Blu-ray Disc
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| Movies - Blu-ray Disc | |||
| Samstag, 16. Juli 2011 um 12:25 Uhr | |||
Was ist schon moralische Gerechtigkeit? 72 Stunden - The Next Three Days (2011) Bewertung: 4,5 von 6 Studio: Kinowelt GmbH www.72stunden.kinowelt.de An welchem Punkt im Leben sollte man seine persönlichen Grenzen moralischer Wertvor- stellungen ernsthaft beginnen neu auszuloten? Diese Frage stellt sich auch der zunächst unscheinbare Mittelschichtbürger John Brennan (Russel Crowe), seines Zeichens zufriedener Dozent an einem College in der US-Großstadt Pittsburgh und liebender Ehemann/ Familienvater. Als eines Tages seine Frau Lara (Elzabeth Banks) wegen Mordverdachts von der Polizei festgenommen und vor Gericht aufgrund der Beweislast zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt wird, muss John im festen Glauben an deren Unschuld erst einmal mit der für ihn unbegreiflichen Situation klarkommen und in diesem schweren Moment eine feste Stütze für den gemeinsamen Sohn Luke sein. Die unerträgliche Sehnsucht nach seiner Frau, das Gefühl der inneren Leere und Hilflosigkeit lassen unseren Hauptdarsteller geistig die ersten Szenarien eines Ausbruchsversuches durchspielen und das anfangs noch vage Vorhaben verdichtet sich zu einem festen Plan, als Lara im Gefängnis nur knapp vor dem Selbstmord gerettet werden kann. John beginnt im Internet zu recherchieren, ein mehrfach entflohener Ex-Sträfling verrät ihm wertvolle Tipps zur Planung und Umsetzung einer solch waghalsigen Flucht aus den Fesseln der Staatsmacht und der bisher unbescholtene, brave Steuerzahler bewegt sich mehr und mehr in kriminellen Kreisen, die letztendlich auch eine riesige Gefahr für das eigene Leben darstellen. Der illegale Erwerb einer Schusswaffe sowie falscher Ausweispapiere sorgt zunächst nur für körperliche Blessuren, als John jedoch alles auf eine Karte setzen muss und einen Drogendealer um dessen “Fluchtgeld” erleichtern möchte, erschießt er diesen zwar in Notwehr agierend aber auch mit einer nicht länger ob der Konsequenzen reflektierenden Verzweiflung ohne großartige Handlungsalternativen. Natürlich hinterlässt er Spuren und an diesem point of no return angelangt, an dem er innerhalb von 72 Stunden seine Frau befreien muss, die in ein anderes Gefängnis verlegt werden soll, ist es nur noch ein konsequenter Schritt, dass die geplante Flucht in die Tat umgesetzt wird. Eigentlich beginnt der dramatische Thriller 72 Stunden - The Next Three Days erst an diesem Punkt für den Zuschauer richtig interessant zu werden, denn während sich der Großteil des Blockbusters mit dem moralischen Verfall des Familienvaters John Brennan beschäftigt, der im festen Glauben an Gerechtigkeit das Recht an sich ad acta liegt, ist man doch zutiefst gespannt, ob die actionreiche Flucht vor dem Gesetz auch funktioniert. Die Chancen für einen solchen gewagten Aus- bruchsversuch stehen denkbar schlecht in einem Zeitalter der medien- wirksamen, totalen Über- wachung und wer nicht aufgibt, wird von der Polizei kurzerhand erschossen. Aber vielleicht ist John schlauer als alle anderen... vielleicht. Hollywood Darsteller Russel Crowe trägt dank seiner schauspielerischen Leistung einen wertvollen Teil dazu bei, aus der französischen Vorlage Pour Elle (2008) von Fred Cavayé, auf dem der 72 Stunden Plot basiert, eben mehr als ein weiteres belangloses Remake der aktuellen Trendsetzung zu machen. Der Zuschauer wird sich irgendwann tatsächlich selbst dabei ertappen, obwohl er ohne wirklich zu wissen, dass Lara unschuldig ist oder die kaltblütige Mörderin sein könnte, es den Flüchtenden von Herzen zu gönnen, dass sie die Beamten austricksen und wünscht sich ein Happy End. [AR] Zusammenfassung der ReviewAlexander Riede ist der Meinung... Regisseur Paul Haggis (Million Dollar Baby, L.A. Crash) bedient sich wie derzeit viele andere in Hollywoods Filmschmiede dem einfachen Muster der Neuverfilmung europäischer Erfolgskonzepte und kann mit seinem Beitrag 72 Stunden - The Next Three Days eigentlich nicht mehr viel falsch machen. Ob dieser Umstand nun große Kunst darstellt, ist eine äußerst streitbare Frage und am Ende muss das Publikum selbst entscheiden, ob ihnen Vincent London im Original oder ein großartig actender Russell Crowe in der US-Variante besser gefällt. Alles Geschmackssache, würde ich sagen. Bewertung der ReviewEure Meinung ist uns ebenfalls wichtig, deshalb bewertet bitte unsere Artikel oder hinterlasst einen Kommentar.
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72 Stunden - The Next
Als eines Tages seine Frau Lara (Elzabeth Banks) wegen Mordverdachts von der Polizei festgenommen und vor Gericht aufgrund der Beweislast zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt wird, muss John im festen Glauben an deren Unschuld erst einmal mit der für ihn unbegreiflichen Situation klarkommen und in diesem schweren Moment eine feste Stütze für den gemeinsamen Sohn Luke sein. Die unerträgliche Sehnsucht nach seiner Frau, das Gefühl der inneren Leere und Hilflosigkeit lassen unseren Hauptdarsteller geistig die ersten Szenarien eines Ausbruchsversuches durchspielen und das anfangs noch vage Vorhaben verdichtet sich zu einem festen Plan, als Lara im Gefängnis nur knapp vor dem Selbstmord gerettet werden kann. John beginnt im Internet zu recherchieren, ein mehrfach entflohener Ex-Sträfling verrät ihm wertvolle Tipps zur Planung und Umsetzung einer solch waghalsigen Flucht aus den Fesseln der Staatsmacht und der bisher unbescholtene, brave Steuerzahler bewegt sich mehr und mehr in kriminellen Kreisen, die letztendlich auch eine riesige Gefahr für das eigene Leben darstellen.
Der illegale Erwerb einer Schusswaffe sowie falscher Ausweispapiere sorgt zunächst nur für körperliche Blessuren, als John jedoch alles auf eine Karte setzen muss und einen Drogendealer um dessen “Fluchtgeld” erleichtern möchte, erschießt er diesen zwar in Notwehr agierend aber auch mit einer nicht länger ob der Konsequenzen reflektierenden Verzweiflung ohne großartige Handlungsalternativen. Natürlich hinterlässt er Spuren und an diesem point of no return angelangt, an dem er innerhalb von 72 Stunden seine Frau befreien muss, die in ein anderes Gefängnis verlegt werden soll, ist es nur noch ein konsequenter Schritt, dass die geplante Flucht in die Tat umgesetzt wird. Eigentlich beginnt der dramatische Thriller 72 Stunden - The Next Three Days erst an diesem Punkt für den Zuschauer richtig interessant zu werden, denn während sich der Großteil des Blockbusters mit dem moralischen Verfall des Familienvaters John Brennan beschäftigt, der im festen Glauben an Gerechtigkeit das Recht an sich ad acta liegt, ist man doch zutiefst gespannt, ob die actionreiche Flucht vor dem Gesetz auch funktioniert.
Die Chancen für einen solchen gewagten Aus- bruchsversuch stehen denkbar schlecht in einem Zeitalter der medien- wirksamen, totalen Über- wachung und wer nicht aufgibt, wird von der Polizei kurzerhand erschossen. Aber vielleicht ist John schlauer als alle anderen... vielleicht. Hollywood Darsteller Russel Crowe trägt dank seiner schauspielerischen Leistung einen wertvollen Teil dazu bei, aus der französischen Vorlage Pour Elle (2008) von Fred Cavayé, auf dem der 72 Stunden Plot basiert, eben mehr als ein weiteres belangloses Remake der aktuellen Trendsetzung zu machen. Der Zuschauer wird sich irgendwann tatsächlich selbst dabei ertappen, obwohl er ohne wirklich zu wissen, dass Lara unschuldig ist oder die kaltblütige Mörderin sein könnte, es den Flüchtenden von Herzen zu gönnen, dass sie die Beamten austricksen und wünscht sich ein Happy End. [AR]
Zusammenfassung der Review