Blu-ray Disc
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| Movies - Blu-ray Disc | |||
| Sonntag, 07. August 2011 um 14:59 Uhr | |||
Wer entscheidet tatsächlich über unser Schicksal? Die! Ein Spiel auf Leben und Tod (2011) Bewertung: 4 von 6 Studio: Universum Film www.universumfilm.de Während die das Horror-Genre so maßgeblich beeinflussende SAW-Filmreihe mittlerweile in die siebte Runde geht, wird man sich (hoffentlich) abseits der offensichtlichen Faszination für sadistische Foltermethoden auf der Kinoleinwand verstärkt die Frage nach politischen oder gesellschaftlich begründeten Hintergrundmotiven stellen. Was wäre es nicht für eine generell beunruhigende Erkenntnis, wenn statt eines einzelnen Psychopathen eine ganze Organisation an zunächst hilflos gescheiterten Existenzen hinter der mitunter blutigen bis tödlichen Läuterung zur allgemeinen Weltverbesserung steckt... Wir befinden uns nunmehr unmittelbar im düsteren Setting des Films Die! Ein Spiel auf Leben und Tod. In einem quasi unterirdischen Gefängnis oder nennen wir es besser einem Forschungslabor ähnelnden gläsernen Käfig befinden sich sechs Menschen, die sich untereinander nicht kennen und nicht wirklich wissen, wie sie hierher verschleppt und zu welchem Zweck sie eingesperrt wurden. Als zum ersten Mal der mysteriöse “Spielleiter” den Raum betritt und die ersten beiden Protagonisten zur eröffnenden Runde auffordert, wird einem schnell klar, dass es hier unweigerlich um Leben und Tod gehen wird. Ein Würfel soll über das Schicksal der Auserwählten entscheiden und erst im Laufe des Films versteht man die Systematik der sadistischen Spielereien. Die Teilnehmer haben sich für diese extreme Form des Läuterungsversuches durch ihre eigene psychisch labile Verfassung, eine selbst-zerstörerische Lebensweise oder gar jeweilige Selbst- mordversuche “qualifiziert”, um die einmalige Chance zu erhalten, unter besonders dramatischen Umständen neu geboren zu werden. Konkret bedeutet dies beispielsweise, dass der zwielichtige Polizist Murdock, der sich in der Vergangenheit selbst schon den Lauf seines Dienstrevolvers an die Schläfe hielt, per Würfel entscheiden muss, wie viele Patronen er für eine weitere Runde russisches Roulette laden soll. Nur soll er die geladene Waffe diesmal nicht gegen sich selbst richten, sondern einen der fünf anderen Insassen. Das Spiel beginnt... und es gibt weitere Methoden der fremdverschuldeten Suizid Inszenierung. Das eigene Leid und der gewählte Ausweg wird gnadenlos auf andere projiziert, um den extrinsisch motivierten Lernprozess einsetzen zu lassen. Durch teilweise geschickte Rückblenden verdichten sich die Einzelschicksale zu einem gesellschaftlichen Problem zunehmender Ver- einsamung und mangelnder Reflektion über die eigentliche Wertschätzung des eigenen Lebens. Kein schlechter Denkanstoß und schon ist Die! Ein Spiel auf Leben und Tod als stückweises sozialkritisches Statement mit tieferer Sinngebung zu verstehen. Spannend fällt der grundsolide Horror/Thriller-Streifen mit schauspielerische Besetzung aus der zweiten Reihe Hollywoods (Elias Koteas, John Pyper-Ferguson, Emily Hampshire) alle Mal aus und stellt den augenscheinlichen Beweis dafür auf, dass man auch mit wesentlich geringerem Budget die ungeteilte Aufmerksamkeit der Zuschauer einfordern kann. [AR] Zusammenfassung der ReviewAlexander Riede ist der Meinung... Obwohl mich anfangs das merkwürdige Gefühl beschlich, dass mich die Thematik russisches Roulette mittlerweile cineastisch verfolgen würde, gab ich Die! eine faire Chance und wurde letzten Endes nicht enttäuscht. Man fiebert einerseits mit den Protagonisten mit, wundert sich dann aber ein Stück weit darüber, wie sich die Wertschätzung des menschlichen Lebens situationsbedingt verschieben kann. Aus einem Spiel wird bitterer Ernst und wenn uns der hier tödliche Würfel an dieser Stelle eines lehren soll, dann ist es die Tatsache, dass wir trotz der widrigsten Umstände immer noch die eigene Wahl über unser Schicksal haben. Bewertung der ReviewEure Meinung ist uns ebenfalls wichtig, deshalb bewertet bitte unsere Artikel oder hinterlasst einen Kommentar.
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Die! Ein Spiel auf
Wir befinden uns nunmehr unmittelbar im düsteren Setting des Films Die! Ein Spiel auf Leben und Tod. In einem quasi unterirdischen Gefängnis oder nennen wir es besser einem Forschungslabor ähnelnden gläsernen Käfig befinden sich sechs Menschen, die sich untereinander nicht kennen und nicht wirklich wissen, wie sie hierher verschleppt und zu welchem Zweck sie eingesperrt wurden. Als zum ersten Mal der mysteriöse “Spielleiter” den Raum betritt und die ersten beiden Protagonisten zur eröffnenden Runde auffordert, wird einem schnell klar, dass es hier unweigerlich um Leben und Tod gehen wird. Ein Würfel soll über das Schicksal der Auserwählten entscheiden und erst im Laufe des Films versteht man die Systematik der sadistischen Spielereien.
Die Teilnehmer haben sich für diese extreme Form des Läuterungsversuches durch ihre eigene psychisch labile Verfassung, eine selbst-zerstörerische Lebensweise oder gar jeweilige Selbst- mordversuche “qualifiziert”, um die einmalige Chance zu erhalten, unter besonders dramatischen Umständen neu geboren zu werden. Konkret bedeutet dies beispielsweise, dass der zwielichtige Polizist Murdock, der sich in der Vergangenheit selbst schon den Lauf seines Dienstrevolvers an die Schläfe hielt, per Würfel entscheiden muss, wie viele Patronen er für eine weitere Runde russisches Roulette laden soll. Nur soll er die geladene Waffe diesmal nicht gegen sich selbst richten, sondern einen der fünf anderen Insassen. Das Spiel beginnt... und es gibt weitere Methoden der fremdverschuldeten Suizid Inszenierung. Das eigene Leid und der gewählte Ausweg wird gnadenlos auf andere projiziert, um den extrinsisch motivierten Lernprozess einsetzen zu lassen.
Durch teilweise geschickte Rückblenden verdichten sich die Einzelschicksale zu einem gesellschaftlichen Problem zunehmender Ver- einsamung und mangelnder Reflektion über die eigentliche Wertschätzung des eigenen Lebens. Kein schlechter Denkanstoß und schon ist Die! Ein Spiel auf Leben und Tod als stückweises sozialkritisches Statement mit tieferer Sinngebung zu verstehen. Spannend fällt der grundsolide Horror/Thriller-Streifen mit schauspielerische Besetzung aus der zweiten Reihe Hollywoods (Elias Koteas, John Pyper-Ferguson, Emily Hampshire) alle Mal aus und stellt den augenscheinlichen Beweis dafür auf, dass man auch mit wesentlich geringerem Budget die ungeteilte Aufmerksamkeit der Zuschauer einfordern kann. [AR]
Zusammenfassung der Review