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Movies - DVD
Dienstag, 30. August 2011 um 16:43 Uhr

Nicht noch eine Teenie-Romanze mit übernatürlichen Voraussetzungen...

Review | Kritik | Bewertung
Ich bin Nummer Vier
(2011)

logo-lovefilmBewertung: 2,5 von 6
Studio: Touchstone
www.ich-bin-nummer-4.de

Wäre ich noch in der schwierigen Phase charakterlicher Selbstfindung und hätte mit ernst zu nehmenden Akneproblemen, Stimmbruch, ständigem Liebeskummer oder sonstigen jugendlichen Alltagsproblemen zu kämpfen, würde ich vermutlich perfekt in die Zielgruppe des neuen Science-Fiction-Blockbusters Ich bin Nummer Vier passen. Mit Anfang 30 allerdings neigt man schnell dazu, dieses gleichermaßen bemerkenswerte wie nervende Teenie-Phänomen, das von der Twilight Filmreihe eingeläutet wurde, gekonnt zu ignorieren.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman der beiden Autoren James Frey und Jobie Hughes (gemeinsam unter dem Pseudonym Pittacus Lore agierend) erzählt die Story von Ich bin Nummer Vier eine nicht immer spannende Geschichte eines jungen Außerirdischen mit menschlicher Gestalt und übernatürlichen Fähigkeiten, die er nach der Zerstörung seines Heimatplaneten mit acht weiteren, besonderen Exemplaren seiner Spezies auf die Erde fliehen konnte. Jedem der neun Auserwählten zum Fortbestand ihrer Rasse wurde ein Beschützer an die Seite gestellt und weil ihre Feinde, die Mogadori – ihres Zeichens ein Haufen bedrohlich düsterer Zeitgenossen, sie auch hier weiter verfolgen, sind die auf der Erde zerstreuten jugendlichen Außerirdischen ständig auf der Flucht. Die Mogadori können die neun scheinbar nur in einer bestimmten Reihenfolge töten und drei haben sie bereits erwischt.

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Warum das so ist, wird nicht näher erläutert, kann allerdings noch in einem von mehreren geplanten Sequels nachgeholt werden. Ein Glück, denn es bereitete mir schon schlaflose Nächte... Ehrlich gesagt bleibt der Film einem vieles schuldig, von schauspielerischem Talent der Hauptdarsteller einmal ganz abgesehen, denn der nicht wirklich mysteriöse John Smith (Alex Pettyfer) ist ironischerweise ganz seinem Namen entsprechend nicht mehr als ein charakterloser, austauschbarer Hollywood-Beau mit sportlichem Waschbrettbauch und astreinem Zahnpastalächeln. Sein Beschützer Henri (Timothy Olyphant) ist mir durch die Teeniekomödie The Girl Next Door oder aber den Actionkracher Hitman – Jeder stirbt alleine auch (un)sympathischer in Erinnerung und dann gibt es da noch die gängigen Highschool Stereotypen des unterdrückten Sonderlings Sam (Callan McLauliffe) neben der ewigen Rebellin Sarah (Dianna Agron), deren Bekanntschaft John in seiner neuen Schule in der Kleinstadt Paradise, Ohio macht.

Es entwickelt sich daraus bei allen Widrigkeiten des Lebens eine Freundschaft sowie eine nicht ganz unkomplizierte, beinahe tragische Liebesbeziehung und fertig ist eine recht dreiste Kopie der weltweit so erfolgreichen Twilight Vorlage. John lernt mit der Zeit, wie er seine besonderen Fähigkeiten zum eigenen Überleben und gegen die hartnäckig attackierenden Mogadori Schergen einsetzen kann und bekommt unverhofft Unterstützung von der Kampfamazone Nummer sechs (Teresa Palmer) in der Rangfolge. Schlussendlich ein willkommener Garant für einige Bildgewaltige und zerstörerische Actionszenen, denn nur gemeinsam haben die Außerirdischen eine Chance gegen ihre zahlenmäßig überlegenen Widersacher, genauso wie gegen gähnende Langeweile.


Zusammenfassung: Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
Interessant wird in der Tat sein, wie die Drehbuchautoren von Ich bin Nummer Vier eine recht dünne Handlung mit einigen Fragezeichen in weiteren Filmprojekten fortsetzen wollen. Aufgrund mangelnder schauspielerischer Präsenz auf der Leinwand wird es mit Sicherheit schwer fallen, auch nur ansatzweise einen ähnlichen mittlerweile milliardenschweren Kultstatus wie die Twilight Filme zu erreichen. Solange man aber nur auf der aktuellen Erfolgswelle des Genres mitreiten möchte, wird sich bestimmt der ein oder andere Science-Fiction Nerd vor der Realität verfolgt in die Kinosäle flüchten.

 
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