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Freitag, 25. November 2011 um 20:06 Uhr

Von Göttern, Mythen und dem Streben nach Unsterblichkeit.

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Review | Kritik | Bewertung
Krieg der Götter (2011)

logo-lovefilmBewertung: 5,5 von 6
Studio: Constantin Film
www.kriegdergoetter.de

Mit Krieg der Götter erwartet das sowieso schon verwöhnte Publikum des 3D-Zeitalters ein besonderes Actionspektakel auf der Kinoleinwand. Einst tobte eine blutige Schlacht um die Vorherrschaft unter den Unsterblichen, als diese sich der machtvollen Gefahr bewusst wurden, dass nur ihresgleichen dazu im Stande ist, sich gegenseitig zu töten. Die Sieger nannten sich fortan Götter und beobachteten das menschliche Schicksal über allem erhaben vom Olymp aus, die Verlierer wurden als Titanen nach Tartarus in ein unterirdisches Verlies verbannt und können nur mittels eines magischen Bogens befreit werden.


Der tyrannische König Hyperion (Mickey Rourke) hegt einen persönlichen Groll gegen die Götter und ist auf der Suche nach eben diesem Schicksalsbogen, um die stille Herrschaft der Götter beenden zu können. Er selbst will ein gewisses Maß an Unsterblichkeit erlangen, indem er auf unbarmherzige und grausame Weise das griechische Volk niederschlachtet. Auch Frauen und Kinder müssen sterben, Jungfrauen werden durch Hyperion höchstpersönlich geschändet, um sich in der Blutlinie des Nachwuchses zu verewigen und seine Widersacher werden entmannt, zu Tode gefoltert oder versklavt. Seine Krieger sind ebenso seltsam entstellt, gewissenlos und tragen unheimliche Masken. Die Götter beobachten entzürnt die sinnlos brutalen Geschehnisse und können nicht eingreifen, weil Göttervater Zeus (Luke Evans) jede Einmischung in das Schicksal der Menschheit mit dem Tode bestrafen würde. Sein Vertrauen liegt einzig in der Hand eines Sterblichen namens Theseus (Henry Cavill), der als Sohn eines Bauern zunächst ein eher unscheinbares Leben führt, bis er begreift, dass sein Lebensweg der eines Helden sein wird.

movie-kriegdergoetterInvolviert in die Handlung wird er durch den Angriff Hyperion's Truppen auf sein Heimatdorf, bei dem er mit ansehen muss, wie der herzlose König seiner Mutter die Kehle durchschneidet. Theseus kämpft zwar in bester 300 Manier tapfer, wird jedoch letzten Endes auch als Sklave gefangen genommen. Wie es der Zufall so will, trifft er auf das jungfräuliche Orakel (Freida Pinto), einer bildhübschen Seherin, die Hyperion den Ort verraten soll, an dem sich der Schicksalsbogen versteckt hält. Den beiden gelingt in Begleitung einer Hand voll griechischer Sklaven die Flucht aus den Fängen des Bösen, Theseus findet natürlich den magischen Bogen, verliert ihn in einem Moment ungestümen Leichtsinns wieder und stellt sich für eine finale Schlacht als Anführer seiner Helenen gegen König Hyperion und seine zahlenmäßig bei weitem überlegene Kriegerschaft. An einem Punkt angelangt, als der Untergang der Menschheit besiegelt scheint und die Titanen entfesselt werden, bekommt Krieg der Götter ein denkwürdig epochales Finale verpasst, es wird an vielen Fronten gekämpft und auch die Götter mischen endlich mit im allgemeinen Kampfgeschehen.

Normalerweise würde ich mich hüten, derart viele Informationen zum Handlungsverlauf preiszugeben, allerdings spielt dieses Wissen bei Krieg der Götter keine allzu große Rolle. Ebenso gut könnte man in griechischer Mythologie besonders bewandert sein... Der große Reiz an diesem monumentalen 3D Filmerlebnis ist und bleibt die optische Aufmachung, für die der Name Tarsem Singh als verantwortlicher Regisseur wie kein zweiter in der Branche steht, wenn man seine früheren Werke The Cell (2000) und The Fall (2006) kennt. Überhaupt zeichnet sich Krieg der Götter neben seiner brutalen Härte auch durch wahnsinnig viel Symbolismus aus. Manchmal ist das ganze dann sogar etwas zu viel des Guten bzw. schlechten Geschmacks. Aber wer nach 110 Spieldauer den Kinosaal verlässt, wird dies mit einem nachhaltig beeindruckten Gefühl der Zufriedenheit machen.



redakteur-alex

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
Auch wenn sich die Handlungen von Krieg der Götter an manchen Stellen des Films gefühlt etwas dahinziehen mag, so ist es logischerweise auch verständlich, dass Regisseur Tarsem Singh nicht über die volle Spieldauer eine Kampfszene an die nächste reichen konnte. Spektakulär ist es dann wiederum schon, wenn ein junger Theseus unerschrocken kampfeslustig seinen Feinden entgegenstürmt, ganz gleich wie viele es denn sein mögen und noch besser wird es, wenn es zum finalen Showdown Götter gegen Titanen kommt. Wer die Chance hat, sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen!

 
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