Rap - HipHop
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Music - Rap - HipHop
Sonntag, 25. September 2011 um 14:48 Uhr

US-Rapper Evidence präsentiert makellose Nischenmusik.

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Review | Kritik | Bewertung
Evidence - Cats & Dogs (2011)

EvidenceBewertung: 4 von 6
Label: Rhymesayers (Rough Trade)
www.myspace.com/evidence

Mit Cats & Dogs erscheint das zweite Soloalbum von Evidence, seines Zeichens Mitglied der bekannten Rapformation Dilated Peoples. Nach immerhin viereinhalb Jahren Wartezeit versorgt Evidence, der zwischenzeitlich beim Independent Label Rhymesayers unterschrieb, seine Fangemeinde mit einem 20 Anspielstationen umfassenden Longplayer. Neben den mitwirkenden Produzenten, die schon für das Solodebüt The Weatherman LP verantwortlich waren, namentlich DJ Babu, The Alchemist, Sid Roams und die Produzentenlegende DJ Premier dürfen auch einige Nachwuskünstler ihr Können unter Beweis stellen.


Die hochkarätige Gästeliste umfasst Slug (Atmosphere), Raekwon (Wu-Tang Clan), Termanology, Aloe Blacc, Prodigy (Mobb Deep),  Lil' Fame (M.O.P.), Krodon (Strong Arm Steady) und zu guter letzt Dilated Peoples partner in crime: Rakaa. Schon durch die Auswahl der Gäste scheint Cats & Dogs ein gelungenes Werk werden zu müssen und dieser Verdacht bestätigt sich vom ersten Takt weg. Die Produktion ist durchweg gekonnt und solide, die Gäste angenehm auf der Platte gestreut und auch wenn die Anzahl hoch ist, geht der Gastgeber Evidence nicht unter und das Album wirkt wie aus einem Guss.

act-evidenceBereits im Opener The Liner Notes stellt der US-Rapper aus Los Angeles klar: "About to tell you who I are, I came a long way and I still got so far to go. Tee off with this trademark flow, and after tonight I’m a let the whole world know - my name is Evidence." Auf Cats & Dogs erzählt er gekonnt von seinem Leben und dem nicht immer leichten Alltag. Das wirkt trotz der vielen schmerzlichen Ereignisse und der starken Auseinandersetzung mit den düsteren Seiten des Lebens zu keiner Sekunde selbstmitleidig oder übertrieben emotional. Ein Evidence Album ist eben HipHop at it's best: Das Leben beschrieben aus einer subjektiven, biographischen Persepektive. Auf I Don't Need Love beispielsweise sagt er: "I’ve been through heartbreaks to breakups to makeups to broke again. Now I’m back again, my soul on the rope again. Took the jacket off, saw blood on my sleeves, when you wear your heart there, this the puddle it leaves."

Klanglich ist das Album definitv kein Werk, das man im Club hören wird, sondern vielmehr ein Boombap-Album für Kopfhörer und Autoradios. Ich bin sicher, dass dieses Album (eine gewisse Affinität zu 90er Jahre Rap vorausgesetzt) eine Vielzahl von Raphörern begeistern kann. Weniger wegen seines ausgeklügelten Flows oder seiner ungewöhnlichen Geschichten, sondern vielmehr wegen des Gesamtpaketes. Eine beeindruckende Produzenten- und Gästeliste, ein durchhörbarer Sound, persönliche und emotionale (aber dennoch nicht zu kitschige) Inhalte, sowie das fehlen von Totalausfällen. Für den ganz großen Wurf wird es dennoch nicht reichen. Zu altbacken ist dafür der Klang und zu subjektiv die Erzählerperspektive bei einem durchschnittlichen Flow. Am Ende des Tages ist Cats & Dogs eben trotz aller Kunstfertigkeit doch nur ein weiteres an manchen Stellen beliebig wirkendes Rapalbum, das sich keine besondere Mühe gibt, herauszustechen und das so auch nicht können wird.



redakteur-arno

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Arno Papenheim ist der Meinung...
Gut gemachtes und überzeugendes Werk des Dilated Peoples Mitglieds Evidence mit einer beeindruckenden Produzenten- und Gästeliste ohne große Highlights und ohne Ausfälle. Cats & Dogs schafft es, die Boombap liebende Zielgruppe zu bedienen und wird trotzdem niemanden zum staunen bringen. Pflichtkauf für Fans und möglicherweise Gelegenheitserwerb für Besucher für Evidence Liveshows.

 
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