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Mittwoch, 07. Dezember 2011 um 18:43 Uhr

Wenn Hollywood ruft, darf man sich nicht selbst im Weg stehen...

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Review | Kritik | Bewertung
Rubbeldiekatz (2011)

logo-lovefilmBewertung: 4 von 6
Studio: Universal Pictures
www.rubbeldiekatz-film.de

Die deutsche Komödie ist ja in ihrem Ruf etwas angeknackst. Zu seicht, zu stumpf, zu unkreativ sagen die einen. Die anderen sagen, Deutsche wären überhaupt nicht in der Lage, anständige Komödien zu verfassen. Und obwohl die Kassenschlager von Michael „Bully“ Herbig und Til Schweiger eigentlich alle Kritiker zum Schweigen bringen sollten, bleibt doch immer diese fade Beigeschmack. Detlev Buck begibt sich nach seinem Ausflug ins Drama (Same Same But Different, 2009) wieder auf alt bekanntes Territorium zurück und versucht sich einmal mehr an der Kömodie.


Für Rubbeldiekatz holte er sich neben Matthias Schweighöfer auch Alexandra Maria Lara, Eva Padberg und Milan Peschel ins Boot und übernimmt selbst eine Rolle. Kein schlechter Anfang also... Alexander Honk (Matthias Schweighöfer) ist mehr schlecht als recht Schauspieler und verdient seine Brötchen am Theater. Als dann die Möglichkeit für einen Cast in einem Hollywoodfilm über den Zweiten Weltkrieg lockt, ist Alexander natürlich hellauf begeistert. Die Freude ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn schnell wird klar: das dazu gehörige Casting ist für eine Frauenrolle vorgesehen. Doch frei nach dem Motto “Selbst ist die Frau” schlüpft Herr Matthias Schweighöfer in Strumpfhosen, High Heels sowie einen ausgestopften BH und erscheint kurzerhand als Alexandra am Set.

movie-rubbeldiekatzDort stellt er mit Schrecken fest, dass sein Co-Star die berühmte Sarah Voss (Alexandra Maria Lara) ist, mit der er zuvor die Nacht verbracht hat. Damit hören die Probleme aber nicht auf. Kostümproben, aufdringliche Kollegen in Hitlerkostümen (Max Giermann) und eine sauere Exfreundin sorgen für reichlich brenzlige Situationen, in denen die Tarnung jederzeit aufzufliegen droht. Um das Chaos perfekt zu machen, beginnt Alexander sich in die schöne Sarah zu verlieben, Alexandra hingegen wird ihre beste Freundin und zieht mit ihr um die Häuser... Als schließlich alles auffliegt, verliert Alex seinen Job, Geld und die große Liebe. Doch das ist nichts, was an einem Ostseestrand nicht repariert werden könnte. Würde man meinen... Die bewährte Regie von Detlev Buck hat einmal wieder einen Film hervorgebracht, der die deutsche Komödie doch noch retten könnte. Leicht, ungezwungen und charmant wird diese Verwechslungskomödie erzählt.

Matthias Schweighöfer erfreut sich einer immer größeren Fanbasis und das vollkommen zurecht. Auch in Rubbeldiekatz überzeugt er einmal mehr, sogar als Frau. Der Plot, obwohl ein wenig vorhersehbar, sorgt für reichlich Unterhaltung, genauso wie beispielsweise ein Max Giermann, der im Film die Rolle des Hitlers übernimmt und sich auch nach Arbeitsschluss von seinem Bart nicht trennen mag. Doch leider geht es nicht ganz ohne einen Minuspunkt und es ist ein großer, denn das Ende wirkt so, als ob Drehbuchautoren, Schauspieler und Regisseur - quasi das ganze Set - die Lust verloren hätten und sich entschlossen haben, auf zwei Minuten das zu beenden, was fast eine halbe Stunde lang aufgebaut wurde. Nach so einem abrupten Ende schleicht sich fast schon wieder dieser fade Beigeschmack ein. Schade eigentlich.



redakteur-irmi

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Irmi Schäffl ist der Meinung...
Die deutsche Komödie befindet sich im Aufwind, unter anderem auch getragen durch die gleichermaßen erfolgreichen wie sympathischen Schauspielkollegen Til Schweiger und Matthias Schweighöfer, die sich mal gemeinsam, dann wieder in eigenen Projekten um die allgemeine Gunst des (weiblichen) Publikums bemühen. Nach What A Man nun also Rubbeldiekatz mit ähnlich charmanter Geschichte und einem zufrieden stellenden Cast. Das Finale enttäuscht zwar ein wenig, aber im Großen und Ganzen ist der Film seinen Eintritt wert.

 
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