PS3
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| Games - PS3 | |||
| Dienstag, 09. August 2011 um 17:38 Uhr | |||
Mit Zahnpasta zum Massensprint... Le Tour de France 2011 (2011) Bewertung: 0,5 von 6 Hersteller: dtp entertainment www.letour.fr Als alter Couch-Athlet, der Sport vor allem durch die Röhre vermittelt bekommt, stellt sich mir in Bezug auf die Tour de France vor allem eine Frage: Warum schauen Leute das überhaupt?! Wollen Frauen einen schamhaften Blick auf des Radfahrers (durch die vorteilhaften Hosen gewiss betonte) Männlichkeit erhaschen? Die Freude an Massencrashs? Oder sind es Fans der Seifenoper, die dank der regelmäßig wiederkehrenden Dopingaffären die gute alte Zahnpasta verunglimpfen? Mit dem Erscheinen von Le Tour de France 2011 durch unseren aller Lieblings- Videosportspiel-Hersteller Electronic Arts werden diese Fragestellungen durch eine metaphysisch noch fundamentalere Angelegenheit ersetzt: Wer in drei Gottes Namen will das auch noch spielen? Nach ein paar quälend langweiligen Stunden kann die Antwort nur lauten: Niemand. Selbst hartgesottenen Radfahrfans dürfte es schon nach dem Tutorial vergehen. Der Spieler bekommt Standbilder mit Text serviert. Kein interaktiver Einstieg oder wenigstens ein Filmchen mit bewegten Animationen. Nichts dergleichen. Aber auch im Spiel wird es nicht besser... Es gibt – wie selbstverständlich und mit gewisser Logik zu erwarten war - die originalen 21 Streckenabschnitte des legendären Wettkampfes auf dem Rad und auch die echten Fahrer und deren Teams. Nur leider fährt man nicht wirklich selbst. Kurven werden automatisch genommen und ein gelegentlicher Druck auf den Kreisbutton, sorgt für den konstanten Einsatz seiner Beinmuskulator und die nötige Geschwindigkeit auf der Strecke. Stattdessen kann man die Zeit damit tot schlagen, seine Teamkameraden mit stategischem Hintergedanken herum zu kommandieren. Diese leisten dann wichtige Führungsarbeit oder man schickt sie in eine Ausreißergruppe um selbst wieder näher heran zu kommen. Der eigene Fahrer zuckelt eigentlich nur tröge vor sich hin. Aber die Entwickler von dtp entertainment haben es tatsächlich geschafft, die Sache sogar noch um einiges langweiliger zu gestalten. Da der Spieler vom rasenden Tempo des Spieles nicht gleich überfordert werden soll, fährt er auch nur Abschnittsweise. Der größte Teil der Strecke wird letztlich simuliert, nur festgelegte Abschnitte können selbst befahren werden. Das hat den Vorteil, dass der Spieler die schlechte Grafik nicht ständig vor den Augen hat. Mies animierte Fahrer und Zuschauer, ständig die gleichen Bäume und Häuser am Straßenrand beleidigen jeden Sinn für Ästhetik. Der mysteriöse Nebel, der alles verdeckt, was knapp 100 Meter entfernt ist, hat daher mein uneingeschränktes Wohlwollen. Da freut man sich dann schon auf das Standbild während der Simulationsphase. [VS] Zusammenfassung der ReviewSven Sauerhammer ist der Meinung... Die einzige Aufregung, die ich bei diesem Spiel hatte, war ein Massensprint, während ich nebenbei meine Zähne geputzt habe. Da wäre mir doch beinahe was auf den Controller getropft. Glücklicherweise lässt sich so ein Sprint auch einhändig bewerkstelligen. So wurde Schlimmeres vermieden. Vielleicht hätte man ja die Zahnpasta der Programmierer dieser virtuellen Zeitverschwendung mit ein paar Dopingmittel aufpeppen sollen. Denn was hier als Sportsimulation verkauft wird, ist selbst für hartgesottene Radfans eine Zumutung. Bewertung der ReviewEure Meinung ist uns ebenfalls wichtig, deshalb bewertet bitte unsere Artikel oder hinterlasst einen Kommentar.
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Le Tour de France 2011
Mit dem Erscheinen von Le Tour de France 2011 durch unseren aller Lieblings- Videosportspiel-Hersteller Electronic Arts werden diese Fragestellungen durch eine metaphysisch noch fundamentalere Angelegenheit ersetzt: Wer in drei Gottes Namen will das auch noch spielen? Nach ein paar quälend langweiligen Stunden kann die Antwort nur lauten: Niemand. Selbst hartgesottenen Radfahrfans dürfte es schon nach dem Tutorial vergehen. Der Spieler bekommt Standbilder mit Text serviert. Kein interaktiver Einstieg oder wenigstens ein Filmchen mit bewegten Animationen. Nichts dergleichen.
Aber auch im Spiel wird es nicht besser... Es gibt – wie selbstverständlich und mit gewisser Logik zu erwarten war - die originalen 21 Streckenabschnitte des legendären Wettkampfes auf dem Rad und auch die echten Fahrer und deren Teams. Nur leider fährt man nicht wirklich selbst. Kurven werden automatisch genommen und ein gelegentlicher Druck auf den Kreisbutton, sorgt für den konstanten Einsatz seiner Beinmuskulator und die nötige Geschwindigkeit auf der Strecke. Stattdessen kann man die Zeit damit tot schlagen, seine Teamkameraden mit stategischem Hintergedanken herum zu kommandieren. Diese leisten dann wichtige Führungsarbeit oder man schickt sie in eine Ausreißergruppe um selbst wieder näher heran zu kommen. Der eigene Fahrer zuckelt eigentlich nur tröge vor sich hin.
Aber die Entwickler von dtp entertainment haben es tatsächlich geschafft, die Sache sogar noch um einiges langweiliger zu gestalten. Da der Spieler vom rasenden Tempo des Spieles nicht gleich überfordert werden soll, fährt er auch nur Abschnittsweise. Der größte Teil der Strecke wird letztlich simuliert, nur festgelegte Abschnitte können selbst befahren werden. Das hat den Vorteil, dass der Spieler die schlechte Grafik nicht ständig vor den Augen hat. Mies animierte Fahrer und Zuschauer, ständig die gleichen Bäume und Häuser am Straßenrand beleidigen jeden Sinn für Ästhetik. Der mysteriöse Nebel, der alles verdeckt, was knapp 100 Meter entfernt ist, hat daher mein uneingeschränktes Wohlwollen. Da freut man sich dann schon auf das Standbild während der Simulationsphase. [VS]
Zusammenfassung der Review