Xbox 360
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Games - Xbox 360
Freitag, 23. Dezember 2011 um 13:10 Uhr

Noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen.

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Review | Kritik | Bewertung
GoldenEye 007: Reloaded (2011)

logo-gameworldBewertung: 4 von 6
Hersteller: Activision
www.goldeneyegame.com

Wäre die Videospielwelt ein Schulpausenhof, dann wäre der Egoshooter GoldenEye 007: Reloaded vermutlich jener Halbstarke, der sich immer mit den Größeren und Cooleren anlegt, sich dabei ein blaues Auge fängt und wieder verschwindet. Die Großen sind hierbei Battlefield 3 und Call of Duty: Modern Warfare 3. Denn letztlich muss man zu dem Ergebnis kommen, dass das neue Bondspiel keine wirkliche Chance gegen diese beiden Marktführer hat. Warum man es ausgerechnet zur gleichen Zeit wie das Vorzeigeduo heraus bringt, steht in den Sternen.


Ein gewisses Potential kann man dem Spiel dennoch nicht absprechen, auch wenn es „nur“ eine Neuauflage eines Spiels für die Wii ist. GoldenEye 007: Reloaded sorgt in jedem Fall für ordentlich Abwechslung. Die Handlung orientiert sich an dem gleichnamigen Film: ein paar russische Terroristen wollen mit Hilfe eines Satelliten Geld und Macht erobern. Bond soll das natürlich verhindern und hetzt so von einer Location zur nächsten. Russische Stationen in Sibirien, heiße Clubs in Barcelona und sogar ins entlegene Nigeria. Das sorgt nicht nur für einen spannenden Settingwandel, sondern vermittelt auch den Charme der Bond-Filme. Nostalgiker könnten bemängeln, dass Pierce Brosnan im Spiel durch Daniel Graig ersetzt wurde. Da man aber überwiegend aus der Egoperspektive spielt, fällt das kaum ins Gewicht.

game-goldeneyeDie Geschichte erlaubt es dem Spieler, fast all die schönen Dinge zu machen, die auch der britische Geheimagent tut. Mit Panzer durch Moskau brettern, mit einem Scharfschützengewehr samt Wärmebildvisier auf die Jagd gehen, seine Gegner leise mit schallgedämpfter Pistole oder laut mit einem Maschinengewehr aus dem Verkehr ziehen. Das kann man aber mittlerweile auch bei der Konkurrenz und gilt als Standard für gute Shooter. Nach 9 Stunden Gesamtspieldauer darf am Ende die hübsche Helferin geküsst werden. Bond-untypsich kommt es aber darüber hinaus nicht zu mehr Körperkontakt. Leider wird das Ganze grafisch auf mittelmäßigem Niveau präsentiert. An allen Ecken und Enden merkt man, dass das Spiel für die Wii konzipiert wurde. Kleinere Schönheitskorrekturen helfen da nicht viel. Das wirkt sich auch auf die Dialoge aus. Schauspielerische Meisterleistungen wie bei L.A. Noire kann man nicht erwarten. Auch die Texte sind meistens hölzern, so helfen auch die Originalstimmen nicht wirklich.

Da die Story bei GoldenEye 007: Reloaded anteilig ein großes Gewicht erhält, fällt das umso schmerzlicher auf. Dass man dabei immer wieder auf alle möglichen altbekannten Charaktere (wie etwa den Hut werfenden Oddjob, Voodoo-Priester Baron Samedi oder den Beisser) aus der umfangreichen Bondwelt trifft, ist nur für echte Fans ein Trost. Eine wirkliche Neuerung ist dagegen der MI6-Modus. Hier bestreitet ihr auf den Karten der Haupthandlung verschiedenste Herausforderungen. So schnell wie möglich einen Checkpoint erreichen, eine Postion verteidigen oder Gegner heimlich töten. Das erhöht den Wiederspielbarkeitsfaktor zwar enorm, bringt das Spiel aber nicht wirklich in die Nähe der momentan hochkarätigen Shooter-Konkurrenz.



redakteur-sven

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Sven Sauerhammer ist der Meinung...
Da hat der britische Geheimagent mal wieder Glück gehabt, denn es hätte schlimmere Prügel von den „Großen“ geben können. Mit Sicherheit wird GoldenEye 007: Reloaded seine Käufer finden, dafür gibt es einfach weltweit genügend James Bond- Fans und schlecht gemacht ist das Spiel auch nicht. Abwechslungsreiche Story und Szenarien, viele Waffen und immer wieder eingestreute Auflockerungen bringen viele Pluspunkte. Trotzdem werden die Macher ihr Auge kühlen müssen. An die beiden großen Shooter dieser Tage kommt ihr Spiel letztlich nicht heran, weder grafisch noch spielerisch.

 
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