Xbox 360
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Games - Xbox 360
Dienstag, 06. September 2011 um 18:48 Uhr

Nostalgie für den kleinen Geldbeutel.

gm-bastion

Review | Kritik | Bewertung
Bastion (2011)

logo-gameworldBewertung: 4,5 von 6
Hersteller: Supergiant Games
www.supergiantgames.com


Die Arcade-Spiele sind immer wieder einen Blick wert. Sie bieten oft gute Spielkonzepte zu einem geringen Preis und sind darüber hinaus eine Art Spielplatz für Programmierer. Mit From Dust habe ich bereits ein solches Game getestet und jetzt kommt mit Bastion das zweite. Auch hier haben die Programmierer sich nicht vom gängigen Mainstream leiten lassen, sondern ein wenig experimentiert. Und das mit großem Erfolg: Bastion ist ein wunderbares Spiel, das mit seinem nostalgischen Touch an Titel wie Zelda - A Link To The Past oder Secret Of Mana aus der guten, alten SNES-Zeit erinnert und dabei nur ein paar Euros kostet.


Als Kid erwacht der Spieler in einem kleinen Raum und bereits nach wenigen Schritten fallen einem mehrere Dinge an Bastion positiv auf: Da wäre zunächst die Tatsache, dass sich die Welt mit jedem Schritt erweitert. Aus dem Nichts fliegen die Teile der Spielwelt einem vor die Füße. Und diese Spielwelt ist so bunt wie zu 16 Bit-Zeiten. Das nächste, was hier besticht, ist die festgelegte isometrische Sicht. Wo moderne Spiele dem Spieler oft Zeit und Nerven abverlangen, um die Kamera in Position zu bringen, bietet Bastion immer eine gute Übersicht. Eine Sichtweise, wie sie bei Action-RPGs früher Gang und Gebe war. Und schließlich wäre da noch die tiefe, vor Weisheit nur so strotzende Off-Stimme des Erzählers. Er berichtet im Laufe des Spieles von Kids Vergangenheit, dem Verlauf eines Krieges und dessen Nachwehen, die in einer biblischen Katastrophe enden. Dank kurzer Sätze, zynischen Kommentaren an der richtigen Stelle und ihrem beruhigenden Bass nervt die Erzählstimme nicht, sondern leistet einen entscheidenden Beitrag zur Atmosphäre des Spieles. Leider ist die ganze Hintergrundgeschichte nur Beiwerk und nicht wirklich spielrelevant.

game-bastionDas eigentliche Ziel des Spieles ist die Suche nach mystischen Kernen und Splittern und dem Finden von Überlebenden und Gegenständen der untergegangenen Zivilisation. Mit den gefunden Teilen wird die namensgebende Bastion wieder aufgebaut. Die Bastion ist ein Zufluchtsort für die Überlebenden der Katastrophe. Im Laufe des Spieles errichtet man hier die unterschiedlichsten Gebäude, die einem beim Aus- und Aufrüsten des Spielers behilflich sind. Sie ist der Ankerpunkt, von dem aus man in die Missionen startet und danach kehrt man dorthin auch wieder zurück. Die einzelnen Missionen sind zahl- wie abwechslungsreich gestaltet und bieten immer neue Herausforderungen. Nach etwa 10 bis 15 Minuten hat man eine solche Mission gemeistert und kann gleich in die nächste starten. Ganz ähnlich wie bei den Abenteuern des Klempners Mario. Daher fühlen sich gerade ältere Gamer wie meine Wenigkeit sehr schnell heimisch. Dieses Gefühl reisst glücklicherweise auch nicht ab, wenn es um die Bösewichte geht. Ihr Design reicht schließlich von kindisch bunt bis melancholisch düster, aber immer ist es ein wenig altmodisch. Davon sollte man sich aber nicht blenden lassen, denn sie haben ein sehr differenziertes Angriffsverhalten. Einige sind spezialisiert auf stationären Fernkampf, andere schnellen auf einen zu und greifen direkt an, wieder andere besitzen eine Panzerung, die mit ein wenig Taktik überwunden werden muss. Statt wildem Hämmern auf die Buttons ist da schon etwas Timing und Strategie gefragt.

Um einer solchen Vielfalt an Feinden Herr zu werden, benötigt man natürlich das richtige Werkzeug. Auch hier haben sich die Entwickler einiges einfallen lassen. Es gibt eine Fülle verschiedenster Waffen: vom grobem Hammer über die schnelle Machete zum eleganten Speer. Schrotflinte, Präzisionsgewehr, Mörser. Für jeden Geschmack ist etwas vorhanden. Alle Waffen können darüber hinaus aufgerüstet und den individuellen Ansprüchen angepasst werden. Da man nur zwei mitnehmen kann, muss jeder im Laufe des Spieles seine liebste Kombination selbst herausfinden. Wem das noch nicht genug ist, der nutzt einfach das immer vorhandene Schild offensiv. Neben einfachem Blocken kann es nämlich mit dem richtigem Timing  gefährliche Konter ausführen. Abgerundet wird das Ganze durch alkoholische Getränke, um die Fertigkeiten des Helden an der richtigen Stelle zu unterstützen. Wie viel man von dem Hochprozentigem mitnehmen kann, hängt vom Level des Helden ab. Kurz gesagt: Man kann seinen Helden nach Belieben ausstatten und ganz verschiedene Kombinationen ausprobieren. Abwechslung und Spaß sind dabei garantiert.




redakteur-sven

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Sven Sauerhammer ist der Meinung...
Für umgerechnet 14,40 Euro bekommt man hier ein Spiel serviert, das ohne weiteres mit den Großen mithält. Da die Missionen kurz aber zahlreich sind, kann man ohne weiteres mehrere Abende mit Bastion verbringen. Dabei freut sich der Casual Gamer genauso wie der Hardcore Zocker über Bastion. Die einfache Steuerung erlaubt es dem Gelegenheitsspieler immer wieder ohne große Umschweife einzusteigen und ein paar Missionen zu machen. Die abwechslungsreichen Gegner und Waffenkombinationen erfreuen wiederum das Herz von eifrigeren Spieler. Für Spieler, die gern über die gute alte Zeit reden, wo Games noch richtige Games waren und keine gleichgeschaltete Massenware, ist Bastion sowieso ein Pflichtkauf.

 
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