Xbox 360
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Games - Xbox 360
Mittwoch, 10. August 2011 um 16:15 Uhr

Der ewige Machtkampf: Gott vs. Natur.

From Dust (2011)
Bewertung: 4 von 6
Hersteller: Ubisoft
www.from-dust.ubi.com

Im Zuge der Aktion „Arcade Summer“ kommen Xbox 360 Besitzer nun in den unver- fälschten Genuss einiger interessanter und vor allem kostengünstiger Spiele, um die leider so kalten Sommertage besser „überwintern“ zu können. Einer dieser Titel ist From Dust, eine Göttersimulation, die an Peter Molyneuxs Populous und Black & White- Reihe angelehnt ist. An die großen Vorbilder reicht es zwar alles in allem nicht ganz heran, über den trüben Sommer dürfte das Spiel aber dennoch hinweg helfen.

Kommen wir also zur Geschichte hinter dem Videogame... Ein prähisto- rischer Stamm ist auf der Suche nach neuen Gebieten zum Besiedeln. Da Neubesiedlungen in Zeiten von Tsunamies und Vulkan- aktivitäten eine missliche Angelegenheit sind, muss erst einmal ein Gott beschworen werden. Und voilà: des Spielers Figur ist geboren oder besser entstanden oder...  was auch immer. Figur ist dabei vielleicht etwas übertrieben. Eigentlich handelt es sich um einen Ockerfarbenen Strich, der beim Stillstehen Kreise zieht. Fortan muss der Spieler in dieser bescheidenen Gestalt seine Schutzbefohlenen durch mehrere Level lotsen, in dem er Erdhaufen verlegt, Lava - und Wasserströme umleitet und Feuersbrünste löscht. Dabei wird eine große Menge des besagten Stoffes aufgesogen und an passender Stelle wieder ausgespuckt. Das ist im Großem und Ganzem alles, was man als neuer Gott macht.

Um ein Level abzuschließen, müssen Deine kleinen Lemminge alle Totems besiedeln. Dazu schickt man seine Untergebenen per Mausklick los und räumt ihnen alle Hindernisse aus dem Weg. Haben sie das Totem erreicht, errichten sie ein Dorf und warten auf ein neues Ziel von ihrem Gott. Einige dieser Totem geben dem Spieler neue Fähigkeiten, wie Wasser zu gefrieren oder Feuer zu löschen. Neben Totems schickt man seine Schützlinge vereinzelt auch zu Schreinen, die den einzelnen Dörfern einen Schutz vor Lava oder Wasser geben. Neben Totems zu besiedeln, Schreine zu besuchen und zu sterben, machen Deine Siedler nichts Weltbewegendes. Sie geben kein Mana durch ein Gebet oder verbessern Deine Fähigkeiten durch Vermehrung. Sie kämpfen nicht oder pflanzen auch nichts Ertragreiches an. All jene Arbeiten bleiben letzlich an ihrem Gott hängen. Und Arbeit gibt es wirklich genug zu verrichten in From Dust.

Obwohl es recht einfach klingt, mit ein wenig Erde oder erkalteter Lava einen Damm zu bauen, machen einem die Elemente immer wieder zu schaffen. Das liegt an der herausragenden Physikengine von From Dust. Staut man einen Fluss an einer Stelle, tritt er an einer anderen über. Lava erkaltet und es entstehen neue Erhebungen, die kommenden Strömen eine neue Richtung geben. Wer nicht vorausdenkend die Umgebung verändert, wird schnell von Lavaströmen überrannt, die das ganze Dorf dem Erdboden gleich machen. Jede Aktion verändert die Landschaft und schafft so neue Herausforderungen. Besonders interessant sind im späteren Verlauf die Gebiete, in denen man Lava und Wasser gegeneinander ausspielen muss. Drängt man das Wasser zu weit zurück, kann es die Lavaströme nicht mehr aufhalten und die schutzbefohlenen Ureinwohner verbrennen. Lässt man aber dem Wasser zu viel Raum, ertrinken sie. Diese Dynamik hatte bisher keine andere Göttersimulation. Vor diesen simulierten Naturgewalten, muss selbst ein Gott öfter mal den Hut ziehen. [VS]



Zusammenfassung der Review

Sven Sauerhammer ist der Meinung...
Mit From Dust bekommt man für ein paar Euro ein sehr unterhaltsames Spiel, das mit seiner Physikengine wegweisend ist. Die Entwickler nutzen darüber hinaus leider das Potential der Spielidee nicht ausreichend. Dass der prähistorische Stamm nichts weiter als eine Herde Lemminge ist, schadet dem Spielspaß genauso wie der etwas eintönige Handlungsspielraum des Spielers. Immer nur Erde von A nach B schaffen, um einen Damm zu bauen, wird auf die Dauer langweilig. Die Fähigkeiten, welche ein Totem verleiht, sind auch nicht sonderlich aufregend. Die intelligent gestalteten Levels überdecken dieses Manko leider nicht ausreichend. Da kann man sicher noch nachbessern. Dann gäbe es endlich einen würdigen Nachfolger zu Populous.


Bewertung der Review

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