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Sonntag, 01. Januar 2012 um 17:24 Uhr

Zwischen Himmel und Hölle...

cd-volbeat

Review | Kritik | Bewertung
Volbeat - Live From Beyond Hell / Above Heaven (2011)

Live from Beyond Hell / Above Heaven (Bonus Version) - VolbeatBewertung: 5 von 6
Label: Universal
www.volbeat.dk

Sie (er)leben den Traum, den sich jede halbwegs talentierte Garagenband gedanklich ausmalt. Einst von Metallica eindeckt, für gut befunden und gefördert, machen die dänischen Herren um Michael Schøn Poulsen (vocals/guitar), Anders Kjølholm (bass), Thomas Bredahl (guitar) und Jon Larsen (drums) bereits seit 2005 gemeinsame Sache in Rockangelegenheiten. Der Bandname Volbeat hat dabei die eigenen Landesgrenzen unlängst überschritten und eroberte insbesondere Fanmassen in den Vereinigten Staaten von Amerika.


Nach bislang fünf veröffentlichten Studioalben wurde es langsam aber sicher wieder einmal Zeit, die besonderen Livequalitäten auf einer speziellen CD/Blu-ray Compilation namens Live From Beyond Hell / Above Heaven für die Nachwelt zu verewigen. Zu sehen und vor allem hören sind darauf interessante Livemitschnitte aus drei vermeintlich unterschiedlichen Blickwinkeln, was das Konzept des Albums so spannend erscheinen lässt. Das enthaltene Material stammt aus drei Konzertterminen beziehungsweise Auftritten vom vergleichsweise überschaubar intimen Live-Gig im House of Blues, Anaheim/Kalifornien über ein gepflegtes Heimspiel im Kopenhagener Forum bis hin zur spektakulären Bühnenshow im Rahmen des begeistert aufgenommenen Massenspektakels Rock am Ring ist, was die Anzahl und Erwartungshaltung des Publikums betrifft, so ziemlich alles dabei, was eine Rockband im Laufe ihrer Karriere erleben darf.

act-volbeatMit Live From Beyond Hell / Above Heaven teilen Volbeat diese Erlebnisse gerne und der Käufer darf sich neben 18 Tracks der Album CD noch über einige spannende Minuten audiovisuellen Amüsements für Rockfans freuen und wird die musikalische Vielfalt von Volbeat sehr zu schätzen wissen. Der Einstieg fällt mit The Mirror And The Ripper rasant aus und Frontmann Poulsen stimmt mit dem folgenden Maybellene I Hofteholder eine grandiose Rockhymne an, das die Publikumsmassen hörbar begeistert. 16 Dollars scheinen eine gute Investition zu sein und bei einer gestandenen Rockband wie Volbeat muss man sich nicht großartig zwischen zwei Welten entscheiden, da ist die „Hölle“ bedrängender Mosh-Attacken eines schwitzenden Headbanger-Mobs ähnlich einladend wie die der Himmel gleichen Leuchtkraft eines Meeres aus Feuerzeugen. Für Evelyn packen Volbeat eine härtere Tonspur aus und Poulsen grunzt zwischendurch zufrieden ins Mikro, während er die Menge zum regelrechten Ausrasten animiert. Aber auch vor dem ein oder anderen Country oder gar Rock'n'Roll Einschlag scheut man sich nicht, was die Klangfarbe der dänischen Band abwechslungsreicher, vielschichtiger und bunter wohl kaum erstrahlen lassen könnte.

Eine Beschreibung oder gar Vergleiche mit anderen Formationen des Rockbusiness fällt in einem solchen Fall extrem schwer aus, denn Volbeat haben ein bisschen was von allen Branchengrößen zu bieten und sind doch überaus eigenständig in ihrer musikalischen Erscheinung. Da sitzt bei 7 Shots einfach jeder Treffer mit einer beinahe tödlichen Präzision, ist eine angriffslustige Kampfansage wie „Let's get ready to rumble!“ auf A Warrior's Call wörtlich zu nehmen und lässt sich das Human Instrument intuitiver denn je zuvor spielen. Spätestens wenn die Konzertbesucher inbrünstig den Text von Still Counting mitsingen, kann man sich mit dem käuflichen Erwerb des Albums Live From Beyond Hell / Above Heaven auf der sicheren Seite fühlen, einen kleinen Meilenstein der Rockkunst in den Händen zu halten.



redakteur-alex

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
Zu meiner Schande muss ich an dieser Stelle gestehen, dass sich die dänische Rockband Volbeat trotz jahrelanger treuer Dienste für Genreliebhaber bisher nicht auf dem Radar meines musikalischen Interesses hatte, was sich dank deren aktueller Compilation Live From Beyond Hell / Above Heaven nun gewissermaßen schlagartig geändert hat. Diese beeindruckende Integration von Elementen klassischer wie moderner Rockstatuten, von Punk über Rock'n'Roll bis hin zu Metal sucht man bei anderen Gruppen vermutlich lange Zeit vergebens. Hier scheint alles einfach ineinander zu fließen und hinterlässt einen bleibenden Eindruck voller Zufriedenheit, deshalb unbedingt reinhören!

 
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