Rock - Alternative
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Sonntag, 23. Oktober 2011 um 16:59 Uhr

Cobra Starship tanzen bewusst aus der Reihe.

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Review | Kritik | Bewertung
Cobra Starship - Nightshades (2011)

Cobra StarshipBewertung: 5 von 6
Label: Atlantic (Warner)
www.cobrastarship.com

Mit ihrem vierten Album Nightshades schaffen Cobra Starship eine ganz neuartige Möglichkeit, ein Album zu gestalten. Sie brechen aus ihrem alten Genre aus und finden sich trotzdem in keiner typischen Schublade wieder. Wer kann, der kann. Cobra Starship, hierzulande noch relativ unbekannt, ist eine fünfköpfige US-amerikanische Pop-Punk-Band aus New York. Gegründet im Jahr 2005 vom ehemaligen Midtown-Bandmitglied Gabe Saporta. Ihre Musik bewegt sich zwischen Alternativem Rock und Pop-Punk, hin und wieder mischen sie dazu auch elektronische Klänge und Synthpop.


Klingt im ersten Moment verrückt, ist es irgendwie auch. Das Ergebnis kann sich allerdings hören lassen. Am 28. Oktober 2011 erscheint in Deutschland ihr viertes Album mit dem Namen Nightshades, für welches sie extra die lang geplante Australientour sausen ließen. Vom einstigen Förderer Pete Wentz (Fall Out Boy) im Stich gelassen, ließen sich die fünf nicht entmutigen und vollendeten trotz der widrigen Umstände ihr viertes Studioalbum. Ingesamt zehn Tracks sorgen immer wieder für überraschende Spannung und eigentlich bietet Nightshades ziemlich viel tanzbares Material. Den Eindruck, es unbedingt in die Clubs schaffen zu wollen, vermitteln auch die Videos zu You Make Me Feel oder #1Nite.

act-cobrastarshipBeim ersten Reinhören denkt man sich ferner, da hätte David Guetta seine Finger mit im Spiel. Dann sucht man allerdings verzweifelt nach dem Hinweis danach. Offiziell nicht der Fall, haben sich die Bandmitglieder von Cobra Starship nicht beirren lassen, ein klein wenig hier und etwas mehr dort am alten Style umgemodelt und voilá: entstanden ist Nightshades, Elektropop der heutigen Zeit mit manchmal gefühlvollen, oftmals aber auch rockigen Facetten. Dazwischen mischen die fünf Cobras typisches Material, welches super passend für die Berauschung der breiten Masse durch die Radiosender wäre, beispielsweise Fool Like Me feat. Plastiscines. Dann tauchen Titel auf wie Disaster Boy und man weiß nicht mehr so recht, ob man das Album eines typischen Hollywood-Girlies in den Händen hält. In der Vergangenheit konnte Cobra Starship bereits einige Erfolge verzeichnen: unter anderem steuerte Mr. Saporta den Titel Bring It zum Film Snakes On A Plane bei. Immerhin.

Außerdem sind Cobra Starship unseren Nachbarn in Österreich schon länger ein Begriff, schließlich lieferten sie dort das Titellied zu Austria´s Next Topmodel: Good Girls Go Bad. Was für ein böser Text für die Laufsteg-Ladies von morgen... Allerdings sind uns da die Österreicher wohl einen Schritt voraus, wenn ich daran denke, welches musikalisches Highlight Miss Klum für ihre Show wählte (man erinnere sich: Girls Beautiful von Bullmeister). Natürlich Geschmackssache, aber immerhin sollen die teilweise erst 16-jährigen Mädels Sexappeal zeigen. Geht doch leichter, wenn die guten Mädchen böse werden, anstatt nur schön zu sein und hoffentlich lange zu bleiben, oder?



redakteur-andrea

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Andrea Thalhofer ist der Meinung...
Cobra Starship zeigen uns, dass auch aus der Reihe tanzen funktionieren kann. Ihr Album Nightshades passt in keine Schublade. Auch gibt es keine Band, deren Songs sich mit diesen vergleichen lassen würden. Somit zeigen sie uns aber, dass sie vielen anderen Bands einen großen Schritt voraus sind: sie haben ihre eigenen Ideen, ihren Stil und eine unverwechselbare Art Musik zu machen. Dazu braucht es Mut und Verstand, was sie beides haben dürften. Mein Fazit zum Schluss? Wenn Du Dir jetzt immer noch die Frage stellst, soll ich reinhören oder nicht? Lass Dich überraschen, Du wirst nicht enttäuscht werden. Und wenn doch, dann mach es wie Cobra Starship: Middle Finger up to the sky.

 
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