Xbox 360
Drucken E-Mail
Games - Xbox 360
Dienstag, 01. November 2011 um 15:24 Uhr

Auf den Spuren von Wolverine und anderen Mutanten.

gm-xmendestiny

Review | Kritik | Bewertung
X-Men: Destiny (2011)

logo-gameworldBewertung: 3 von 6
Hersteller: Activision
www.herohq.com/xmendestiny

Schon wieder ein actionlastiges Videospiel, dass sich um die mutierten Minderheiten der Gesellschaft von Wolverine und seinen unterschiedlichsten Artgenossen dreht. Der Ausverkauf von Marvel auf dem Videospielmarkt geht also munter weiter, wie man sieht, und das meiste davon reiht sich nahtlos in die Schlange der wenig spannenden bis eher mäßigen Massenprodukte der Neuzeit ein. Auch X-Men: Destiny stellt sich hier gerne an, direkt hinter zuletzt veröffentlichten Titeln wie Captain America: Supersoldier oder Thor, die beide in der Fachpresse unterschiedliche Meinungen hervorriefen.


Dabei ist der Anfang von X-Men: Destiny durchaus vielversprechend: statt das Schicksal altbekannter Marvel Charaktere über sein Gamepad zu kontrollieren, darf man diesmal einen vollkommen neuen, bisher unbekannten Mutanten zu Ruhm und Ehre führen. So wählt man zwischen drei Charakteren aus: der japanischen Musterschülerin Aimi Yoshida, dem sportlichen College-Footballer Grant Alexander und Adrian Luca, dem Sohn eines Purifiers. Drei unterschiedliche Charaktere mit verschiedenen Hintergründen. Das könnte die Möglichkeit bieten, drei unterschiedliche Abenteuerverläufe zu erleben und die Fähigkeiten unterschiedlich zu entwickeln, oder nicht? Leider wird diese Chance seitens der Programmierer nicht genutzt. Bis auf ein paar vernachlässigbare Dialogabweichungen ist die Story immer dieselbe, auch die Charakterentwicklung ist nahezu identisch.

game-xmendestinySo fühlt sich das Spielen mit allen drei Helden enttäuschenderweise gleich an. Das ist aber bei weitem nicht der einzige Punkt, in dem X-Men: Destiny hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Das Spiel beginnt mit einem Paukenschlag, nämlich der Zerstörung von San Francisco. Die normale Bevölkerung beschuldigt die Gemeinde der Mutanten. Dabei macht sie keinen Unterschied zwischen den X-Men, die mittlerweile von Cyclops angeführt werden, und der Bruderschaft, welche immer noch unter Magnetos Fuchtel steht. So schlägt die Stunde der Purifier, welche alle Mutanten vernichten wollen. Das gilt es natürlich heldenhaft zu verhindern. Es folgt das handelsübliche Gekloppe. Eine gute Steuerung und der ein oder andere Spezialangriff, welche durch gesammelte X-Gene erworben werden, versüßen das Ganze etwas. Genauso der Umstand, dass man immer wieder an der Seite von berühmten Mutanten kämpft oder auch mal gegen sie.

Denn im Laufe des Spieles kann man sich einer der beiden Mutantengemeinschaften annähern und sogar anschließen. Am eigentlichen Spielverlauf ändert sich dadurch aber kaum etwas und so kommt schnell der bittere Nachgeschmack. Weder die Gegner, noch die Mitstreiter sind sonderlich intelligent. Der Sieg wird durch monotones Hämmern auf den Button erreicht. Das Ganze passiert vor einer einfallslosen, grafisch veralteten Kulisse und wertet die guten Einfälle zwischendurch wieder ab. X-Men: Destiny bleibt demnach leider Massenware, die außer Marvel-Fans kaum einen begeistern dürfte.



redakteur-sven

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Sven Sauerhammer ist der Meinung...
Eigentlich ist es sehr schade, dass ich in meiner Review zu X-Men: Destiny tatsächlich nichts besseres schreiben kann, als bei Captain America: Supersoldier, über das ich noch im September berichten durfte. Hier sind gewiss ein paar gute Ansätze erkennbar, aber diese wurden konsequent im Keim erstickt. Die schwache Grafik und ein - in allen Belangen - monotones Spieldesign machen es zu meinem persönlichen Bedauern unmöglich, eine Kaufempfehlung auszusprechen.

 
Joomla templates by a4joomla