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| Movies - DVD | |||
| Dienstag, 09. August 2011 um 19:26 Uhr | |||
Sex, Gewalt und Viva la Revolution. Machete (2011)Bewertung: 4,5 von 6 Studio: Sony Pictures Home Ent. www.machete-film.de Regisseur Rodriguez und sein Kumpel Tarantino haben es sich bekanntermaßen auf die Fahnen geschrieben, dem Grindhouse Film die verdienten Ehren zu bescheren. Rodriguez inszenierte dazu den 2007 herausgekommen Film Planet Terror. Das Highlight dieses Films war der voran gestellte Fake-Trailer zu dem damals noch fiktiven Film Machete. Die Rufe, diesem Trailer auch einen abendfüllenden Film folgen zu lassen, wurden so laut, dass Rodriguez beschlossen hat, der Bitte seiner Fans nachzukommen. Das Ergebnis liegt jetzt als DVD vor. Der mexikanische Bundes- polizist Cortez (Danny Trejo), besser bekannt als Machete, wird von seinem ehemaligen Kollegen und aufstrebendem Drogen- baron Torrez (Steven Seagal) verraten. Dabei verliert Machete zwar nicht sein Leben, aber Job und Familie. Drei Jahre später hat Torrez sein Drogennetzwerk weiter ausgebaut, finanziert eine rechtsextreme Bürgerwehr unter der Leitung des Waffennarren von Jackson (Don Johnson) und dem Senator McLaughlin (Robert DeNiro). Letzterer hat Probleme mit der politischen Zustimmung durch die texanische Öffentlichkeit, weshalb sein engster Berater Michael Booth (Jeff Fahey) auf die Idee kommt, ein Attentat zu inszenieren, damit die Umfragewerte wieder steigen. Um das zu bewerkstelligen, sucht er einen mexikanischen Tagelöhner als Sündenbock. Natürlich gerät er ausgerechnet an Machete. Der wird zum zweiten Mal betrogen, bekommt eine Kugel in die Schulter und den unverdienten Ruhm, dem Senator ins Bein geschossen zu haben. Daraufhin wird er nicht nur von der Polizei gejagt, sondern auch von Booths Killerkommando. Hilfe bekommt er von She's Netzwerk, welches von Luz (Michelle Rodriguez) geleitet wird, der Agentin Sartana Rivera (Jessica Alba) von der US- Einwanderungsbehörde und seinem Bruder, dem Priester Padre (Cheech Marin). Durch zahlreiche, blutige Kämpfe mit Booths Schergen wird Machete immer mehr zum Revolutionshelden für die unterdrückte Minderheit. So gipfelt der Schlusskampf in einer skurrilen Schlacht zwischen Jacksons Bürgerwehr und einem Heer aus mexikanischen Tagelöhner unter der Führung von Machete. Natürlich mischt Machetes alter Freund Torrez auch mit. Der Plot von Machete ist dank der Vielzahl an Charakteren etwas komplizierter als man zu Anfang meinen mag. Der Zuschauer wird aber sicherlich nicht überfordert, da die Darstellung der Charaktere sehr oberflächlich und klischeehaft ist. Machete ist der geschundene Held, der immer wieder aufsteht, Torrez der hinterlistige Strippenzieher, Luz die emanzipierte Kampfamazone und so weiter. Das daraus entstehende Storygeflecht ist so komplex wie ein Maschendrahtzaun. Bei anderen Filmen wäre das sicher Grund zur Kritik, aber Rodriguez ist ein Meister des eindimension- alen Films. Er spielt damit, übertreibt es und schämt sich auch nicht, es immer wieder auf die Spitze zu treiben. So sind in einer Nebenrolle Lindsey Lohan und ihre neuen Brüste zu bewundern. Sie spielen Booths Tochter April, die Drogen und Internet-Exhibitionismus zugetan ist. Gegen Ende des Films wird sie metaphorisch wiedergeboren, als sie sich eine Nonnenrobe überstülpt und mit einer Sub-Machinegun für heilige Ruhe auf dem Schlachtfeld sorgt. Naiver kann eine filmische Metapher kaum sein. Auch die Kameratechnik ist einfach gehalten. Es gibt keine komplizierten Schwenks oder Fahrten. Üblicherweise werden die übertrieben großen Waffen, allen voran Machete's Machete und das blutige Abtrennen von Extremitäten gekonnt ins Bild gesetzt. Aber genau diese übertriebene Eindimensionalität ist das unterhaltsame an Rodriguez' Film und macht seine Komik aus. Manchmal ist weniger Kunst eben mehr Unterhaltung. [VS] Zusammenfassung der ReviewSven Sauerhammer ist der Meinung... Der Fake-Trailer war besser! Das ist sicher ein Urteil, welches man des öfteren hört. Und letztlich ist es richtig. Aber streckt man einen Trailer auf 100 Minuten, bleibt da eben einiges auf der Strecke. Und geht man in einen Rodriguez Film, erwartet man kein außergewöhnlich revolutionäres Kino, mit großen Gefühlen und politisch brisantem Inhalt. Leute, die glauben, Machete wäre ein Revolutionsfilm, der die Immigrantenproblematik der USA behandelt, überhöhen den Film in unangemessener Weise. Es ist einfach ein gelungener Grindhouse Film, der es versteht, sein Publikum unbeschwert zu unterhalten. Bewertung der ReviewEure Meinung ist uns ebenfalls wichtig, deshalb bewertet bitte unsere Artikel oder hinterlasst einen Kommentar.
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Machete (2011)
Der mexikanische Bundes- polizist Cortez (Danny Trejo), besser bekannt als Machete, wird von seinem ehemaligen Kollegen und aufstrebendem Drogen- baron Torrez (Steven Seagal) verraten. Dabei verliert Machete zwar nicht sein Leben, aber Job und Familie. Drei Jahre später hat Torrez sein Drogennetzwerk weiter ausgebaut, finanziert eine rechtsextreme Bürgerwehr unter der Leitung des Waffennarren von Jackson (Don Johnson) und dem Senator McLaughlin (Robert DeNiro). Letzterer hat Probleme mit der politischen Zustimmung durch die texanische Öffentlichkeit, weshalb sein engster Berater Michael Booth (Jeff Fahey) auf die Idee kommt, ein Attentat zu inszenieren, damit die Umfragewerte wieder steigen. Um das zu bewerkstelligen, sucht er einen mexikanischen Tagelöhner als Sündenbock. Natürlich gerät er ausgerechnet an Machete. Der wird zum zweiten Mal betrogen, bekommt eine Kugel in die Schulter und den unverdienten Ruhm, dem Senator ins Bein geschossen zu haben. Daraufhin wird er nicht nur von der Polizei gejagt, sondern auch von Booths Killerkommando.
Hilfe bekommt er von She's Netzwerk, welches von Luz (Michelle Rodriguez) geleitet wird, der Agentin Sartana Rivera (Jessica Alba) von der US- Einwanderungsbehörde und seinem Bruder, dem Priester Padre (Cheech Marin). Durch zahlreiche, blutige Kämpfe mit Booths Schergen wird Machete immer mehr zum Revolutionshelden für die unterdrückte Minderheit. So gipfelt der Schlusskampf in einer skurrilen Schlacht zwischen Jacksons Bürgerwehr und einem Heer aus mexikanischen Tagelöhner unter der Führung von Machete. Natürlich mischt Machetes alter Freund Torrez auch mit. Der Plot von Machete ist dank der Vielzahl an Charakteren etwas komplizierter als man zu Anfang meinen mag. Der Zuschauer wird aber sicherlich nicht überfordert, da die Darstellung der Charaktere sehr oberflächlich und klischeehaft ist. Machete ist der geschundene Held, der immer wieder aufsteht, Torrez der hinterlistige Strippenzieher, Luz die emanzipierte Kampfamazone und so weiter.
Das daraus entstehende Storygeflecht ist so komplex wie ein Maschendrahtzaun. Bei anderen Filmen wäre das sicher Grund zur Kritik, aber Rodriguez ist ein Meister des eindimension- alen Films. Er spielt damit, übertreibt es und schämt sich auch nicht, es immer wieder auf die Spitze zu treiben. So sind in einer Nebenrolle Lindsey Lohan und ihre neuen Brüste zu bewundern. Sie spielen Booths Tochter April, die Drogen und Internet-Exhibitionismus zugetan ist. Gegen Ende des Films wird sie metaphorisch wiedergeboren, als sie sich eine Nonnenrobe überstülpt und mit einer Sub-Machinegun für heilige Ruhe auf dem Schlachtfeld sorgt. Naiver kann eine filmische Metapher kaum sein. Auch die Kameratechnik ist einfach gehalten. Es gibt keine komplizierten Schwenks oder Fahrten. Üblicherweise werden die übertrieben großen Waffen, allen voran Machete's Machete und das blutige Abtrennen von Extremitäten gekonnt ins Bild gesetzt. Aber genau diese übertriebene Eindimensionalität ist das unterhaltsame an Rodriguez' Film und macht seine Komik aus. Manchmal ist weniger Kunst eben mehr Unterhaltung. [VS]
Zusammenfassung der Review