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Music -
Rock - Alternative
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Dienstag, 03. Januar 2012 um 18:30 Uhr |
Konzentration auf das Wesentliche.

Review | Kritik | Bewertung Howling Bells - The Loudest Machine (2011)
Bewertung: 3 von 6 Label: Cooking Vinyl www.myspace.com/howlingbells
„Das Album klingt so wie es klingt, wenn Kinder des 21. Jahrhunderts ein modernes psychdeleisches Album aufnehmen. Es ist unser „Erwachsenen“-Album.“ Sätze dieser oder ähnlicher Art im Zuge einer Review innerhalb des mitgelieferten Pressetextes zu finden, schürt gerade bei innovationsfreudigen Rezensenten eher Angst denn wohlwollende Zuversicht.
Diese ist im vorliegenden Fall zwar nicht ganz begründet, wer jedoch Überraschendes und Innovation sucht, wird hiermit dennoch nicht glücklich werden. Die 2004 in Sidney gegründete Indierockband Howling Bells stellt mit The Loudest Machine ihr drittes Album nach dem gleichnamigen Debüt Howling Bells (2006) und Radio Wars (2009) vor. Der mit etwa 40 Minuten leider etwas kurz geratene Longplayer ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit The Killers Bassist Mark Stoermer in der Wüste von Nevada. Die 12 Songs sind dabei das Konzentrat aus etwa 30 Songs, die unter anderem während ihrer Touraktivitäten zusammen mit bekannten Bandgrößen wie Coldplay und The Killers entstanden.
The Loudest Machine kommt wie eine Mischung aus klassichem Folkrock und modernem psychedelic Rock um das Jahr 2005 herum daher. Der darauf enthaltene Sound setzt sich aus folkigen und rockigen Gitarren sowie klassichen Drums zusammen. Auf abgedrehte Gitarreneffekte und synthetische Spielereien wird bewusst verzichtet, lediglich Klavier und Geige ergänzen beispielsweise auf Gold Suns, White Guns die klassische Bandbesetzung aus Bass, Gitarre und Drums. Die Handschrift des Killers-Bassisten Stoermer macht sich sowohl in Songaufbau als auch im Klangbild des Albums bemerkbar. Dem eher schwach und uninspiriert wirkenden Opener Charlatan folgt mit Into The Sky einer der großen Hits auf diesem Album.
Die Stimme der Sängerin Juanita Stein verschmilzt auf hypnotische Weise mit schreiendem Gitarrensound und bluesigen Baselines getragen von simplen aber treibenden Drums zu einer gelungenen Gesamtkomposition, die zwar wenige Überraschungen bereithält, aber auch nicht enttäuscht. Heiße Anspieltips auf The Loudest Machine sind das sehr folkige The Faith, sowie das romantisch schöne Don’t Run. Nach dem eher zerfahrenen Vorgänger Radio Wars besinnen sich die Howling Bells auf ihrem aktuellen Werk gelungen wieder auf das Wesentliche. Das genügt zwar, um Totalausfälle zu vermeiden, jedoch nicht um einen Klassiker oder einen überraschenden Wurf zu erzeugen.
Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung
Arno Papenheim ist der Meinung... Die Howling Bells beschränken sich auf The Loudest Machine auf das Wesentliche. Psychedelisch angehauchter Gitarrensound unterstützt von einfachen rockigen Drums und einem tragenden Bass-Sound. Das unter der musikalischen Leitung von Kills-Bassist Mark Stoermer in der Wüste von Nevada entstandene 12 Songs umfassende Album bietet wenige Überraschungen und wirkt nur in Auszügen wirklich überzeugend. Pflicht erfüllt. Die Kür bleibt leider aus.
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