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Games - PC
Montag, 19. September 2011 um 17:28 Uhr

Grandiose Überarbeitung eines zeitlosen Adventureklassikers.

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Review | Kritik | Bewertung
Monkey Island - Special Edition Collection (2011)

logo-gameworldBewertung: 5 von 6
Hersteller: Lucas Arts
www.monkeyislandspecialedition.com

Da werden Erinnerungen an längst vergangene Kindheitstage wach... Damals, Anfang der Neunziger Jahre musste man für The Secret Of Monkey Island, einen echten Meilenstein in der Geschichte der Adventure-Games, während der Story tatsächlich noch mehrere 3,5 Zoll Disketten einlegen/wechseln und der „revolutionäre“ Kopierschutz bestand aus einer Pappdrehscheibe mit Jahreszahlabfrage. So etwas kann sich die Multimedia verwöhnte Jugend von heute vermutlich gar nicht mehr vorstellen. Ein guter Grund für Publisher Lucas Arts, die an sich zeitlos geniale Spielidee von Entwickler Ron Gilbert im Jahr 2009 mit einer überarbeiteten modernen Grafik, Musik und Sprachausgabe zu re-releasen.


In der Special Edition Collection von Monkey Island bekommt man darüber hinaus noch die jeweils ein Jahr später erschienene beziehungsweise überarbeitete Fortsetzung der Abenteuer von Serienheld Guybrush Threepwood – auch heute noch: was für ein Name. Dieser ist zu Beginn seines Abenteuers noch ein unscheinbarer Jüngling ohne rechte Ausstrahlung, der gerne Pirat werden möchte und sich zunächst einmal Ruhm und Ehre verdienen muss. In The Secret Of Monkey Island muss er auf Mêlée Island einige knifflige Prüfungen bestehen, ein Schiff chartern und eine halbwegs zuverlässige Crew zusammenstellen, um die Karibik unsicher machen zu können. Natürlich geschieht dies nicht ohne allerhand aberwitzige Dialoge, die unser Guybrush Threepwood zu führen hat und ihren Höhepunkt in der Königsdisziplin des Beleidigungsfechtens findet. „Mein Schwert wird Dich in tausend Stücke schneiden.“ - „Dann mach nicht damit rum, wie mit einem Staubwedel.“ Haben wir diese Kampfkunst erst einmal erlernt und den amtierenden Schwertmeister besiegt, kommen einem andere Aufgaben wie die ewig währende Schatzsuche gleich um einiges leichter vor.

game-monkeyislandAuf einem seiner Diebeszüge lernt Guybrush die charmante Gouverneurin Elaine Marley kennen, verliebt sich in sie und muss alles daran setzen, sie aus den Fängen ihres Entführers, dem berühmt-berüchtigten Geisterpiraten LeChuck zu befreien. Nachdem dies geschafft ist, bleiben Guybrush Threepwood zunächst nur euphorische Erinnerungen, denn in Monkey Island 2: LeChuck's Revenge wird unser Held auf Scabb Island von einem ihm überlegenen Fiesling namens Largo LaGrande erst einmal um alle seine Reichtümer und Habseligkeiten gebracht. Mithilfe der Voodoo Lady und einigen mühsam gesammelten persönlichen Dingen seines Widersachers bastelt sich Guybrush keine äußerst effektive Voodoo-Puppe, mit der er Largo in die Knie zwingen kann. Dieser sinnt natürlich nach Rache und holt sich einen alten Bekannten gleich mit ins Boot: Kapitän LeChuck. Unser junger Abenteurer bestreitet derweil wieder spannende Aufgaben auf dem Weg zum nötigen Kleingeld für ein Schiff und die passende Crew, holt sich wertvolle Informationen von anderen Geisterpiraten, sucht mittels verstreuter Kartenteile nach der versunkenen Mad Monkey, muss den ein oder anderen Trink- und Spuckwettbewerb gewinnen und macht sich schließlich auf zu einem weiteren finalen Kampf in der schrecklichen Festung von LeChuck, der dort längst auf ihn wartet, um ihm einige schmerzhafte Nadelstiche zu versetzen.

Die grafische Überarbeitung der beiden Adventures wirkt wahre Wunder und sieht sogar so gut aus, dass man nicht im entferntesten daran denken könnte, jenes Konzept der Monkey Island Abenteuer wäre bereits gute 20 Jahre alt. Hinzu kommt noch eine verbesserte Steuerung, die das ursprüngliche point & click Muster zu einer flüssigen Spielweise werden lässt, ob mit Maus und Tastatur oder wahlweise Controller. Wer auch heute noch etwas übrig hat für Furcht einflößende Piratengeschichten mit einer gesalzenen Meeresbrise an Humor, liegt mit der Monkey Island - Special Edition Collection keineswegs falsch.



redakteur-alex

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
Der Weg ist weit und die grafischen wie technischen Veränderungen riesengroß, wenn man das verpixelte Original aus dem Jahr 1990/1991 mit den beiden überarbeiteten Versionen von The Secret Of Monkey Island (2009) und Monkey Island 2: LeChuck's Revenge (2010) vergleicht. Der Spaß damals wie heute ist absolut der gleiche, schließlich hatte man einen anderen Erwartungshorizont. Ich würde es Ron Gilbert jedenfalls gönnen, wenn sich nun auch eine andere Generation von Spielern für Guybrush Threepwood und seine Abenteuer als Pirat begeistern lässt. Der Klassiker unter den Adventures ist und bleibt nämlich zeitlos, jetzt eben nur mit optischem Facelift.

 
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