Metal - Hardcore
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Music - Metal - Hardcore
Sonntag, 06. November 2011 um 17:05 Uhr

Lautstark, markant, Corroded.

cd-corroded

Review | Kritik | Bewertung
Corroded - Exit To Transfer (2011)

Exit to Transfer - CorrodedBewertung: 5 von 6
Label: Ninetone Records
www.myspace.com/corrodedsweden

In der Welt der Gaming Community sollten Corroded bereits ein Begriff sein. Vielleicht auch nicht, aber man dürfte zumindest deren Titelsong Age Of Rage für den mindestens ebenso begeistert aufgenommenen kostenlosen First Person Shooter Battlefield Play4Free von Electronic Arts kennen. Immerhin sprechen wir hier von rund 40 Millionen Spielern weltweit, was der schwedischen Heavy Metal Band Corroded einiges an Aufmerksamkeit garantiert. In den heimischen Album Charts schaffte man es mit dem aktuellen Longplayer Exit To Transfer bis auf Platz sechs vorzudringen und knüpft damit an ähnliche Erfolge des Debütalbums Eleven Shades Of Black aus dem Erscheinungsjahr 2009 an.


Wie schon in der Vergangenheit arbeitete man wieder mit dem mehrfach Platin ausgezeichneten schwedischen Produzenten Patrik Frisk zusammen und zimmerte in den Studioräumen von Ninetone Records ein 12 Tracks starkes Meisterwerk der härteren Aufmachung. Die Herren Jens Westin, Peter Sjodin, Fredrik Westin, Bjarne Elvsgard und Per Solang präsentieren mit Exit To Transfer aber ebenso ein abwechslungsreiches Album mit einer Vielzahl an nachhaltig im Gedächtnis hängen bleibenden Anspielpunkten. Ich selbst habe mit Dauerloop Lärmbeschallung das gute Stück beinahe tot gespielt, bevor ich mich loseisen konnte, um endlich eine Review zu Papier zu bringen, wie man so schön sagt. Eigentlich ein gutes Zeichen für die skandinavische Band, für mich als Kritiker eher weniger, schließlich gibt es in der Branche noch Abgabetermine...

act-corrodedDie Gitarrenriffs sitzen, der Chorus ist mitreißend – der zweite Track des Albums (My Hollow Shell) ist nur eines zahlreicher chartstauglicher Metal-Nummern auf Exit To Transfer. Freilich nicht jene Charts, die so fragwürdige Showgrößen wie ein gewisser Herr Silbereisen moderieren dürfen, aber Corroded müssen auch nicht zwangsläufig ausschließlich von dunklen Ledermantel-Gestalten gehört werden, um mich in meiner Argumentation gleich einmal komplett in gängigen Klischees zu verrennen. Auf den Punkt gebracht: It's Up To You if you like that kind of music. Verstaubt ist der Sound keinesfalls, zwar bodenständig und fest in der Heavy Metal Grundlage verankert, aber stets mit einer auflockernden Note versehen. In ihren Texten geht es um das tägliche Wettrennen um persönliche Standpunkte und Erwartungshaltungen, das wir schlicht als Leben bezeichnen (Piece By Piece), gefühlte Machtlosigkeit (All The Heroes Are Dead) sowie die eigene Sinngebung in einer Welt, in der immer mehr Fragestellungen unbeantwortet bleiben (Dead On Arrival).

Den Smash-Hit schlechthin auf diesem Album dürfte The One darstellen, eine knallharte aber gewiss auch nachvollziehbare Abrechnung mit oberflächlichen Begehrlichkeiten, die sich gerne hinter dem schleichenden Deckmantel einseitiger Beziehungen verbergen. „You are bullet and the rented weapon / you are the one who's soul is zero kelvin / I am the one and I am dislocated / I am the one, but not the one for you.“ Der wütende Track Forget About Me wartet dann zwar mit deutlich weniger Textinhalt auf, bohrt sich wegen seiner energiegeladenen Erscheinungsform aber nicht minder tief in den Gehörgang ein. Live mit Sicherheit ein Höhepunkt unter den Songs auf Exit To Transfer. Letztendlich verheilt noch jede Wunde, Corroded wissen sich mit diesem Album jedenfalls ordentlich zu rehabilitieren und lassen den Hörer gerne daran teilhaben.



redakteur-alex

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
Wer rastet, der rostet... aus diesem Grund gaben sich die schwedischen Metal-Rocker von Corroded auch größte Mühe, genau dort anzuknüpfen, was ihnen beim Erstlingswerk zumeist positive Kritik einbrachte. Das neue Album Exit To Transfer lässt der begeisterten Hörerschaft jedenfalls nur wenige Verschnaufpausen zwischen den energiegeladenen, abwechslungsreichen Rocknummern düsteren Einschlags.

 
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