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Montag, 19. September 2011 um 14:46 Uhr

Disney's Piratenabenteuer gehen in eine neue Runde...

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Review | Kritik | Bewertung
Pirates Of The Caribbean: Fremde Gezeiten (2011)

logo-lovefilmBewertung: 4,5 von 6
Studio: Disney
www.disney.de/pirates-of-the-caribbean

Captain Jack is back! Eine Nachricht, die zwar immer noch Massen an Kinozuschauern ein gewisses Maß an Interesse abringen konnte, allerdings war nach dem letzten Teil der vorangegangenen Trilogie auch eine gewisse Skepsis wahrnehmbar, denn die Disney Blockbusterreihe verlor sich selbst zunehmend in technischen Spielereien. Dabei benötigt eine anständige Piratengeschichte eigentlich kein so hohes Ausmaß an Special Effects und digitaler Überarbeitung, um seine Wirkung auf das Publikum entfalten zu können... Eine Erkenntnis, die bei rückläufigen Besucher-/ Verkaufszahlen letztendlich auch dazu führte, dass der etwas bodenständigere Rob Marshall die Regiearbeit seines Vorgängers Gore Verbinski übernahm und Pirates Of The Caribbean: Fremde Gezeiten bewusst wieder etwas mehr zu den Wurzeln des ersten Teils der spektakulären Piratensaga zurückgeführt werden sollte.


Wer die Trilogie nicht gesehen hat, muss sich keine Sorgen machen, es gibt zwar erneut einige bekannte und gewiss auch berühmt-berüchtigte Filmhelden, Charakterdarsteller und Schurken auf der Leinwand zu bestaunen, aber die Story von Pirates Of The Caribbean: Fremde Gezeiten ist als absolut eigenständig zu werten. Basierend auf Tim Powers Romanvorlage On Stranger Tides aus dem Jahr 1987 sind mehrere Parteien auf der Suche nach der sagenumwobenen Quelle der ewigen Jugend. Notwendige Artefakte für ein Heil bringendes Ritual sind zwei silberne Kelche, beide gefüllt mit dem magischen Quellwasser, einer noch zusätzlich mit der Träne einer Meerjungfrau und schon lassen sich die Lebensjahre des „Opfers“ auf den glücklichen Trinkgenossen übertragen. Ein Mythos, der die Aufmerksamkeit des britischen Königshauses, der spanischen Schiffsflotte, aber auch einiger zwielichtiger Gestalten der Piratenzunft gleichermaßen erweckt.

movie-piratesofthecaribbeanDen eigentlichen Weg zum Quellort kennt wieder einmal nur einer: Captain Jack Sparrow (Johnny Depp), der sich zwar erfolgreich der Gefangenschaft durch die englische Krone und deren neuen treuen Bediensteten Barbossa (Geoffrey Rush) entziehen kann, allerdings von einem überraschenden Wiedersehen mit seiner Ex-Geliebten Angelica (Penelope Cruz) im wahrsten Sinne des Wortes so überwältigt wird, dass er als geknechteter Hilfsmatrose auf dem Schiff des gefürchteten Blackbeard (Ian McShane) wieder zu sich kommt. Dieser möchte seine verfluchte Seele mithilfe der Quelle der ewigen Jugend retten und kennt dabei weder Skrupel noch Erbarmen auf seinem Weg. Meuterei zwecklos, Jack Sparrow versucht es trotzdem, spielt anschließend den Unschuldigen und obwohl er in Pirates Of The Caribbean: Fremde Gezeiten vergleichsweise selten die Möglichkeit bekommt, sich seinem geliebten Rum zu widmen, ist Johnny Depp in seiner Paraderolle in Sachen humorvoller, selbstironischer Schauspieleinlagen wieder einmal kaum zu bremsen und garantiert als absoluter Sympathieträger ein hohes Maß an Unterhaltung.

Das Liebespaar Orlando Bloom und Keira Knightley wird man im vierten Teil von Pirates Of The Caribbean nicht zu Gesicht bekommen, was eigentlich nicht weiter stört, denn zwischen dem rechtschaffenen Kleriker Philip (Sam Claflin) und der gewaltsam eingefangenen Meerjungfrau Syrena (Astrid Bergès-Frisbey) bahnt sich ersatzweise eine ähnlich tragische Romanze an, die nicht unbedingt unter dem besten Stern für eine gemeinsame Zukunft steht. Meerjungfrauen in der Darstellung des Sequels Fremde Gezeiten sind übrigens weit davon entfernt, eine so harmlos liebliche Rolle wie Disneys Arielle einzunehmen. Sie verführen Seemänner mit ihrem Anblick, zerren diese bei einem Kuss mit in die Tiefe und fressen sie dann auf, wenn sie mit einer Vampir ähnlichen Fratze ihr wahres Gesicht zeigen. Klingt nicht unbedingt nach einer Bettgeschichte für zwölfjährige, aber Pirates Of The Caribbean: Fremde Gezeiten ist und war trotz seiner Altersfreigabe nie wirklich für ein junges Zielpublikum gedacht. Auch der vierte Teil ist dafür eindeutig zu actionlästig geraten mit allerhand Verfolgungsjagden und Kampfszenen. Für Fans der Piratensaga eigentlich ein Muss und zur allgemeinen Entwarnung wieder deutlich mehr am ersten Film der Reihe orientiert. Geradlinig, abenteuerlich und unterhaltsam.



redakteur-alex

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
Auf das extra Geld für die Überlänge bei knapp 140 Minuten Spieldauer wollte man seitens Disney wohl nicht verzichten, auch wenn man in manchen Situationen den Eindruck bekommt, hier wurde unnötig gestreckt. Auch fällt die Pirateninszenierung auffällig kampfbetont und actionlastig aus, was Pirates Of The Caribbean: Fremde Gezeiten im Grunde genommen aber auch nicht schadet. Auf die individuelle Klasse eines Johnny Depp als quirrliger Jack Sparrow kann man sich wieder einmal verlassen und darf gespannt sein, was die geplante zweite Trilogie noch an Abenteuern bereithält.

 
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