Rap - HipHop
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Music - Rap - HipHop
Freitag, 28. Oktober 2011 um 19:47 Uhr

Mit Sepalot wird es einem nicht so schnell langweilig.

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Review | Kritik | Bewertung
Sepalot - Chasing Clouds (2011)

Chasing Clouds - SepalotBewertung: 3 von 6
Label: Eskapaden Musik
www.sepalot.com

Wenn DJ's eigene Soloplatten rausbringen, ist dieser Umstand spätestens seit den Erfolgen von David Guetta keine wirkliche Besonderheit mehr. Dass diese aber wie bei erwähntem Superstar neben der ursprünflichen Fanbase auch die breite Publikumsmasse begeistern kann, ist dann doch eher eine Seltenheit in der Branche. Sepalot, dem alles andere als unbekannten Blumentopf-DJ und Produzenten ist dies bisweilen mit seinen Solo-Releases Fraud (2005) und Red Handed (2008) noch nicht wirklich gelungen.


Zusammen mit seinen Münchener Rap Kollegen schaffte es der DJ allerdings mit den Studioalben Gern geschehen und Musikmaschine jeweils auf Platz 7 der deutschen Albumcharts. Dass unser Sepalot diesen Erfolg, den er bisher zusammen mit seiner Band erreicht hatte, alleine womöglich nicht oder nur bedingt einstellen kann, war wohl schon im Vorfeld klar, aber geben wir Chasing Clouds eine faire Chance... Das Album umfasst insgesamt 18 Songs, bei 6 Anspielpunkten holte er sich (mit Ladi6 beispielsweise) recht vielversprechende Features mit ins Boot. Vielversprechend ist auch die erste Singleauskopplung namens Rainbows.

act-sepalotDieser fast Radiotaugliche Song bietet eine gute Mischung aus chilligen Beats und beinahe schon extravagantem Pop-Gesang. Die allgemeine Begeisterung über den Track erzeugte natürlich eine sehr hohe Erwartungshaltung gegenüber Chasing Clouds als Gesamtwerk. Dieser konnte der DJ nur bedingt gerecht werden, denn bei Rainbows handelt es sich mit Abstand um einen der besten, wenn nicht sogar den besten Song auf dem Album. Diesen Fakt können leider auch nicht die vielen Features rausreissen, denn diese werden in den meisten Songs für meinen Musikgeschmack leider viel zu wenig eingebunden und laufen eher nebenher. So auch beim Track Pick Up The Pieces mit Ladi6. Der Song bringt zwar ganz gute R'n'B Beats auf den Plattenteller, aber mehr als ein wenig schmackhafter Durchschnittssong kommt dabei trotz des großen Potenzials nicht heraus.

Im Großen und Ganzen wirkt es so, als ob sich Sebastian Weiss (der bürgerliche Name von Sepalot, Anm. der Redaktion) einen riesen Topf mit Songs genommen hätte, jeden fein säuberlich in seine Einzelteile zerlegt und dann jene Elemente wieder relativ wild zusammengemixt hätte. Ob man es glaubt oder nicht, ich jedenfalls finde, dass dieses Konzept ansatzweise sogar funktioniert, denn Langeweile dürfte den Hörern von Chasing Clouds wohl ein Fremdwort sein. Die Platte ist zwischen der gängigen Martküberfüllung durch übliche Clubsounds und gehypte Elektrosongs eine sehr willkommene Abwechslung.



redakteur-florian

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Florian Czada ist der Meinung...
Mal chillig, mal flott, aber nie langweilig. Sepalot hat es mit Chasing Clouds zwar nicht geschafft, den extrem hohen Ansprüchen nach der Auskopplung von Rainbows gerecht zu werden. Schade, dass so viel Potenzial, vor allem durch die tollen Features, durch den Blumentopf-DJ leider nicht ausgeschöpft werden konnte. Dennoch wurde Chasing Clouds zu einer grundsoliden Platte ohne rechte Makel aber auch ohne wirkliche Highlights.

 
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