R'n'B - Soul
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Music - R'n'B - Soul
Dienstag, 15. November 2011 um 16:36 Uhr

Seal präsentiert wieder Klassiker des Soul Genres.

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Review | Kritik | Bewertung
Seal - Soul 2 (2011)

Soul 2 - SealBewertung: 5 von 6
Label: Reprise Records
www.seal.com

Mit seiner unvergleich warmen, souligen, etwas rauen, manchmal sogar sehr sexy klingenden Stimme heizt uns Seal mit bekannten, zu ihrer Zeit überaus erfolgreichen Soulklassikern so richtig ein. Wer kennt ihn nicht? Seal: weltberühmt, vier Grammys schwer, Mann an der Seite des deutschen Topmodels Heidi Klum. Mittlerweile blickt er stolz zurück auf über 20 Jahre Musikbusiness mit inzwischen über 20 Millionen verkauften Tonträgern. Mit Soul 2 veröffentlicht er nun sein bereits achtes Studioalbum, welches mit den bisherigen Erfolgen in jedem Fall Schritt halten wird.


Der Nachfolger des bereits 2008 erschienenen Soul lädt wahrhaftig zum Träumen ein. Je länger man sich seiner Stimme und dem gefühlvollen Gesang hingibt, desto schwerer legt man das Album wieder zur Seite. Klar, Soul 2 ist zweifelsfrei etwas für Seal Fans und Soul-Liebhaber. Wobei, ich zählte in der Vergangenheit nicht unbedingt zu beidem. Trotzdem konnte mich Soul 2 schnell überzeugen und in seinen Bann ziehen. Seal lässt darauf alte und teilweise verstaubte Titel quasi neu auferstehen. Bleiben wir allerdings ehrlich, bereits geschaffene Titel nachzusingen, verdient nicht dasselbe Lob oder die tiefe Anerkennung wie selbstgeschriebene und produzierte Songs. Weswegen ich nach reichlicher Überlegung dem Album lediglich fünf von sechs möglichen Punkten gebe.

act-sealAllerdings wird dies zur Nebensache, wenn man das Album förmlich in sich aufsaugt. Zusammen mit seinem langjährigen Producer Trevor Horn und der Produzenten-Legende David Foster, der bereits mit Celine Dion und Michael Bublé arbeitete, erschuf Seal Soul 2. Eine gute Entscheidung. Insgesamt elf Titel lassen selbst Hartgesottene dahinschmelzen. In der Tiefe etwas schnulzig veranlagt, ist das Album in seiner Gesamtheit wirklich gelungen und wunderschön. Inhaltlich geht es, wie könnte es auch anders sein, hauptsächlich um die Liebe. Wohl kein Thema ist so vielbesungen, wie dieses. Den Einstieg macht Wishing On A Star, im Original aus dem Jahr 1977 von Rose Royce, gebettet auf Streichern und unterstützt von Drums. Wenn Seal etwas kann, dann ist es, mit einer gewissen Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit von der schönsten Nebensache der Welt zu singen. Weitere interessante Anspieltipps sind selbstverständlich die Songs What's Going On, Lean On Me und Let's Stay Together, allesamt schmeichelnde Soulklassiker.

Glaubt man den Klatschblättern dieser Welt, hat es Seal an der Seite von Model-Mama Heidi Klum nicht immer leicht: dort gelten klare Vorschriften, es wird schamlos aus dem Nähkästchen geplaudert und einem hin und wieder auch der Kleidungsstil vorgeschrieben. Wünschen wir Seal, dass er gerade bei der Produktion solcher Alben den nötigen Abstand gewinnt und der verdiente Erfolg nicht ausbleibt. Ist und bleibt er doch eine beeindruckende Persönlichkeit, die mehr Aufmerksamkeit verdient, als ein Accessoire eines selbstverliebten Models.


redakteur-andrea

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Andrea Thalhofer ist der Meinung...
Seal bringt mit Soul 2 seine ganz eigene Interpretation und Kreation alter Soullegenden neu auf den Tisch. Teilweise etwas schnulzig veranlagt und doch nur nachgesungen, ist Soul 2 trotz allem unvergleichlich gefühlvoll, romantisch und wirklich gelungen. Es wird nicht nur eingefleischte Soulfans in seinen Bann ziehen. Wer einfach abschalten möchte oder eine Pause aus dem Alltag braucht, wird mit diesem Album die richtige Musik finden oder zumindest sein CD-Regal um ein kaufwertes Album ergänzt haben.

 
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