Filmkritiken
Der Job kann einem manchmal ganz schön auf die Nüsse gehen... eine Komödie von Mike Judge. Ausgequetscht (2010)Bewertung: 3,5 von 6 Studio: SquareOne www.kinowelt.de Wenn ich an die Regieleistungen eines Mike Judge denke, kommt sofort die brennende Frage auf, warum man eigentlich heut- zutage keine Wiederholungen der Kultserie Beavis and Butthead mehr sehen kann. Das wäre mal eine Hausaufgabe für MTV. Vielleicht bin ich aber auch der einzige, der sich das wünschen würde. Da werden Erinnerungen an die herrlich unkomplizierte Teenagerzeit wach, denn mittlerweile muss man sich mit allerhand größeren Problemen herumschlagen. |
Er ist supercool, er ist unberechenbar, er ist Black Dynamite. Michael Jay White mit imposanter Hauptrolle. Black Dynamite (2010)Bewertung: 4 von 6 Studio: Universum Film blackdynamitemovie.com Dynamite! Dynamite! Was dabei heraus kommt, wenn man knallharte Martial Arts Action aus alten Bruce Lee Streifen mit dem Sexappeal und der Coolness eines Shaft verbindet, zeigt uns der Film Black Dynamite, der sich selbst an vielen Stellen bewusst nicht ganz so ernst nimmt. Regisseur Scott Sanders erschafft hier eine durchaus satirische Hommage an die Filmkunst der 70er Jahre mit einem weiteren Beitrag des Subgenres Blaxploitation. Kurzer Exkurs für jeden, dem dieser Begriff nicht geläufig ist: „In jener Zeit entstanden viele Filme als Reaktion auf das durch die Bürgerrechtsbewegung ausgelöste neue Selbstbewusstsein der afro-amerikanischen Bevölkerung. Eine Black Exploitation sozusagen.“
Wo Crank aufhört, macht Gamer weiter. Die Review zum neuesten Geniestreich des Produzentenduos Neveldine/ Taylor. Gamer (2010)Bewertung: 4,5 von 6 Studio: Lakeshore Ent. www.gamer-derfilm.de „Ein Online-Game wird zur grausamen Wirklichkeit: Sträflinge kämpfen in einer Arena als moderne Gladiatoren um Leben und Tod. Dabei werden Sie von Computerspielern fremdge- steuert.“ Was sich hier im ersten Moment noch relativ absurd anhört, könnte in der Tat eine Art ernst zu nehmende Zukunftsprognose darstellen. Was ein Film wie Gamer ferner versucht zu sein, ist dann als waschechte Gesellschaftskritik zu verstehen. Wer die vergangenen Regiearbeiten des dynamischen Duos Mark Neveldine und Brian Taylor etwas genauer verfolgt hat, wird vermutlich in so manchem skurillen Bilderwahnsinn den rebellischen Mittelfinger entgegen heutiger Gesellschaftsformen bemerkt haben.
Ein Horrorfilm in unschuldigem weiß gehalten mit Kindern als erbarmungslose Mörder... die grausame Filmkritik auf Generation One. The Children (2009)Bewertung: 3 von 6 Studio: Pandastorm Pictures www.pandastorm.com Was könnte es schöneres geben, als ein gemütliches und vor allem Familien freundliches Weihnachts- fest in der abgeschiedenen Idylle eines romantisch-verträumten Landhauses inmitten verschneiter Waldlandschaften zu verbringen? Im Grunde genommen nichts. Wenn man das Setting eines typischen Horrorstreifens im Hinterkopf behält, dann können die schönen Momente im Kreise der Liebsten eigentlich nur von verrückten Axtmördern, gefährlichen Fabelwesen oder irgendeiner außerirdischen Spezies zerstört werden.
Wie würden moderne Gladiatorenkämpfe wohl heute aussehen? Die Filmkritik zu The Tournament verrät dazu mehr. The Tournament (2009)Bewertung: 4,5 von 6 Studio: Ascot Elite www.ascot-elite.de „Dieser Film ist das, was Smoking Aces vor drei Jahren sein wollte. Ein lupenreiner Reißer mit Adrenalin treibender Action und skurrilen Auftragsmördern.“ Klingt im ersten Moment viel ver- sprechend und wenn man etwas genauer darüber nachdenkt, dann könnte eine moderne Form des tödlichen Wettstreits zwischen Gladiatoren in etwa so aussehen. Brot und Spiele – dank des voranschreitenden Ausbaus zu einem Überwachungsstaat dürfen Auserwählte bequem die Show genießen, während eine ganze Stadt wie Middlesbrough zur Kampfarena gemacht wird. |
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