beschatten lässt, merkt er da noch nicht, wird aber gegen Ende des Filmes noch zu einem tragenden Faktor.

Regisseur Géla Babluani liefert mit seinem Remake 13 ein hollywoodtaugliches Abbild seines französisch georgischen Originals von 2005 mit dem Titel 13 Tzameti – nur diesmal mit einer interessanten Starbesetzung von Jason Statham über Ray Winstone bis hin zu Mickey Rourke, der im zweiten Frühling seiner Schauspielkarriere wohl derzeit kein Rollenangebot ausschlägt. Sogar Curtis “50 Cent” Jackson ist wieder einmal auf der Leinwand zu sehen. Als unser junger Freund Vince jedenfalls als Blender auffliegt, befindet er sich an einem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Der Ernst seiner misslichen Lage wird ihm spätestens an jenem Punkt bewusst, als er das erste Mal einen Revolverlauf an den Kopf gedrückt bekommt. Wer jetzt denkt, dass dies zu erwarten war, wird vielleicht überrascht sein, dass diese Aktion fester Bestandteil eines in seinen Grundzügen pervertierten Glücksspiels der extremen Sorte von russischem Roulette ist. Reiche Geldsäcke verwetten ihre Millionen dabei, während sich einige bemitleidenswerte Individuen mehr oder weniger (un)freiwillig gegenseitig das Gehirn wegpusten. Ohne Worte. Gelegentlich erliegt man der schockierenden Vermutung, dass es solche “Wettkämpfe” bei unserer mittlerweile so krank anmutenden Gesellschaft womöglich sogar tatsächlich geben mag, unter dem Deckmantel der absoluten Verschwiegenheit natürlich.

Aufgrund des kurzen Anfangsschnitts weiß man leider schon zu Beginn des Films, dass die Ereignisse auf einen finalen Showdown heraus laufen werden, was der insgesamt mangelhaften Spannung, die 13 zu erzeugen versucht, alles andere als zugute kommt. Und entgegen meiner Überzeugung als Filmkritiker verrate ich an dieser Stelle, dass es ausnahmsweise kein Happy End geben wird oder zumindest so viel, dass der Kinozuschauer ein klein wenig traurig verstimmt zurückgelassen wird. Dies mache ich aber mit der Gewissheit, dass gerade dieser Aspekt den Film 13 reizvoll macht, denn nicht umsonst wurde das Original mit dem Europäischen Filmpreis für den besten Nachwuchsfilm ausgezeichnet. Auf das Remake hätten wir dennoch gerne verzichten können, da es keine neuen Perspektiven der Vorlage bietet und damit ohne wirklichen Mehrwert bleibt. [AR]



Zusammenfassung der Review

Alexander Riede ist der Meinung...
Wer das Original von 2005 bereits kennen sollte, kann sich diesen mehr oder weniger lauwarmen Aufguss mit entsprechender Hollywood-Besetzung getrost sparen. Die Handlung erzählt sich auch ohne die Anwesenheit von Jason Statham oder Mickey Rourke, noch dazu wo diese nicht unbedingt schauspielerische Glanzpunkte mit ihrer Performance abliefern. So kommt 13 leider kaum über seine Mittelmäßigkeit hinaus und kann nur bedingt empfohlen werden.


Bewertung der Review

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