Blu-ray Disc
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| Movies - Blu-ray Disc | |||
| Samstag, 23. Juli 2011 um 13:20 Uhr | |||
Lebend begraben. Eine Metapher mangelnder Menschlichkeit. Buried - Lebend begraben (2011) Bewertung: 4,5 von 6 Studio: Ascot Elite www.buried-derfilm.de Was sind die Folgen des Terrorismus und der versuchten Demokratisierung eines fundamentalistischen Gedankenguts, das die westliche Welt trotz aller Bemühungen nie wirklich begreifen werden wird? Die zunehmende Globalisierung schürt das Konfliktpotenzial ebenso wie die Furcht vor Ressourcenknappheit. Menschlichkeit kann man kaum noch erwarten, wo die eigenen Bedürfnisse grundsätzlich denen der Allgemeinheit vorangestellt werden. Leidtragende sind dabei immer diejenigen, die der existenziellen gesell- schaftlichen Systematik mehr oder minder hilflos ausgeliefert sind. So auch der einfach strukturierte US amerikanische Truckfahrer Paul Conroy (gespielt von Ryan Reynolds), dessen Firmenkolonne während eines humanitären Einsatzes im verfeindeten Kriegsgebiet des Irak angegriffen wird, wie wir im Verlauf des Thrillers Buried – Lebend begraben noch erfahren werden. Die ersten Minuten des Films verlaufen auf schwarzer Leinwand, bis Paul mit einem Sturmfeuerzeug etwas Licht in die beklemmende Situation bringt: er befindet sich gefesselt bei lebendigem Leib begraben in einem Holzsarg irgendwo unter der Erde. Wer sich bei diesem Szenario an Kill Bill Vol. 2 erinnert fühlt, wird mit Bedauern registrieren, dass unser Protagonist in Buried leider nicht über spezielle Martial Arts Techniken verfügt, um sich erstaunlicherweise selbst aus dieser misslichen Lage zu befreien und muss sich gefasst darauf einstellen, das minimalistische Setting eines kleinen Raumes mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit für die nächsten 90 Minuten nicht zu verlassen. Funktioniert diese Art von Thriller überhaupt?! Man muss erstaunt feststellen, dass Buried trotz oder gerade wegen seiner physischen wie psychischen Enge ein spannendes und vor allem nachdenklich stimmendes Filmerlebnis garantiert. Die schauspielerische Leistung von Ryan Reynolds ist ohne große Makel versehen und für die nötige Abwechslung sorgen mehrere Werkzeuge und Hilfsutensilien wie Feuerzeug, Knicklichter, Taschenlampe (allesamt variabler Beleuchtungseffekte dienlich), Flachmann, Messer, Kugelschreiber und ein Mobiltelefon. Wer packt einem lebend Begrabenen solche Gegenstände mit den Sarg? Bei anfänglicher Erleichterung und einem aufkommenden Hoffnungsschimmer muss Paul zu seiner persönlichen Enttäuschung feststellen, dass ihm ein netzfähiges Handy als Kommunikationsmittel mangels aufmerksam zuhörenden oder generell desinteressierten Gesprächspartnern am anderen Ende der Leitung überhaupt keinen Vorteil im bitterem Kampf ums Überleben verschaffen kann. Vielmehr spitzt sich die sadistische Foltermethode mit der konkreten Zielsetzungen der Lösegeld- forderung an die Vereinigten Staaten noch zu, als sich die vermeintlichen irakischen Terroristen telefonisch mit Paul Conroy in Verbindung setzen, um ihn von deren Vorhaben zu unterrichten. Paul rennt jedenfalls mit der Aussicht des sicheren Erstickungstodes langsam aber sicher die Zeit davon und seine Außenwelt leistet sehr wenig bis nichts für seine Rettung, was die Dramatik des Films ins Unermessliche steigern lässt und den Zuschauer teils gebannt, teils schockiert und oft kopfschüttelnd an den Bildschirm fesselt. Ob es ein Happy End und eine Rettung in letzter Sekunde geben wird... findet es selbst heraus! [AR] Zusammenfassung der ReviewAlexander Riede ist der Meinung... Dank der guten Drehbuchvorlage von Chris Sparling zaubert Regisseur Rodrigo Cortés mit minimalistischem aber überaus effektivem Mitteleinsatz einen schockierend spannenden Thriller hervor und hinterlässt beim Zuschauer ein nachdenklich gehaltenes Gefühl der Wut und Enttäuschung aufgrund einer zunehmend entmenschlichten Gesellschaft sowie des Bedauerns der nicht immer augenscheinlichen Opfer dieses Umstandes, zu denen man selbst schneller werden könnte, als man im geglaubten Gefühl der Sicherheit vielleicht meinen könnte. Bewertung der ReviewEure Meinung ist uns ebenfalls wichtig, deshalb bewertet bitte unsere Artikel oder hinterlasst einen Kommentar.
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Buried - Lebend
Leidtragende sind dabei immer diejenigen, die der existenziellen gesell- schaftlichen Systematik mehr oder minder hilflos ausgeliefert sind. So auch der einfach strukturierte US amerikanische Truckfahrer Paul Conroy (gespielt von Ryan Reynolds), dessen Firmenkolonne während eines humanitären Einsatzes im verfeindeten Kriegsgebiet des Irak angegriffen wird, wie wir im Verlauf des Thrillers Buried – Lebend begraben noch erfahren werden. Die ersten Minuten des Films verlaufen auf schwarzer Leinwand, bis Paul mit einem Sturmfeuerzeug etwas Licht in die beklemmende Situation bringt: er befindet sich gefesselt bei lebendigem Leib begraben in einem Holzsarg irgendwo unter der Erde. Wer sich bei diesem Szenario an Kill Bill Vol. 2 erinnert fühlt, wird mit Bedauern registrieren, dass unser Protagonist in Buried leider nicht über spezielle Martial Arts Techniken verfügt, um sich erstaunlicherweise selbst aus dieser misslichen Lage zu befreien und muss sich gefasst darauf einstellen, das minimalistische Setting eines kleinen Raumes mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit für die nächsten 90 Minuten nicht zu verlassen.
Funktioniert diese Art von Thriller überhaupt?! Man muss erstaunt feststellen, dass Buried trotz oder gerade wegen seiner physischen wie psychischen Enge ein spannendes und vor allem nachdenklich stimmendes Filmerlebnis garantiert. Die schauspielerische Leistung von Ryan Reynolds ist ohne große Makel versehen und für die nötige Abwechslung sorgen mehrere Werkzeuge und Hilfsutensilien wie Feuerzeug, Knicklichter, Taschenlampe (allesamt variabler Beleuchtungseffekte dienlich), Flachmann, Messer, Kugelschreiber und ein Mobiltelefon. Wer packt einem lebend Begrabenen solche Gegenstände mit den Sarg? Bei anfänglicher Erleichterung und einem aufkommenden Hoffnungsschimmer muss Paul zu seiner persönlichen Enttäuschung feststellen, dass ihm ein netzfähiges Handy als Kommunikationsmittel mangels aufmerksam zuhörenden oder generell desinteressierten Gesprächspartnern am anderen Ende der Leitung überhaupt keinen Vorteil im bitterem Kampf ums Überleben verschaffen kann.
Vielmehr spitzt sich die sadistische Foltermethode mit der konkreten Zielsetzungen der Lösegeld- forderung an die Vereinigten Staaten noch zu, als sich die vermeintlichen irakischen Terroristen telefonisch mit Paul Conroy in Verbindung setzen, um ihn von deren Vorhaben zu unterrichten. Paul rennt jedenfalls mit der Aussicht des sicheren Erstickungstodes langsam aber sicher die Zeit davon und seine Außenwelt leistet sehr wenig bis nichts für seine Rettung, was die Dramatik des Films ins Unermessliche steigern lässt und den Zuschauer teils gebannt, teils schockiert und oft kopfschüttelnd an den Bildschirm fesselt. Ob es ein Happy End und eine Rettung in letzter Sekunde geben wird... findet es selbst heraus! [AR]
Zusammenfassung der Review