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Movies - DVD
Mittwoch, 28. Dezember 2011 um 17:16 Uhr

Schrei zurück, wenn Du Dich traust...

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Review | Kritik | Bewertung
Scream Of The Banshee (2011)

logo-lovefilmBewertung: 1 von 6
Studio: Universum Film
www.universumfilm.de

Dass man die Büchse der Pandora sprichwörtlich besser ungeöffnet lassen sollte, weiß man nicht erst mit mythologischer Betrachtungsweise... Der amerikanische Regisseur Steven C. Miller konnte es dennoch nicht lassen und spinnt mit seinem Werk Scream Of The Banshee einen relativ dünnen Geduldsfaden, der zumindest für anspruchsvolle Horrorfilm-Fans mit jeder weiteren Minute verstrichener Spieldauer zu reißen droht. Im Trashbereich könnte man den Streifen quasi beinahe schon wieder positiv bewerten.


Da ich mir aber sicher bin, dass es Scream Of The Banshee nicht minder an Ernsthaftigkeit und zaghaft versuchter Gruselsystematik mangelt, sondern neben einem Talentfreien Cast in erster Linie die bedeutungslose Story langweiliger nun wirklicher nicht ausfallen hätte können. So trieb (in einer kurzen Rückblende angedeutet) eine für die Menschheit gefährliche Banshee im Mittelalter ihr Unwesen, wurde aber von einem tapferen Ritter enthauptet und deren Kopf in einem Metallwürfel gefangen genommen. Kurz zur Erklärung: dem irischen Volksglauben nach handelt es sich hierbei um eine unheimliche Geistergestalt – zumeist in weiblicher Hülle – deren Erscheinung den bevorstehenden (eigenen oder familiären) Tod ankündigt. Wer ihren Schrei vernimmt, bekommt blutige Wahnvorstellungen und fügt sich realen Schaden zu. Ist man gar so verängstigt, dass man selbst zu schreien beginnt, ist das eigene Schicksal besiegelt und der Tod unausweichlich, wie in der Neuzeit eine Gruppe wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Universität feststellen muss.

movie-screamofthebansheeNoch vor dem Semesterstart sollten unzählige Antiquitäten und historische Wertgegenstände des Hochschulbestands analysiert, kategorisiert und verpackt werden, wobei man auf eingangs erwähnten Metallwürfel und dem dazu passenden „Schlüssel“ in Form eines ritterlichen Handschuhs stößt und neugierig wie Historiker nun einmal sind den Kubus öffnet, um den schrecklichen Inhalt zum Vorschein zu bringen. Mit was genau sie es hier zu tun haben, weiß der kleine Personenkreis um Professor Whelan (Lauren Holly) noch nicht, bis die erste Leiche gefunden wird... Es ist nicht unbedingt die schaurige Gestalt der Banshee, die auf Publikum wie Kritiker gleichermaßen Besorgnis erregend erscheint, es ist vielmehr die geistige Unfähigkeit der Protagonisten, die sich in ihrer Not alles andere als rational, geschweige denn geschickt anstellen. Nun gut, wann wird in einem Horrorfilm schon logisch gedacht, kann man einwenden. Aber wenn ich mir schon autosuggestiver Prozesse bewusst bin und weiß, dass einem die bitterböse Banshee nicht wirklich gefährlich werden kann, solange man sich in Gesellschaft befindet, warum zum Teufel bleibe ich dann nicht zu zweit und suche gegebenenfalls den nächsten Hausarzt meines Vertrauens auf, wenn meine Ohren bluten?!

In Scream Of The Banshee werden für meinen persönlichen Geschmack einfach zu viele – leider oftmals nur allzu schlechte – Genre-Stereotypen bedient und nach dem Fleißbildprinzip gewissermaßen Stück für Stück abgearbeitet ohne am emotionalen Regungsapparat des Zuschauers auch nur ansatzweise zu rütteln und was nach 87 Minuten Gesamtspielzeit übrig bleibt, ist neben allerhand Enttäuschung und einem vorhersehbaren Abschluss lediglich der Umstand, dass der Film vermutlich schneller wieder in Vergessenheit gerät, als man ihn aus dem DVD-Player genommen hat.



redakteur-alex

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
Anstatt sich wie erhofft von Film zu Film steigern zu können, zieht die After Dark Originals Serie mit Scream Of The Banshee leider gewaltig die Handbremse der guten Unterhaltung und zeigt sich besonders schwach in seiner Präsentation. Wirklich neu oder gar originell fällt die Handlung bei Leibe nicht aus, die Schauspieler wirken anfangs zwar noch unverbraucht, sind charakterlich allerdings so schwach ausgeprägt, dass sie zu jeder Zeit leicht ersetzbar wären und beim Zuschauer nur wenig Empathie oder Spannung aufkommen mag. Da fällt ein durchschnittlicher Geisterbahnbesuch auf dem nächsten Volksfest bestimmt gruseliger aus.

 
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