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Sonntag, 29. Januar 2012 um 18:07 Uhr

Dear Rider, who the hell brought you back?

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Review | Kritik | Bewertung
Ghost Rider: Spirit Of Vengeance (2012)

logo-lovefilmBewertung: 1 von 6
Studio: Universum Film
www.ghostrider-film.de

Wer den ersten Ghost Rider gesehen hat, der weiß: Das hätte man sich gepflegt sparen können. Die Enttäuschung stand den meisten Marvel-Fans förmlich ins Gesicht geschrieben. Nach den erfolgreichen Adaptionen von Spider-Man, Batman und X-Men ein herber Fehlschlag der ansonsten unfehlbaren Comicproduzenten. Als dann kürzlich auch noch eine Fortsetzung mit dem Titel Ghost Rider: Spirit Of Vengeance angekündigt wurde, gab es eigentlich nur zwei Möglichkeiten für diesen Film: entweder hatten Produzenten und Storywriter aus ihren Fehlern gelernt, dann könnte man aus der Vorlage durchaus einen gelungenen Film erschaffen, oder die Katastrophe würde erneut ihren Lauf nehmen.


Schauspieler Nicolas Cage ist als verfluchter Kopfgeldjäger Johnny Blaze zurück im Geschäft, die Story setzt dabei ein paar Jahre nach dem ersten Teil an. Blaze ging ja bekanntlich einen folgenschweren Pakt mit dem Teufel ein, um damals das Leben seines Vaters zu retten. Seitdem ist er von einem Dämon besessen, der wenn er herausbricht, für das reizende Aussehen des apokalyptischen Bikers sorgt, Flammenschädel und Feuerpeitsche inklusive. Blaze versteckt sich zu Beginn der Story in Osteuropa vor sich selbst und der Welt. Er versucht, den Dämon, der sich von den verdorbenen Seelen diverser Sünder nährt, halbwegs unter Kontrolle zu halten.

movie-ghostriderDoch sein Eremiten-Dasein findet ein jähes Ende, als Moreau (Idris Elba) Blaze aufsucht und ihm einen weiteren Auftrag teuflischen Kalibers überbringt. Es gilt, den kleinen Danny (Fergus Riordan) vor Satan höchstpersönlich zu beschützen, der nun in Menschengestalt auf der Erde wandelt (übrigens gespielt von Ciarán Hinds). Der Ghost Rider ist, dank seiner hervorragenden Verbindung zum Teufel, als einziger in der Lage, den kleinen Jungen möglichst schnell zu lokalisieren. Sollte Danny nämlich tatsächlich in die Hände des Bösen fallen, droht wieder einmal – wer hätte es gedacht- der sichere Weltuntergang. Widerwillig macht sich Blaze also auf die Suche und muss schon bald feststellen, dass er niemanden so wirklich vertrauen kann. Einen gefährlichen Gegenspieler findet der Rider dabei in Carrigan (Johnny Witworth), der in Satan's Auftrag ebenfalls hinter dem Jungen her ist. Nachdem dieser Blaze in einer ersten Auseinandersetzung nicht gewachsen ist, kriegt er zudem ein bisschen Hilfe von seinem Auftraggeber, der ihn zu einem noch übernatürlicherem Wesen namens Blackout macht, das alles per Berührung vermodern lassen kann. Das Rennen gegen den Teufel beginnt...

Man kann abschließend zwar sagen, dass Ghost Rider: Spirit Of Vengeance besser ist als sein Vorgänger, aber das ist auch keine sonderlich große Leistung. Ein großer Fortschritt wurde Grafikmäßig gemacht, man möchte hier nicht jedes Mal, wenn der Ghost Rider mit seinem Flammenschädel auftritt, vor Fremscham im Boden versinken. Auch ansonsten wurde mit Spezialeffeten nicht gerade gespart, seien es nun rießige Feuerräder, die der Rider benutzt, um alles zu verwüsten was ihm in die Quere kommt oder rasante Verfolgungsjagden auf Autobahnen im (zumindest versuchten) Matrix-Stil. Doch wie man leider festellen muss, reicht das alleine eben nicht aus, um einen wirklich guten Actionfilm zu produzieren.



redakteur-irmi

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Irmi Schäffl ist der Meinung...
Trotz allerhand Selbstironie, mit der Ghost Rider: Spirit Of Vengeance manchmal aufwartet, bleibt nach den zwei Stunden Kino nur ein Gedanke: wer gibt mir meine Zeit zurück? Die Story - vorhersehbar und platt - wirkt oft so, als wäre sie der Feder eines Pubertierenden entsprungen und die schauspielerischen Leistungen bleiben, obwohl Potenzial seitens der Akteure durchaus vorhanden wäre, bestenfalls unteres Mittelmaß. Wer auf brennende Sachen aller Art steht oder sonstige pyromanische Neigungen hat, der möge sich diesen Film gerne zu Gemüte führen. Vielleicht findet derjenige einen Reiz, nach dem alle anderen vergeblich suchen werden.

 
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