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Dienstag, 20. September 2011 um 18:13 Uhr

Soweit alles in Ordnung bei Sänger Marlon Roudette.

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Review | Kritik | Bewertung
Marlon Roudette - Matter Fixed (2011)

Matter Fixed (Bonus Version) - Marlon RoudetteBewertung: 4 von 6
Label: Universal
www.marlonroudette.com

Vier Jahre nach dem letzten Album von Mattafix versucht sich Marlon Roudette nun als Solokünstler. Matter Fixed heißt sein Debüt, ein Wortspiel mit dem Namen seiner ehemaligen Band, was ein karibischer Slangausdruck für „alles in Ordnung“ ist. Mattafix, das waren Marlon Roudette und sein Partner Preteesh Hirji, die sich erfolgreich mit Ohrwürmern wie Big City Life in unsere Ohren gespielt haben. Schafft es der begnadete Sänger Marlon nun auch solo, an die Erfolge seiner einstigen Bandformation anzuknüpfen?


Es scheint jedenfalls der Fall zu sein, belegt doch seine erste Singleauskopplung New Age aktuell die Spitze der deutschen Verkaufscharts. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine schöne Popballade, der Track ist zudem auf dem Soundtrack zu Matthias Schweighöfers Erfolgsfilm What A Man zu finden. Der Rest des Albums Matter Fixed braucht sich aber nicht hinter der Hitsingle zu verstecken. Mit dem Song Storyline steigen wir etwas düster in den Longplayer ein. Die synthetisierte Bassline prägt sich hierbei sofort ins Gedächtnis ein. Insgesamt eine stimmige Nummer und ein guter Einstieg in das Album, das fast ausschließlich von bitterem Herzschmerz, verlassen werden und selbst verlassen handelt.

act-marlonroudetteImmer wieder greift Marlon Roudette auf seinen Tracks in die Reggae-Trickkiste, was man ihm nicht verübeln kann, ist er doch auf der schönen Karibikinsel St. Vincent aufgewachsen. So auch bei Brotherhood Of The Broken, das er zusammen mit Guy Chambers (BFF und Songwriter von Robbie Williams) geschrieben hat. Zwischendurch verliert sich besagter Reggae-Sound im Song und wird durch Gitarrenklänge ersetzt, wünschenswert wäre eine konsequente Durchführung des einen oder anderen Sounds gewesen. Mit Steeldrums auf Didn't I und einer prominenten Drumline und Reggae-Refrain auf 10 Million, zieht sich der Karibiksound weiter durch das Album. Im darauf folgenden Trust Yourself wird der Synthesizer wieder ausgepackt. Die Anfangsmelodie hört sich für mich wie I Believe In Miracles an. Featured Artist auf dem Song ist Finley Quaye, der den Hauptpart an Gesang übernimmt. Riding Home ist für mich das beste Lied der Platte. Es hebt sich von den anderen ab, nicht nur weil Marlon Roudette, wie zu Zeiten von Mattafix mehr rappt, sondern, weil er vom bereits erwähnten Herzschmerz-Thema ablässt und ein bisschen über seine Vergangenheit erzählt, wie er als Kind angefangen hat Songs zu schreiben und aufzunehmen, nicht ernstgenommen wurde und dass das Leben auch als Erwachsener und Star nicht so ist, wie einst erträumt.

Der Song hat durchaus das Potential zur nächsten Hitsingle. Auch der Song Anti Hero könnte gut eine weitere Singleauskopplung werden. Der Refrain ist eingängig und wird von Streichern hübsch untermalt. Er passt also gut in die aktuelle Chartlandschaft. Mit einem rein akkustischen Song kann Marlon Roudette ebenfalls aufwarten. Eine Frage stellt sich mir bei The Loss aber immer noch: Wer singt den Song eigentlich? Im Booklet ist bei diesem Lied kein featured Artist zu finden. Überraschend, denn die Stimme die man hier hört. klingt tiefer und voller. Vielleicht klingt der gute Herr aber wirklich so, wenn man sich bei einem einfachen Akkustiksong nur auf seinen Gesang konzentrieren kann. Mit City Like This - einer klassischen Klavierballade - beendet Marlon Roudette seine musikalische Vorstellung angemessen.



redakteur-daniela

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Daniela Faber ist der Meinung...
Ob er nun will oder nicht, so ganz kann Marlon Roudette den gewohnten Mattafix-Sound auf seinem beschrittenen Solopfad namens Matter Fixed eben nicht ablegen. Die Platte ist dennoch durchaus hörenswert und eignet sich hervorragend beim gemeinsamen „Chillen“ mit Freunden oder um bei sonstigen Aktivitäten dezent im Hintergrund zu laufen, aber gerne auch mal zum bewussten Hinhören, was die eine Hälfte von Mattafix der Musikwelt so zu erzählen hat.

 
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