Psychokiller jagt Teenies – So aufregend wie Tee bei Oma.

Review | Kritik | Bewertung Escapee - Nichts kann ihn stoppen (2012)
Bewertung: 0,5 von 6 Studio: Universum Film www.universumfilm.de
Hier haben wir einen weiteren Vertreter des beinahe maßlos überlaufenen Filmgenres der Horrorthriller, den eigentlich keiner so wirklich braucht... Regisseur Campion Murphy, dessen Name in der Branche, wenn schon nicht für Können, zumindest für ein großes Selbstbewusstsein spricht, beweist mit seinem Streifen Escapee - Nichts kann ihn stoppen, dass eine Ansammlung von altbackenen Szenarien noch lange keinen ordentlichen Film machen.
Das einzige, was dieses Werk traurigerweise hervorhebt, ist seine in wirklich allen Belangen schlechte Inszenierung. Allerdings ist das in diesem Genre mittlerweile auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr, wenn wir ehrlich sein sollen. Das vorliegende Stück Zeitverschwendung wird demnach keinen Serienmörder aus dem Wandschrank locken. Die Story ist eigentlich schnell erzählt: Eine Gruppe Psychologiestudenten besucht die örtliche Psychiatrie für Studien am lebenden Objekt. Das gefährlichste ist Harmon Jaxon (Dominic Purcell). Trotz der Warnung, dem Gefangenem zum eigenen Schutz besser nicht in die Augen zu schauen, glotzt ihn Studentin Abby Jones (Christine Evangelista) relativ unverfroren an. Das weckt natürlich bei dem Psychopathen gewisse Begehrlichkeiten, er stürzt sich kurzerhand auf das junge Ding und nur mit viel Mühe bringen ihn die Wärter wieder unter Kontrolle.
Wieder zu Hause kümmern sich Abbys Freundinnen Lynn (Carly Chaikin) und Renee (Melissa Ordway) ein wenig um das geschockte Opfer des Zwischenfalls, bevor sie sich wieder dem gemütlichen Beisammensein widmen. Unglücklicherweise zieht ein Sturm auf, den Harmon geschickterweise nutzt, um aus der Anstalt auszubrechen. Es folgen rund 40 Minuten sinnloses und uninspiriertes Meucheln, dem natürlich auch Abbys Freunde zum Opfer fallen, wer hätte es gedacht... So dümmlich wie die schlecht präsentierte Story ist auch der Rest des Films. Schauspielerisches Talent sucht man dabei ebenfalls vergeblich. Die Teenager sind eigentlich nur insofern wertvoll für Escapee, um panisch zu kreischen und in Unterwäsche vor Dominic Purcell wegzurennen.
Dieser treibt sie ohne erkennbare Mimik vor sich her, bis er sie erwischt und relativ unmotiviert abschlachtet. Dabei wird fleißig und ungeniert in der Klischeebox des Genres geplündert. Es gibt eine Szene in der Harmon ein Mädchen durch den Wald jagt. Sie rennt, er läuft ganz lässig und entgegen jeder physikalischen Erklärung steht er dennoch immer hinter ihr. In einer anderen Szene wird ein junges Liebespärchen beim Camping von ihm gestört. Nachdem der mutige Liebhaber aus dem Weg geräumt ist, wird das zitternde, halbnackte Mädchen zum Kreischen angeregt, in dem ein Messer das Zelt aufschlitzt. Schamloser kann man bei anderen Filmen kaum abkupfern. Geholfen hat es trotzdem nichts.
Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung
Sven Sauerhammer ist der Meinung... Dieser cineastische Totalausfall ist wie man meiner ungehaltenen Kritik entnehmen kann größtenteils sehr peinlich und einfach nur schlecht geraten. Eine längere Zusammenfassung würde Escapee - Nichts kann ihn stoppen deshalb nur unangemessen aufwerten, weshalb ich mit aller oberflächlich distanzierten Zurückhaltung nicht weiter auf den Inhalt eingehen möchte. Vielleicht lockt der Trailer dennoch den ein oder anderen Interessenten aus der Reserve, wer weiß...
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